Porsche 911 (992) Targa: Die Rückkehr des Bügel-Cabrios

So mancher Porsche-Fan hat genau auf diese Variante der 911-Generation 992 gewartet: den Targa. Nun ist er da, kostet traditionell genauso viel wie das 911 Cabriolet und soll dennoch ein ganz besonderes Frischlufterlebnis bieten.

1965 einst als „Sicherheitscabriolet mit Überrollbügel“ primär für den US-amerikanischen Markt entwickelt, avancierte der 911 Targa schnell zur festen Karosserievariante im Elfer Programm. In nunmehr achter Generation wird auch der Porsche 911 der Generation 992 zum Festdach-Cabrio, dessen vollautomatisches Dachsystem sich in 19 Sekunden öffnen oder schließen lässt.

Porsche-911-992-Targa-Interieur

Bekannte Motoren neu verpackt

Charakteristisch erhalten blieb seit dem Ur-Targa der breite Bügel, der knapp hinter den Vordersitzen beginnt und nach hinten durch einen großflächigen Heckscheibeneinsatz ergänzt wird. Zunächst stehen zwei Allrad-Varianten bereit. Der Porsche 911 Targa 4 setzt dabei auf den bereits bekannten 283 kW/385 PS starken Sechszylinder-Boxer mit drei Liter Hubraum und Biturbo-Aufladung (Kraftstoffverbrauch kombiniert 9,8 l/100 km; CO2-Emissionen kombiniert 223 g/km²). Im 911 Targa 4S kommt der gleiche Motor zum Einsatz, der hier jedoch 331 kW/450 PS leisten darf (Kraftstoffverbrauch kombiniert 10,3 - 9,9 l/100 km; CO2-Emissionen kombiniert 235 - 227 g/km²). Serienmäßig setzen beide Sportler auf ein 8-Gang-Doppelkupplungsgetriebe, wobei der intelligente Porsche-Allradantrieb (PTM) stets situativ die Antriebsmomente zwischen Vorder- und Hinterachse verteilen kann.

Porsche-911-992-Targa-Side

Gibt es auch als Handschalter

Wahlweise und zum gleichen Preis wie die Automatik-Box, steht für den Targa 4S auch die Option auf das eben vorgestellte 7-Gang-Handschaltgetriebe zur Verfügung. Mittels Sport Chrono-Paket beschleunigt der 911 Targa 4 in gut 4,2 Sekunden auf Tempo 100 und erreicht maximal 289 Stundenkilometer. Der 911 Targa 4S sprintet hingegen in 3,6 Sekunden auf Landstraßentempo und darf satte 304 km/h schnell rennen.

Porsche-911-992-Targa-Rear

Preisgleich zum 911 Cabriolet

Serienmäßig bei beiden Targa-Modellen verbaut ist derweil das elektronisch geregelte Porsche Aktivfahrwerk PASM. Eine ebenfalls elektronisch geregelte Hinterachs-Quersperre sowie Porsches Torque Vectoring System PTV ist beim 911 Targa 4S Serie, beim Targa 4 gegen Aufpreis zu haben. Ebenfalls gegen Aufgeld gibt es nunmehr einen Abstandsregeltempomaten sowie ein Lift-System für die Vorderachse zu ordern. Die Preise beginnen in Österreich bei 155.433 Euro für den Targa 4 und ab 162.963 Euro für den Targa 4S inklusive Sport Chrono-Paket. Damit kosten beide Targas genau so viel wie die allradgetriebenen Cabrio-Versionen. Die Markteinführung soll noch im Sommer 2020 stattfinden. (Text: Thomas Vogelhuber | Bilder: Hersteller)

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Thomas Vogelhuber

Thomas Vogelhuber ist seit März 2019 leitender Redakteur des AutoScout24 Magazins. Der gebürtige Oberbayer verbindet seine Leidenschaft für klassische Youngtimer mit einem feinen Gespür für aktuelle Automobiltrends. Am liebsten unterwegs auf kurvigen Alpenstraßen, testet er heute ebenso souverän moderne Elektromodelle. Der Traum vom Audi RS 6 Avant C5 in Goodwoodgrün lebt weiter!

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