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Neuer Toyota Mirai wird salonfähig (Update)

Nachdem Toyota im Oktober 2019 erste Bilder seines neuen Mirai zeigte, haben die Japaner nun die Serienversion nachgeschoben. Sie soll noch in diesem Jahr debütieren und zwar gleichzeitig in Japan, Nordamerika und Europa. Wir haben alles Wissenswerte zusammengetragen.

Update 15.01.2020:

Wie berichtet, wird Toyota 2020 den neuen Mirai (Homologation noch ausstehend²) auf die Straßen dieser Welt bringen. Das japanische Brennstoffzellenauto verfügt dann über drei Tanks mit einem Füllvermögen von 5,6 Kilogramm Wasserstoff, was eine reale Reichweite von mehr als 650 Kilometern ermöglichen soll. Ein Tankvorgang soll rund 5-6 Minuten dauern. Bei den Abmessungen gibt es nun ebenfalls Gewissheit: Länge 4,97 Meter, Breite 1,88 Meter, Höhe 1,47 Meter. Im Vergleich zur Studie hat sich das Design kaum mehr verändert und so blicken wir auf eine wohl proportionierte Limousine die zwar modern, aber nicht so übertrieben futuristisch wie die erste Mirai-Generation wirkt. Weiterhin können im Japaner fortan fünf Personen Platz finden. Marktstart für den neuen Toyota Mirai soll aller Voraussicht nach Ende 2020 sein.

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Preislich wird der neue Toyota Mirai wohl wieder jenseits der 70.000 Euro liegen, wobei der Erfolg der zweiten Generation maßgeblich die Weichen für die Wasserstoff-Zukunft bei Toyota stellen könnte. Die Japaner schließen bei einem Erfolg des Mirai II nicht aus, dass die Technologie in absehbarer Zeit beziehungsweise mit einer möglichen dritten Generation spürbar günstiger wird. Ein Wermutstropfen bleibt allerdings: Unter Verweis auf H2 Mobility, sind in Deutschland derzeit lediglich 81 Wasserstoff-Tankstellen in Betrieb. Man verspricht allerdings einen deutlich verstärkten Ausbau.

Durch ein kürzlich geführtes Interview mit BMW Entwicklungschef Klaus Fröhlich wurde am Rande zudem bekannt, dass sich die Bayern weiterhin sehr für diese Form der Elektromobilität interessieren. BMW X6 und X7 sollen wohl zum Kleinserien-Technikträger erkoren werden. Zu rechnen ist mit einer straßenfertigen Version ab 2022. Ob dann mit dem Antrieb aus dem Mirai II oder einer BMW-Eigenkonstruktion, bleibt abzuwarten.

Ursprünglicher Artikel vom 14.10.2019:

Gegenüber dem seit 2014 gebauten aktuellen Modell hat der Viertürer in der Länge noch einmal zugelegt, so dass er nun an der Fünf-Meter-Marke kratzt. Das Design des Stufenheckautos fällt zumindest auf den Bildern weniger futuristisch, dafür deutlich eleganter aus. Das liegt auch an der um gut eine Handbreit geringeren Höhe, die nun mit 1,47 Meter fast auf Limousinen-Niveau gesunken ist. Innen finden nun fünf, statt bisher vier Personen Platz.

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Mehr Reichweite, geringerer Preis

Weiterentwickelt hat sich auch der Antrieb. Technische Daten nennen die Japaner noch nicht, geben aber eine um 30 Prozent gestiegene Reichweite pro Tankfüllung an. Damit dürfte der neue Mirai rund 500 Kilometer weit kommen – deutlich mehr als viele Batterieautos. Weil kein Strom, sondern Wasserstoff getankt wird, kann es nach einem kurzen Tankstopp weitergehen. Preise bleibt Toyota ebenfalls noch schuldig, wobei die aktuelle Generation des Mirai in Deutschland (vor Förderung) gut 78.600 Euro kostet. Die Neuauflage dürfte zumindest ausstattungsbereinigt günstiger werden, schließlich soll die jährliche Produktion mit 30.000 Einheiten dreimal höher liegen als bislang.

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Toyota unterstützt BMW

Toyota zählt aktuell mit Hyundai, Honda und Mercedes zu den Wasserstoffpionieren unter den großen Autoherstellern. Auch BMW hat (durch Hilfestellung von Toyota) den baldigen Wiedereinstieg in die Technik angekündigt. In Kleinserie soll zunächst die BMW i Hydrogen Next Studie auf Basis des aktuellen BMW X5 auf die Straße kommen. Brennstoffzellenautos gelten vor allem auf Langstrecken als leistungsfähige Alternative zu batteriebetriebenen Fahrzeugen. Bei Kosten und Infrastruktur hängt die Wasserstoffmobilität allerdings bisweilen zurück. (Autoren: hh/sp-x, tv | Bilder: Hersteller)

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