Mercedes G-Klasse Facelift (2024): Ganz der Alte

Das beste Mittel gegen alle Neuerungen unserer schnelllebigen Zeit? Mercedes G-Klasse fahren. Wer es sich leisten kann, bekommt mit dem 2024er-Facelift ein modifiziertes Relikt vergangener Tage geboten. Der G 500 verliert mit dem Modellwechsel zwei Zylinder, aber ganz tot ist der V8 noch nicht.

Die neue Mercedes G-Klasse* auf einen Blick

  • Behutsames Facelift von Design und Technik
  • G 500 zukünftig mit 48V-Sechszylinder
  • AMG-Version weiterhin mit Performance-V8
  • Neue Assistenzsysteme
  • Grundpreis ab 122.808 Euro

*(Mercedes G-Klasse Modellreihe (WLTP), Kraftstoffverbrauch kombiniert: 14,7-8,7 l/100 km; CO2-Emissionen kombiniert: 336-227 g/km; CO2-Klasse: G)²

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Optisch fällt das Facelift nur Kennern auf

In schnelllebigen Zeiten wie diesen, können Beständigkeit und Kontinuität auch was für sich haben. Fünf Jahre nach dem Marktstart der aktuellen G-Klasse, wird das Design der Geländewagen-Ikone nur dezent angepasst. Vier statt drei Querstreben im Kühlergrill, neue Ziergitter und minimal geänderte Stoßfänger vorne wie hinten. Die A-Säulen-Verkleidungen werden vom zukünftig rein elektrisch betriebenen EQG (Fahrzeug steht noch nicht zum Verkauf, Homologation ausstehend)² übernommen und sollen aerodynamisch optimiert worden sein.

Innen wird der Fahrer derweil durch ein angepasstes MBUX-Bediensystem empfangen, das nun zusätzlich über ein sogenanntes Offroad Cockpit verfügt. Es soll im seltenen Falle von Geländefahrten die Bedienung deutlich erleichtern. Die Rückfahrkamera erhält einen neuen Platz, oberhalb des Kennzeichens in der Stoßstange, soll dort weniger verschmutzen und erhält zusätzlich eine Reinigungsfunktion. Erstmals kommt auch ein Lenk-Assistent zum Einsatz. Zudem wird der neue G auch die Fahreraufmerksamkeit überwachen und bimmeln, wenn die Höchstgeschwindigkeit um mehr als 1 km/h überschritten wird.

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Zwar ändert Mercedes am bewährten Grundrezept der G-Klasse nichts, setzt weiterhin auf eine Leiterrahmenkonstruktion, manuell aktivierbare Differenzialsperren nebst Geländeuntersetzung - die Ingenieure wollen aber dennoch einige Verbesserungen umgesetzt haben. So fährt der neue G nun serienmäßig mit adaptiven Dämpfern vor, Wank- und Nickbewegungen sollen reduziert worden sein und natürlich wird auch die Motorenpalette angepasst.

Jetzt lesen: Fahrbericht Mercedes G 500

G 63 behält V8, G 450 d wird zum Superdiesel

Zunächst das Positive für alle V8-Fans: Der 4,0-Liter-V8 des G 63 bleibt erhalten und wird tatkräftig von einem 48V-Mildhybrid-System unterstützt. Mercedes nennt als Leistungsdaten 585 PS (+20 PS) und 850 Nm (+200 Nm), wobei die Werte in den Klammern für die kurzzeitige Boost-Unterstützung des integrierten Startergenerators (ISG) stehen. Wer es so richtig wissen will, kann das AMG Performance-Paket dazubestellen. Dann rennt der G 63 nicht nur in 4,3 Sekunden von null auf Tempo 100 und ist 240 km/h schnell, sondern fährt auch mit einem dynamisch abgestimmten Aktivfahrwerk vor. Um mögliche Bestzeiten auf dem Lieblings-Rundkurs festhalten zu können (kein Scherz), erhält man mit der Track Pace-Funktion überdies Zugriff auf erweiterte Telemetriedaten des Fahrzeugs. Damit der G 63 noch etwas mehr auffällt, gibt es exklusiv für den AMG die Außenlackierung MANUFAKTUR hyperblau magno in der Aufpreisliste.

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Etwas bodenständiger als der röhrende G 63, kommen die beiden Modellvarianten G 500 und G 450 d daher. Der bisher mit einem V8 ausgerüstete G 500 verliert dabei zwei seiner Zylinder zugunsten eines elektrisch unterstützten 3,0-Liter-Reihensechszylinders. Der Benziner leistet 449 PS (+20 PS) und 550 Nm (+200 Nm), und beschleunigen damit in 5,4 Sekunden auf Landstraßentempo (bisheriger G 500: 5,9 s). Einziger Diesel ist der 367 PS (+20 PS) und 750 Nm (+200 Nm) starke G 450 d, der ebenfalls auf einen 48V-Reihensechszylinder mit 3,0 Litern Hubraum setzt. Die Leistung wird bei allen Modellen immerzu über ein neunstufiges Automatikgetriebe an alle vier Räder übertragen. Die neue G-Klasse ist ab sofort ab 122.808 Euro bestellbar. (Text: Thomas Vogelhuber | Bilder: Hersteller)

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Thomas Vogelhuber

Thomas Vogelhuber ist seit März 2019 Chefredakteur des AutoScout24 Magazins und verantwortet die inhaltliche sowie strategische Ausrichtung der Redaktion einschließlich der Weiterentwicklung aller Content-Formate, insbesondere im Bereich Video. Er verfügt über langjährige Erfahrung im Automobiljournalismus und beschäftigt sich mit aktuellen Mobilitätstrends, neuen Antriebstechnologien sowie der Entwicklung des Automobilmarktes. Privat fährt er eine Mercedes-Benz S-Klasse S 450 4Matic W221.

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