Aston Martin Valhalla Spider: 1.079-PS-Super-Hybrid nimmt das Dach ab

Auf einen Blick
- Erstes offenes Mittelmotor-Hypercar der Marke: Der Valhalla Spider ergänzt die geschlossene Coupé-Variante um ein abnehmbares Karbondach sowie ein Stoffverdeck.
- Hybrider Kraftprotz: Ein 828 PS starker V8-Biturbo trifft auf drei E-Maschinen; zusammen stemmt das System 793 kW (1.079 PS) und 1.100 Nm Drehmoment.
- Atemberaubende Fahrleistungen: Sprint von 0 auf 100 km/h in 2,5 Sekunden, Höchstgeschwindigkeit von 350 km/h (bei Stoffdach elektronisch auf 200 km/h abgeregelt).
- Aktive Rennsport-Aerodynamik: Verstellbare Spoiler-Elemente erzeugen bei hohem Tempo bis zu 600 Kilogramm Anpressdruck.
- Intelligenter Windschutz: Dreiteiliges Windschottsystem und ein spezieller Stauraum für das Deflektor-Modul.
Antrieb: V8-Biturbo trifft auf Dreifach-Elektro-Power
Herzstück des Valhalla Spider von Aston Martin ist das hybride Zusammenspiel aus Verbrennungs- und Elektro-Komponenten. Der im Heck platzierte 4,0-Liter-V8-Biturbo leistet solo schon mächtige 828 PS und wird dennoch von gleich drei Hochleistungs-E-Motoren unterstützt: Zwei Elektromotoren an der Vorderachse treiben die Vorderräder an und erlauben vollvariables Torque Vectoring. Eine dritte E-Maschine sitzt direkt im Gehäuse des 8-Gang-Doppelkupplungsgetriebes und sorgt dort für das Ausfüllen etwaiger Drehomentlöcher des von AMG zugelieferten V8-Biturbo-Motors.
Das Ergebnis sind beeindruckende 1.079 PS (793 kW) und brutale 1.100 Newtonmeter Drehmoment. Sie katapultieren den Allradler in gerade einmal 2,5 Sekunden auf Tempo 100. Die Steuerung des komplexen Triebwerk-Quartetts übernimmt die intelligente Bordelektronik „Integrated Vehicle Control“, welche die Kraft je nach gewähltem Fahrprogramm blitzschnell verteilt.
Clevere Aerodynamik: Windstille bis 350 km/h
Damit die Föhngewalt bei Topspeed den Insassen nicht das Haar vom Kopf reißt, spendiert Aston Martin dem Spider eine sehr durchdachte Aerodynamik-Lösung. Allerdings: Wer nur mit dem Notverdeck aus Stoff fährt, wird bei 200 km/h elektronisch eingebremst. Die volle Höchstgeschwindigkeit von 350 km/h entfaltet das Hypercar nur mit montiertem Karbon-Hardtop – oder eben ganz offen.
Ein dreiteiliges Windschottsystem hält Verwirbelungen in der Kabine beim Offenfahren im Zaum. Wird das Modul nicht benötigt, verschwindet es passgenau in einem speziell ins Monocoque eingelassenen 15-Liter-Staufach. Für den Abtrieb auf der Rennstrecke sorgen wie beim Coupé aktive Spoiler-Elemente, die sich elektronisch anpassen und bei Höchstgeschwindigkeit für gewaltige 600 Kilogramm Anpressdruck auf die Achsen sorgen.
Leichtbau-Luxus-Innenraum: Motorsport-Ergonomie trifft auf Touring-Komfort
Im Cockpit des Karbon-Monocoques haben Käufer die Qual der Wahl: Neben bequemen Touringsitzen für lange Ausfahrten stehen extrem leichte Karbon-Rennschalen zur Auswahl. Auch das restliche Arrangement versprüht Motorsport-Feeling: Sämtliche Bedienelemente sind starr auf den Piloten ausgerichtet, um die maximale Kontrolle über die 1.079 PS zu garantieren.
Die wichtigsten technischen Daten im Überblick
| Parameter | Aston Martin Valhalla Spider (2027) |
|---|---|
| Antrieb | 4,0-Liter-V8-Biturbo + 3 E-Motoren (PHEV) |
| Systemleistung / Drehmoment | 793 kW (1.079 PS) / 1.100 Nm |
| 0–100 km/h / Vmax | 2,5 Sekunden / 350 km/h (Stoffdach: 200 km/h) |
| Getriebe / Antrieb | 8-Gang-Doppelkupplungsgetriebe / Allradantrieb |
| Markteinführung | Herbst 2027 |
AutoScout24-Fazit
Aston Martin wirkt weiter ein bisschen auf der Suche nach der inneren Mitte. Der Entfall der großen Zwölfzylinder und der Druck der Digitalisierung, hat Spuren bei der britischen Edelschmiede hinterlassen. Der Aufguss immer neuer Super- und Hypercars will nicht so recht zum Image der luxuriösen GT-Gleiter passen.
Auch der Valhalla Spider macht hier keine Ausnahme. Technisch ist die Brachialgewalt des 1.079 PS-Extremsportlers zwar interessant, allerdings dürften sich die Verkaufszahlen in einem überschaubaren Rahmen bewegen. Ob die Marke damit zukunftsfähig bleibt? (Text: an | Bilder: Aston Martin)
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