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BYD e6

BYD e6

Der e6 wird im Jahr 2010 das erste Elektrofahrzeug einer BYD-Großserie

Man sollte eigentlich annehmen, dass es eher die seit vielen Jahrzehnten etablierten Traditionsunternehmen der Branche sind, die Trends im Fahrzeugbau als Erste ausmachen und mit Innovationen darauf reagieren. In der Realität sind es oft aber gerade Newcomer, die mit ihrem Vorpreschen Entwicklungen in den manchmal zu langsam auf Veränderungen reagierenden Großkonzernen anstoßen...Weiterlesen

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Das ließ sich etwa im Zuge der Markteinführung von Elektrofahrzeugen beobachten. Während asiatische Hersteller auf die bereits seit den 1990er Jahren in der Serie erprobte Hybridtechnik setzten, arbeiteten nach der Wende zum neuen Jahrtausend neu gegründete Autobauer etwa in Kalifornien oder in der Schweiz an Fahrzeugen mit reinem E-Antrieb. Und auch in China sahen Firmen das Potential der als besonders umweltfreundlich eingestuften Elektroautos. Einer der chinesischen Neulinge auf dem Markt war das ursprünglich als Batteriehersteller gegründete Unternehmen BYD, das mit dem e6 im Jahr 2010 sein erstes Elektrofahrzeug der Großserie auf den Markt brachte.

BYD baut den Kompakt-Van der Baureihe e6 zunächst für den Flotteneinsatz

Mit dem e6 verband BYD ein grundlegend anderes Einsatzkonzept, als es die Konkurrenz mit ihren Elektromodellen dieser Zeit verfolgte. In Kalifornien setzten die Konstrukteure auf batterieangetriebene Sportwagen der Luxusklasse; in Europa waren einige große Autoproduzenten mit elektroangetriebenen Kleinstwagen und Kleinwagen präsent. Der Hintergrund: Die geringen Produktionszahlen und die Kosten für die Akkuspeicher der E-Autos machten Neuwagen dieser Art teurer als Pkw mit herkömmlichen Verbrennungsmotoren. Also setzten die Anbieter Elektroantriebe entweder bei kleinen Einstiegsmodellen zu Mittelklassepreisen oder aber in der weniger preissensiblen Oberklasse ein. Anders ging BYD das Kostenproblem an. Die Chinesen konstruierten den e6 als Kompakt-Van, der genug Raum für die Nutzung als Taxi bot und damit als Flottenmodell schnell höhere Absatzzahlen erwarten ließ.

In Europa können Privatkunden den e6 anfangs nur als Gebrauchtwagen kaufen

Insbesondere in Europa, wo im Gegensatz zum chinesischen Heimatmarkt des Unternehmens zunächst ein eigenes weitgespanntes BYD-Vertriebsnetz fehlte, sollte die Flotten-Strategie eine schnelle Marktdurchdringung gewährleisten. Zu Beginn des Jahres 2014 tauchten dann die ersten e6-Taxis in Städten der Beneluxländer sowie auf den Straßen in Großbritannien auf. Der Nachteil des Konzepts: Als Neuwagen für private Kunden stand der e6 in Europa zunächst nicht zur Verfügung. Sie mussten darauf warten, bis die Taxiunternehmen ihre Elektrofahrzeuge turnusmäßig austauschten und auf dem Markt für Gebrauchtwagen anboten. Die Käufer mussten sich dementsprechend darauf einstellen, dass gebrauchte e6 der ersten Generation nur mit einer relativ hohen Laufleistung zu finden waren.

BYD ermittelt im Alltagsbetrieb rund 300 Kilometer Reichweite für den e6

Der Einsatz des e6 als Fahrzeug für den öffentlichen Personentransport brachte freilich auch einen Vorteil mit sich. Die Technologie konnte sich im Alltagsbetrieb bewähren und BYD realistische Daten hinsichtlich der Reichweite und der Wiederaufladezeit liefern. So gab der Hersteller an, dass dem für eine Maximalleistung von 75 kW (102 PS) ausgelegten Elektromotor des e6 je nach Fahrbedingungen Batteriereserven für rund 300 Kilometer zur Verfügung standen. In gut 40 Minuten konnten die Bordakkus an einer Schnellladestation ihre Energiespeicher wieder füllen. An einer 10kW-Stromquelle sollte der Ladevorgang des e6 gut sechs Stunden in Anspruch nehmen.