Kurztest: BMW 328i xDrive – Freude trotz Allrad

Design: Schick. Sogar die Limousine des BMW Dreiers ist ansehnlich, nicht zuletzt weil das Heck vom gelungenenen 5er geborgt ist. Vorne, zwischen Doppelniere und Scheinwerfer hat er Designelemente des kommenden i8. Die Front ist dynamisch gezeichnet, mit tiefer Schnauze und langer Motorhaube. Zwischen Front und Heck ist er eine Limousine, er hat vier Türen und einen Kofferraum.
Innenraum: Gelungen. Man fühlt sich wie in einem Upgrade und fragt sich, wer denn wohl allen Ernstes jetzt noch einen 5er will. OK, das gilt nur vorne und vor allem für den Fahrer, der sich sofort mit seinem Gefährt verbunden fühlt. Auch der Beifahrer sitzt gediegen und erfreut sich am großen (optionalen) 16:9-Display, das er am liebsten als Tablet in die Hand nehmen möchte.
Die Fondpassagiere kommen auch klar, nachdem sie sich kurz gewundert hatten, warum das Gefühl beim Öffnen der Tür sie an einen Kleinwagen erinnert. Sie sitzen jedoch besser als jemals in einem 3er BMW und bemerken tatsächlich das Vorhandensein von Beinfreiheit. Der Konkurrent Audi A4 bietet etwas mehr Platz für die Hintensitzer, die Mercedes C-Klasse spürbar weniger.
Gepäck: Ausreichend Platz. Der Kofferraum ist, wie zu erwarten, hinten und von außen über eine Kofferraumklappe zu erreichen. Von innen auch, über die geteilt umlegbaren Rückenlehnen. Sehr gut gelöst ist das (optional) separat umlegbare Mittelteil, das auch als Armlehne funktioniert und den aerodynamisch günstigen Transport von Ski oder Snowboard ermöglicht. der Kofferraum hat ein Volumen von 480 Litern.
Motor: Wie ein Diesel. Der Zwei-Liter-Doppelturbo-Vierzylinder-Benziner dreht wie ein Diesel (350 Newtonmeter ab 1.250 Touren) und klingt wie ein Diesel, zumindest nach dem Kaltstart. Nach Erreichen der Betriebstemperatur ändert sich die Klangkulisse zum Glück deutlich, der 28i brummt sonor, ohne auf die Nerven zu gehen. Die basslastig-angenehme Akustik passt sehr gut zum souverän-sportlichen Durchzugsvermögen. Nach dem voluminösen Antritt gibt das Drehmoment ab 4.000 Touren das Zepter an die Motorleistung ab, die Spitzenleistung von 245 PS liegt im oberen Drehzahlbereich bis immerhin 6.500 Touren an. Die Drehfreude war eine der Tugenden des ursprünglichen Reihensechsers im 328i, der neueste 328i hat diese Tradition zum Glück übernommen. Laut EU-Zyklus liegt der Verbrauch bei 6,7 Litern, im Alltag kann man den BMW 328i mit acht Litern fahren. Bei forcierter Fahrt - und die bereitet die sprichwörtlich Freude - ist der tatsächliche Verbrauch dagegen immer Verhandlungssache zwischen Bauch und Kopf.
Fahrwerk: Handlich. Dank (optional) elektronisch geregelter Dämpfer ist es sportlich verbindlich oder entspannt komfortabel. Die für eine Limousine dankenswerterweise nicht zu kopflastige Gewichtsverteilung und die feinfühlige Lenkung ermöglichen eine fast schon sportliche Kurvenpräzision. Dem komfortorientierten 3er-Aspiranten sei jedoch zum Standardfahrwerk und Felgen mit kleinerem Durchmesser (17 Zoll sind Serie) geraten - auch wenn die Optik dann leidet.
Antrieb: Der beste Allrad. Von einem BMW erwartet man heckbetonte Handlichkeit, nicht jedoch von einem Allradauto. Im 328i xDrive bekommt man sie trotzdem: Das elektronisch geregelte System leitet die Motorkraft bei Bedarf zu 100% nach vorne oder hinten, per Bremseingriff kann zusätzlich mehr Antriebsmoment an das traktionsstärkere Außenrad geleitet werden.
Weil der X-Drive meist mehr Moment an die Hinterachse leitet und dies vor allem in der sportlichen Einstellung des Antriebsstrangs tut, entfällt die bei einem Allradantrieb üblicherweise zu erwartende Untersteuerungstendenz. Gegenüber einem Allradkonzept mit Torsendifferenzial (wie beim Audi A4) hat das den Vorteil, dass der Fahrer sich auf das Eigenlenkverhalten des Autos verlassen kann. Das macht im Falle des 328i X-Drive nicht nur mehr Spaß sondern verleiht auch mehr Sicherheit. Der BMW 328i xDrive bricht mit der Tradition des samtenen Reihensechsers, den gibt es nur noch im Topmodell 335i. Um dem Zwei-Liter-Vierzylinder dennoch die für die „328“ notwendige Sportlichkeit zu verleihen, muss er via Turbolader gedopt werden. Das resultiert einerseits in fülligem Drehmoment und einer Antrittscharakteristik die einem Diesel ähnelt, ermöglicht andererseits aber auch niedrige Verbräuche bei unsportlicher Fahrt. Für einen Turbo ist der Motor jedoch erfreulich aufgeweckt, das Turboloch auf ein Minimum reduziert. Es wird überdies sehr gut von der hervorragenden (optionalen) ZF-Achtgang-Automatik kaschiert, die von der direkt-zupackenden Art ist und mit sehr kurzen Schaltzeiten zu gefallen weiß.
Derjenige, der in der 250-PS-Klasse die Freude am Fahren sucht, wird sie beim 328i finden. Audi und Mercedes bieten für ihn - vor allem in Verbindung mit Allradantrieb - keine überzeugenden Alternativen, in der Agilität bleibt der 3er unerreicht.
Wer in der gehobenen Mittelklasse nicht mit einer Limousine warm werden kann, dem bietet BMW das breiteste Angebot an Alternativen: Ausser dem 41.000 Euro teuren Basisviertürer gibt es den 328i xDrive auch als Touring (44.400) und GT (45.950) sowie als Coupé und Cabrio (die heissen dann 428i und kosten 45.750 und 52.850 Euro). Ab Sommer steht noch der 428i xDrive GranCoupé als Alternative bereit, zum Preis des zweitürigen Coupés.
Aktuelle Angebote

BMW 316316d
€ 4 390- 08/2010
- 197 600 km
- Diesel
- 4,5 l/100 km (komb.)

BMW 320e PHEV Touring Aut. M-Paket
€ 34 990- 02/2023
- 34 600 km
- Elektro/Benzin
- - (l/100 km)

BMW 420d Coupe M Sport Aut. !!! VIGNETTE,VOLLTANK UND...
€ 15 990- 12/2013
- 231 000 km
- Diesel
- 4,0 l/100 km (komb.)

BMW X3xDrive30e
€ 44 990- 01/2023
- 47 000 km
- Elektro/Benzin
- - (l/100 km)

BMW 116i Limousine Advantage Aut LED NAVI SITZHZG PDC
€ 19 490- 02/2023
- 52 449 km
- Benzin
- - (l/100 km)

BMW i4Gran Coupe eDrive35 67kWh Aut LED NAVI LEDER
€ 35 990- 02/2024
- 26 599 km
- Elektro
- - (kWh/100 km)

BMW 318i
€ 24 890- 03/2021
- 90 000 km
- Benzin
- - (l/100 km)
Neu
BMW 218d xDrive Gran Tourer *Modell M-Sport*
€ 17 990- 05/2017
- 140 636 km
- Diesel
- - (l/100 km)

BMW X1sDrive18i (U11) M Sportpaket
€ 42 9001- 06/2025
- 9 000 km
- Benzin
- - (l/100 km)

BMW X6xDrive 40d M-Sport
€ 37 590- 09/2018
- 125 390 km
- Diesel
- 6,3 l/100 km (komb.)

BMW 316316d Sport Line
€ 19 490- 09/2017
- 97 882 km
- Diesel
- 4,1 l/100 km (komb.)

BMW X1sDrive18d Österreich-Paket Aut.
€ 10 990- 11/2012
- 168 000 km
- Diesel
- - (l/100 km)

BMW 218d Gran Tourer Advantage Aut LED HEAD-UP NAVI
€ 19 990- 12/2021
- 102 277 km
- Diesel
- - (l/100 km)

BMW 320i
€ 12 990- 05/2008
- 127 000 km
- Benzin
- - (l/100 km)

BMW X1xDrive25e Advantage // Head-Up // Rückfahrkamera /
€ 28 8501- 01/2022
- 36 099 km
- Elektro/Benzin
- - (kWh/100 km)

BMW 230e Active Tourer xDrive M-Sport Aut LED RADAR
€ 25 490- 11/2022
- 92 192 km
- Elektro/Benzin
- - (l/100 km)

BMW 530530 e xDrive M Sport Panorama Harman Kardon HUD
€ 37 990- 01/2023
- 90 000 km
- Elektro/Benzin
- 2,4 l/100 km (komb.)

BMW 340M340i xDrive *Variable Sportlenkung *M Sportfahrwerk *M Sportbremse
€ 46 990- 11/2021
- 86 660 km
- Benzin
- - (l/100 km)

BMW 530530d Luxury Line|Laser|GSD|HUD|ACC|Sitzklima|RFK
€ 38 5501- 04/2023
- 99 981 km
- Diesel
- 4,7 l/100 km (komb.)

BMW X3 MCompetition // Anhängerkupplung // Head-Up // Driv
€ 52 4501- 09/2020
- 122 998 km
- Benzin
- - (l/100 km)
Alle Artikel
Alle ansehen
BMW M3 CS Touring im Test: Der beste M3 aller Zeiten?
550 PS, 650 Nm und 300 km/h in der Spitze: Der BMW M3 CS Touring verwischt die Grenzen zwischen Familienkombi und Supersportler. Doch ist das limitierte Sondermodell wirklich der beste M3 aller Zeiten, oder opfert er für noch mehr Schärfe zu viel Alltagstauglichkeit?

BMW 540d xDrive Touring im Test: Ist das der perfekte 5er?
Der Diesel ist tot? Nicht im BMW 540d xDrive Touring. Mit 303 System-PS, viel Drehmoment und erstaunlich niedrigen Verbräuchen zeigt der Sechszylinder, warum er auf der Langstrecke selbst dem M5 überlegen ist - wenn BMW nicht ausgerechnet an den Details gespart hätte. Test!

Test BMW X5 M60i xDrive: Noch einmal V8!
Die Neue Klasse markiert bei BMW einen Umbruch. Auch der nächste X5 wird sich spürbar verändern. Der aktuelle X5 M60i xDrive zeigt im Test dafür noch einmal, wie viel Fahrfreude, Souveränität und Charakter ein großer V8 ohne Batterierucksack heute bieten kann.