Elektroauto-Zulassungen 2025: Alles, was du wissen musst

Inhalt
- Entwicklung der E-Mobilität 2025
- Was ist der aktuelle Stand bei Elektroauto-Zulassungen?
- Wie viel Prozent der Neuzulassungen sind E-Autos?
- Wie viele Elektroautos sind in Deutschland zugelassen?
- Welches Land hat am meisten zugelassene Elektroautos?
- Die führenden Hersteller bei den Zulassungszahlen Elektroautos
- Die Prognose für die kommenden Jahre
- Fazit
Entwicklung der E-Mobilität 2025
Im Jahr 2025 ist Elektromobilität für viele Autofahrer in Österreich längst Teil des Alltags. Neue Fahrzeugmodelle, technische Fortschritte bei Reichweite und Ladegeschwindigkeit sowie staatliche Förderprogramme der vergangenen Jahre konnten insbesondere gewerbliche Kunden für die Vorteile elektrischer Antriebe gewinnen.
Mit dem Auslaufen der österreichischen Bundesförderung 2025 hat sich das Wachstum jedoch deutlich abgeschwächt. Zum Stichtag 1. Jänner 2025 lag der Anteil reiner Batterie-Pkw am Gesamtbestand weiterhin bei lediglich 4,38 Prozent (Quelle: AustriaTech). Der wichtigste Antrieb im österreichischen Pkw-Bestand bleibt damit nach wie vor der Benzinmotor – sei es konventionell oder in Form von Mildhybrid-Systemen.
Vor diesem Hintergrund wirkt das politische Ziel, , ab 2030 nur noch emissionsfreie Pkw neu zuzulassen, zunehmend ambitioniert. Angesichts der aktuellen Marktentwicklung ist fraglich, ob sich dieses Vorhaben im vorgesehenen Zeitrahmen realisieren lässt.
Was ist der aktuelle Stand bei Elektroauto-Zulassungen?
Der Pkw-Markt in Österreich zeigt sich im Jahr 2025 insgesamt verhalten. Im Juni wurden 27.868 Pkw neu zugelassen - das entspricht einem Rückgang von 9,2 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Für die schwächere Nachfrage verantwortlich ist unteranderem das angespannte wirtschaftliche Umfeld sowie eine wachsende Verunsicherung bei den österreichischen Verbrauchern.
Besonders auffällig ist der Rückgang bei reinen Benzinfahrzeugen, deren Neuzulassungen im Juni 2025 um 32,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr zurückgingen. Die Zahl der Hybridfahrzeuge blieb hingegen nahezu unverändert; bei benzinbasierten Hybriden wurden 9.203 Zulassungen verzeichnet, ein Plus von 22,7 Prozent (Quelle: statista.at). Dabei zählen die österreichischen Zulassungsstatistiken auch Mild‑Hybride zur Kategorie „Hybrid“ - also Fahrzeuge mit einem Benzinmotor als Hauptantrieb, die durch einen elektrischen Antrieb unterstützt werden. Der Rückgang bei den klassischen Benzinern hängt auch damit zusammen, dass immer weniger Modelle ohne elektrische Komponenten angeboten werden.
Auffällig ist die positive Entwicklung bei den vollelektrischen Fahrzeugen (BEV). Mit 6.239 Neuzulassungen im Juni 2025 lagen sie über dem Vorjahreswert. Reine Elektrofahrzeuge und Plug-in-Hybride sind somit die einzigen beiden Antriebsarten, die sich im Vergleich zum Vorjahr verbessern konnten.
Begünstigt wird diese Entwicklung unter anderem durch gezielte Rabattaktionen der Hersteller. Neben Volkswagen bieten auch mehrere chinesische Marken Elektrofahrzeuge zu attraktiven Leasing- oder Kaufkonditionen an. Zudem kommen zunehmend erschwingliche Stromer unterhalb der 25.000-Euro-Marke auf den Markt, die vor allem für urbane Zielgruppen, Lieferdienste und mobile Pflegekräfte interessant sind. Trotz dieser Impulse ist nicht davon auszugehen, dass der Markt im laufenden Jahr neue Höchstwerte erreicht.
Wie viel Prozent der Neuzulassungen sind E-Autos?
Kurz und knapp: Im Juni 2025 wurden 6.239 BEVs neu zugelassen. Das entspricht einem Marktanteil von 22,4 Prozent. Im Vergleich zu Juni 2024 verbesserten sich die E-Auto-Neuzulassungen damit um 32,9 Prozent. Bezieht man Plug-in-Hybride ebenfalls in die Betrachtung mit ein, liegt der Anteil der stark elektrifizierten Fahrzeuge im Juni bei etwa 60,5 Prozent (Quelle: statista.at).
Interessant ist die Entwicklung in einzelnen Marktsegmenten. Bei den Kompaktwagen sowie im Premium-Segment nimmt der E-Auto-Anteil bei den Neuzulassungen etwas deutlicher zu. Die deutschen Hersteller haben hier mittlerweile wieder Boden gutmachen können und bieten Modelle an, die in puncto Reichweite, Leistung und Ausstattung durchaus den Zeitgeist zu treffen scheinen.
Wie viele Elektroautos sind in Österreich zugelassen?
Der Gesamtbestand an Elektrofahrzeugen in Österreich hat mit Stichtag 31. Dezember 2024 die Marke von 200.603 Fahrzeugen überschritten. Diese Zahl umfasst ausschließlich reine Batteriefahrzeuge (BEV). Addiert man die Plug-in-Hybride und andere alternativ angetriebene Pkw hinzu, ergibt sich zum selben Stichtag ein Bestand von insgesamt 535.294 Fahrzeugen mit alternativen Antrieben, was einem Anteil von 10,2 Prozent am österreichischen Pkw-Bestand entspricht.
Die Wachstumsdynamik ist allerdings gedämpft: In den ersten sechs Monaten des Jahres 2025 wuchs der Bestand von 200.603 auf 230.992 E-Fahrzeuge. Das entspricht einem durchschnittlichen Zuwachs von etwa 5.100 BEVs pro Monat.
Betrachtet man sich die Verteilung des Bestands, so zeigen sich interessante Muster. In Österreich liegen bei den absoluten Zahlen aktuell Niederösterreich (43.869), Oberösterreich (43.362) und Wien (39.241) an der Spitze der Bundesländer, wenn man den BEV-Bestand mit Stichtag April 2025 betrachtet. Bezogen auf die Einwohnerzahl zeigt sich jedoch ein anderes Bild: In einzelnen Bezirken, etwa in Wien-Mariahilf oder Teilen der Stadt Salzburg, liegt der Anteil der Elektroautos an den Neuzulassungen bereits deutlich über 50 Prozent - hier ist Elektromobilität im Alltag besonders sichtbar.
Welches Land hat am meisten zugelassene Elektroautos?
Weltweit sind etwa 56 Millionen stark elektrifizierte Fahrzeuge (Elektro, Plug-in, Range Extender, Wasserstoff) unterwegs. Mehr als die Hälfte davon, rund 31,4 Millionen, sind in China unterwegs. Mit deutlichem Abstand folgen die USA mit 6,4 Millionen Einheiten und Deutschland mit aktuell 2,6 Millionen E-Fahrzeugen.
Damit bleibt Deutschland im europäischen Vergleich an der Spitze. Großbritannien und Frankreich folgen erst mit je rund 2,1 Millionen Fahrzeugen. Das kleine Norwegen hat prozentual gesehen allerdings die meisten E-Autos - mit gut einer Million. Hier gilt seit dem Frühjahr auch ein Quasi-Verbrennerverbot. Zwar kann man weiterhin einen normalen Benziner oder Diesel kaufen und auch zulassen, die Strafsteuern sind aber unverhältnismäßig.
Im globalen E-Auto-Ranking werden auch Schwellenländer wie Indien oder Mexiko immer wichtiger. Beide Märkte konnten in den letzten Jahren starke Zuwächse verzeichnen.
Die führenden Hersteller bei den Zulassungszahlen Elektroautos
Der Volkswagen-Konzern hat sich nach einer schwachen Startphase als nachhaltiger Marktführer etabliert - auch begünstigt durch breit angelegte Rabattaktionen und attraktive Leasingkonditionen. Modelle wie der VW ID.3, der neue Skoda Elroq, der VW ID.7 sowie der Audi Q6 erfreuen sich derzeit einer stabilen Nachfrage.
Nicht mehr in den Top 10 vertreten ist hingegen der Audi Q4 e-tron, der zuletzt an Relevanz eingebüßt hat. Für Aufmerksamkeit sorgt dagegen der Kleinwagen Hyundai Inster, der im Juni 2025 Platz neun der Neuzulassungsstatistik erreichte. Tesla, lange Zeit führend im Bereich der Elektromobilität, verteidigte mit Mühe den zehnten Rang. Das überarbeitete Model Y dürfte dabei geholfen haben, stärkere Rückgänge zu vermeiden.
Chinesische Hersteller gewinnen auf dem österreichischen Markt zunehmend an Bedeutung. Während chinesische E-Autos auf dem deutschen Markt noch eine sehr untergeordnete Rolle spielt, zeichnet sich in Österreich ein anderes Bild. Neben MG Motors kann sich besonders die Marke BYD behaupten. Mit einem Pkw-Gesamtmarktanteil von 2,5 Prozent überholt BYD sogar Tesla und machte Österreich zu seinem erfolgreichsten Markt in Europa.
Deutlich besser aufgestellt zeigt sich der Hyundai-Konzern. Neben dem erfolgreich gestarteten Inster zählen auch der Ioniq 5, der Ioniq 6 sowie die Kia-Modelle EV3 und EV6 zu den gefragteren Elektrofahrzeugen auf dem deutschen Markt.
Die Prognose für die kommenden Jahre
Wie sich die Elektromobilität in den nächsten Jahren entwickeln wird, lässt sich derzeit nur schwer vorhersagen. Ein klares Bild fehlt - zu viele Faktoren wie wirtschaftliche Unsicherheiten oder globale Konflikte beeinflussen die Kaufbereitschaft. Viele deutsche Verbraucher setzen aktuell lieber auf Bewährtes, insbesondere auf gebrauchte Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor.
Dennoch deutet vieles darauf hin, dass die Zukunft des Individualverkehrs überwiegend elektrisch sein wird. Besonders im städtischen Raum spricht schon heute wenig gegen den Umstieg auf ein Elektroauto. Sowohl bei der Technik als auch bei den Preisen hat sich in den vergangenen Monaten viel bewegt – und auch für die kommenden Jahre sind weitere Fortschritte absehbar. Dabei geht es nicht nur um die oft zitierte Feststoffbatterie, die Reichweiten von über 1.000 Kilometern ermöglichen soll. Viel konkreter ist der Trend zur Verkürzung der Ladezeiten und zum Ausbau der Ladeinfrastruktur.
Neben rein batterieelektrischen Fahrzeugen erleben auch Plug-in-Hybride und Modelle mit Range Extender eine kleine Renaissance. Die sogenannten Teilzeitstromer bieten inzwischen deutlich höhere elektrische Reichweiten und lassen sich oftmals per DC-Gleichstrom schnell wieder aufladen. Große Batterien ermöglichen im Alltag ein Pendeln von bis zu 120 Kilometern rein elektrisch – während für längere Strecken weiterhin der immer effizenter werdende Verbrennungsmotor zur Verfügung steht.
Im Jahr 2025 dürfte vor allem der neue Mercedes CLA im Fokus stehen, der sich Stand Juli bereits in der Produktion befindet. Für den Herbst hat BMW die Premiere der "Neuen Klasse" angekündigt – einer komplett neuen Fahrzeuggeneration mit Fokus auf Elektromobilität. Den Anfang macht der Nachfolger des BMW iX3, gefolgt von einer Limousine im 3er-Format ab dem Jahr 2026. Auch Volkswagen plant für 2026 den Einstieg in das Segment der Elektroautos rund um 20.000 Euro.
Es bleibt also spannend.
Fazit
Die Elektromobilität ist in Österreich angekommen, doch der große Durchbruch lässt weiter auf sich warten. Nach dem Ende der Förderungen ist das Wachstum spürbar abgeflacht - der BEV-Anteil am Gesamtbestand liegt Anfang 2025 bei lediglich 3,3 Prozent.
Bei den Neuzulassungen zeigt sich indes, gegen den Trend, eine leichte Aufwärtsbewegung. Im Juni 2025 lag der Anteil reiner E-Autos bei 18,4 Prozent, Plug-in-Hybride eingerechnet sogar bei 28,4 Prozent. Hersteller wie Volkswagen und Hyundai gewinnen mit attraktiven Angeboten Marktanteile zurück, während Tesla an Boden verliert. Chinesische Marken spielen zunehmend eine sichtbare Rolle.
Trotz aller Unsicherheiten gilt: Die Zukunft ist überwiegend elektrisch – vor allem im urbanen Raum. Fortschritte bei Ladezeiten, Infrastruktur und günstige Modelle unter 25.000 Euro könnten die Entwicklung weiter beschleunigen.
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