Bremsbeläge prüfen – so funktioniert's

Das Prüfen der Bremsbeläge ist eine der wichtigsten Sicherheitsmaßnahmen an jedem Fahrzeug. Moderne Fahrzeuge sind mit einer elektronischen Verschleißanzeige ausgestattet; bei Fahrzeugen ohne technische Hilfe müssen Sie sich dagegen auf Ihre Ohren verlassen.

Abgenutzte Bremsbeläge prüfen

Bei schleifenden Bremsklötzen wandern die Bremskolben näher zur Bremsscheibe. Das Gefährliche daran: Der Pedalweg bleibt derselbe. Doch der einwandfreie Zustand der Scheibenbremsen ist ebenso wichtig – also werfen Sie einen Blick hinter die Reifen Ihres Fahrzeugs. Bei den Vorderreifen geht das ganz gut, wenn Sie die Räder einschlagen:

  • Schauen Sie sich die circa Pizzagroße silberne Scheibe gut an. Sehen Sie Rostspuren auf den Scheiben, handelt es sich um harmlosen Flugrost, den Sie wegbremsen.
  • Erkennen Sie umlaufende Riefen, ähnlich denen einer Schallplatte, ist dies ein eindeutiges Indiz für abgefahrene Beläge.
  • Zur Sicherheit öffnen Sie die Motorhaube und prüfen den Stand der Bremsflüssigkeit. Dieser muss zwischen maximal und Minimum liegen. Ist dieser unter Minimum gesunken, sind die Bremsklötze zu wechseln.

Das Tückische: Ein Fahrzeug kann noch mit verschlissenen Bremsklötzen einigermaßen ausreichend bremsen. Doch dabei bremst allerdings Metall auf Metall, daher kommen die Rillen auf die Scheiben. Selbst wenn Sie die Bremsbeläge auswechseln, verschleißen diese extrem schnell. Denn defekte Bremsscheiben "fressen" neue Bremsklötze schnell auf. Auf Dauer preiswerter und sicherer ist der Wechsel von den Klötzen samt Bremsscheiben.

Kosten und Aufwand im Überblick

In einer Werkstatt ist der Austausch von Bremsbelägen und Bremsscheiben innerhalb von 20 bis 30 Minuten erledigt. Allerdings fallen hier für die Vorderachse Kosten von 300 bis 500 Euro mit Arbeitsaufwand an. Für den Selbsteinbau kosten Klötze zwischen 30 und 70 und für die Scheiben rund 100 Euro. Haben Sie handwerkliche Begabung und technisches Verständnis, ist der Austausch ein Kinderspiel. Aber nehmen Sie den Austausch pro Achse paarweise vor, ansonsten ziehen die Bremsen einseitig.

  • Bocken Sie das Auto möglichst weit nach oben und sichern Sie es vor dem Wegrollen. Idealerweise suchen Sie eine Selbsthilfewerkstatt auf.
  • Danach demontieren Sie die Reifen, sodass Sie die Bremsanlage gut erreichen. Haben Sie die verschiedenen Bauteile wie Bremssattel gelöst, verbauen Sie die neuen Bremsbacken und Scheiben.
  • Anschließend setzen Sie die Bremse in umgekehrter Reihenfolge wieder zusammen. Denken Sie daran, nach dem Auswechseln vor der ersten Fahrt das Bremspedal mehrmals zu betätigen.

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