Hyundai Staria Cargo Elektro: Lademeister im Raumschiff-Look

Hyundai kehrt mit einem Ausrufezeichen in den deutschen Nutzfahrzeugmarkt zurück: Der futuristische Staria Cargo Elektro lässt sich ab sofort bestellen. Das Highlight in dieser Klasse ist zweifellos die verbaute 800-Volt-Technologie, die sehr kurze Ladestopps verspricht.

Auf einen Blick

  • Innovation bei den E-Transportern: Erster robuster Liefervan seiner Klasse mit 800-Volt-Architektur für kurze Standzeiten.
  • Weit über 200 kW Ladeleistung: An DC-Schnellladern lädt der 84-kWh-Akku in nur 15 Minuten Energie für 280 km nach.
  • Üppige Leistung: Mit 160 kW (218 PS) dürfte der Blech-Staria für viel Fahrfreude bei seinen Piloten sorgen, 450 km Reichweite (WLTP), 1.102 kg Nutzlast und 2.000 kg Anhängelast gibt es obendrauf.
  • Mobile Energiequelle: Optionale V2L-Funktion (230-Volt-Steckdose) betreibt Werkzeug direkt aus dem Akku.

Zündet die E-Mobilität endlich bei den Nutzfahrzeug-Flotten?

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Bislang tut sich der deutsche Nutzfahrzeugmarkt mit rein elektrischen leichten Nutzfahrzeugen (LCVs) spürbar schwer. Während Privatkäufer bei Pkw oft auf Reichweite achten, rechnen Flottenbetreiber und Handwerker starr nach Total Cost of Ownership, Nutzlast und Ausfallzeiten. Die Bedenken waren bisher greifbar: Mangelnde Anhängelasten, überschaubare Alltagsreichweiten im Winter und schmerzhaft lange Ladezeiten, die wertvolle Arbeitszeit blockieren.

Genau diese Punkte adressiert Hyundai jetzt konsequent. Indem die Koreaner ihre im Ioniq 5 und 6 bewährte Pkw-Plattform auf den Transporter übertragen, entkräften sie das Argument der lahmen Ladezeiten und zeigen einen vernünftigen Weg in die Elektrifizierung der Kastenwagen.

800 Volt & V2L: Der Arbeitstag wird effizienter

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Herzstück des N1-homologierten Transporters ist der 84-kWh-Akku, der kombinierte WLTP-Reichweiten von bis zu 450 Kilometern ermöglicht. Dank der 800-Volt-Technik lässt sich der Akku unterwegs in gerade einmal 20 Minuten von 10 auf 80 Prozent bringen. Für den Vortrieb sorgt ein 160 kW (218 PS) starker E-Motor mit 350 Nm Drehmoment. Die Höchstgeschwindigkeit: beeindruckende 184 km/h. Da freut sich der eilige Paketzusteller sicher und dürfte seinem Diesel kaum eine Träne nachweinen.

Im Alltag überzeugt der Dreisitzer mit handfesten Talenten: Der Laderaum fasst mühelos drei Europaletten, beidseitige Schiebetüren erleichtern das Beladen und die maximale Anhängelast liegt bei beachtlichen 2,0 Tonnen. Über das optionale V2L-Paket (Vehicle-to-Load) verwandelt sich der Laderaum dank 230-Volt-Steckdose zudem in ein mobiles Kraftwerk für Elektrowerkzeug und Akku-Packs.

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Die wichtigsten Daten im Überblick


Parameter Hyundai Staria Cargo Elektro (2026)
Leistung / Drehmoment 160 kW (218 PS) / 350 Nm
Akkukapazität (netto) 84 kWh (800-Volt-Architektur)
Reichweite (WLTP) bis zu 450 km (Verbrauch: 20,7 kWh/100 km)
DC-Ladedauer (10–80 %) 20 Minuten (15 min für +280 km)
Nutzlast / Anhängelast 1.102 kg / 2.000 kg
Ladekapazität Platz für 3 Europaletten / V2L-Funktion

AutoScout24-Fazit

Mit dem Staria Cargo Elektro bringt Hyundai frischen Wind in ein bislang eher zögerlich wachsendes Marktsegment. Die Kombination aus gutem Pkw-Komfort, echter Praxistauglichkeit und der schnellen 800-Volt-Ladetechnik macht das Modell zu einer brandgefährlichen Alternative für etablierte Konkurrenten wie den Ford E-Transit Custom oder den VW ID. Buzz Cargo. Wenn der Preis in den Fuhrpark-Kalkulationen aufgeht, könnte dieser "Space-Shuttle" zum echten Beschleuniger in der Elektrifizierung des Segments werden. (Text: mz | Bilder: Hyundai) (1)

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Martin Zellner

Seit vielen Jahren dreht sich bei Martin Zellner beruflich fast alles um Autos - und zunehmend um solche mit Stecker. Der gebürtige Südtiroler (Jahrgang 1978) lebt heute in Bayern und hat einen technischen Hintergrund mit Schwerpunkt Elektrotechnik. Besonders interessieren ihn Batterietechnik, Ladegeschwindigkeit und die Frage, wie gut sich Elektroautos im Alltag wirklich schlagen. Im Alltag fährt er hauptsächlich seinen BMW i3s - für die Verbindung zur italienischen Heimat sorgt ein Alfa Romeo 166 mit klassischem Busso-V6.

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