BMW i Vision Dee - Ausblick auf die Neue Klasse

Wie sich BMW das Fahrerlebnis seiner künftigen Kunden vorstellt, zeigen die Münchner nun auf der Elektronikmesse CES in Las Vegas (5. bis 8. Januar) mit der Studie i Vision Dee. Sie gibt einen Ausblick auf die "Neue Klasse" ab 2025.

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Noch deutlich von der Serienreife entfernt zeigt BMW in Las Vegas, wie man sich in Zukunft die Hülle einer Mittelklasselimousine vorstellt. Obschon der kurze vordere Überhang kaum zur Markentradition passt, ist sowohl vorne als auch hinten mit großen Platzreserven für die Passagiere zu rechnen. Die markentypischen Nieren sind allenfalls angedeutet und beherbergen wie schon bei vielen heutigen E-Modellen die Sensorik des Fahrzeugs. Viel wichtiger als die Form der Limousine ist allerdings die Lackierung.

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Bereits mit dem iX zeigte man Anfang 2022, dass ein dynamischer Farbwechsel des Außenlacks möglich ist. Mit der sogenannten E-Ink-Technologie wollen die Münchner jetzt aber einen entscheidenden Schritt weitergehen. Bis zu 32 Farbtöne sollen möglich sein, durch ihre Kombination ergeben sich nahezu unendliche Gestaltungsmöglichkeiten. Ob es der Wechsellack per Knopfdruck allerdings in die Serienreife schafft, liegt maßgeblich auch an den Zulassungsbehörden.

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Gigantisches Head-up Display, keine Türgriffe

Im Innenraum derweil werden die Ausblicke auf künftige BMW-Modelle konkreter. Die Münchner geben an, dass das riesige Head-up Display, welches sich über die gesamte Frontscheibenbreite erstreckt, schon 2025 in Serie gehen soll. Ob es wirklich alle bisherigen Bildschirme im Fahrzeug ersetzt, bleibt allerdings fraglich. Bereits heute setzt BMW vermehrt auf "Shy-Tech", lässt Bedienelemente mit dem Fahrzeuginnenraum auf natürliche Weise verschmelzen. Im i Vision Dee Konzept hat man diese Technik auf die Spitze getrieben. Schalter, Knöpfe und Regler, ja selbst Türgriffe gibt es nicht mehr.

Die Abkürzung "Dee" steht übrigens für Digital Emotional Experience. Sie beinhaltet nicht nur einen fortschrittlichen Sprachassistenten, der anscheinend menschlicher als bisher agieren soll. Auch soll sich ein BMW zukünftig noch mehr auf die Bedürfnisse seiner Nutzer einstellen lassen.

Das nun in Las Vegas gezeigte Konzeptfahrzeug ist eine von drei Studien, mit denen BMW für seine ab 2025 erwartete „Neue Klasse“ von Elektroautos wirbt. Neben dem nun behandelten Thema „Digitalisierung“ sollen Nachhaltigkeit und E-Antrieb bei den Visions-Autos eine Rolle spielen.

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Erstes Fazit

BMW zeigt mit dem i Vision Dee Konzept, wie sich die Damen und Herren im Petuelring ihre eigene Zukunft vorstellen. Autos sollen noch digitaler werden, zum persönlichen Begleiter in der echten, aber auch in der virtuellen Welt heranwachsen. Das gefällt nicht jedem. Trotz Arnold Schwarzenegger und David Hasselhoff als Dee-Markenbotschafter ist das mediale Echo, vor allem aus dem Lager der alteingesessenen BMW-Fans, eher verhalten. Dass BMW die Neue Klasse ab 2025 derart abgekoppelt von allen Fahrfreuden auf die Straße bringt ist nicht zu hoffen. Bisher nämlich gelang es den Münchnern ganz gut, trotz designtechnischer Kapriolen, sich auch im E-Auto-Zeitalter als Bewahrer der Freude am Fahren zu präsentieren. (Text: Thomas Vogelhuber, hh/sp-x | Bilder: Hersteller)

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Thomas Vogelhuber

Thomas Vogelhuber ist seit März 2019 Chefredakteur des AutoScout24 Magazins und verantwortet die inhaltliche sowie strategische Ausrichtung der Redaktion einschließlich der Weiterentwicklung aller Content-Formate, insbesondere im Bereich Video. Er verfügt über langjährige Erfahrung im Automobiljournalismus und beschäftigt sich mit aktuellen Mobilitätstrends, neuen Antriebstechnologien sowie der Entwicklung des Automobilmarktes. Privat gilt seine besondere Leidenschaft klassischen Fahrzeugen - sein Traumwagen bleibt der Audi RS 6 Avant C5 in Goodwood Grün.

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