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Smart Diesel

Der Smart mit Dieselmotor wird 1998 das Sparmodell im Programm der Marke

Als kooperatives Entwicklungsprojekt zwischen dem Großkonzern Daimler und dem Schweizer Uhrenhersteller Hayek Mitte der 1990er Jahre entstanden, sollte die Automarke Smart eigentlich bereits zu dieser Zeit den Einstieg der Mercedes-Benz-Mutter in den Markt für Elektrofahrzeuge markieren. So jedenfalls hatte sich der Schweizer das Konzept eines zukunftsweisenden City Cars vorgestellt, das nicht nur Fahrspaß und Parkplatzvorteile bringen, sondern auch in punkto Umweltverhalten Maßstäbe setzen sollte. Erst viele Jahre nachdem die Stuttgarter das ehrgeizige Smart-Projekt alleine zur Serienreife geführt hatten, kehrten sie zur ursprünglichen Idee eines Elektro-Smarts zurück, der in kleiner Stückzahl im Jahr 2012 auch in Serie produziert wurde. Für die Großserienproduktion jedoch schienen die Elektroantriebe zunächst keine wirklich signifikanten Vorteile zu bringen. Der Hintergrund: Mit einer neu entwickelten Generation kleiner Dieselaggregate stand den Schwaben zum Marktstart des sportlich als Coupé vermarkteten Zweisitzers mit dem sprechenden Namen Fortwo im Jahr 1998 ein alternativer Antrieb herkömmlicher Art zur Verfügung. Ein Smart mit Dieselmotor übernahm die Rolle des Sparmodells im Programm und wurde später auch in der viersitzigen Version Forfour ins Programm aufgenommen.

Für die Dieselversionen des Smarts werden Mercedes-Motoren umgebaut

Fast zeitgleich mit der Diskussion um den Elektro-Smart erprobten die ersten Hersteller in den 1990er Jahren Konzepte für ein Dreiliterauto. Und das schien auch den Daimler-Ingenieuren unter Kostengesichtspunkten die realistischere Möglichkeit zu sein. Zumal ihnen mit den Common-Rail-Dieseln aus der Mercedes-Benz A-Klasse bereits eine Technologie zur Verfügung stand, die sich relativ leicht an den Einsatz im Smart anpassen ließ. Dazu musste der Diesel nur etwas kompakter werden. Die Konstrukteure entwickelten aus den Vierzylinder-Selbstzündern von Mercedes Dreizylinderdiesel, die Platz in dem Kleinstwagen des Newcomers Smart fanden. Denn die Sandwich-Bauweise mit der speziellen Sicherheitsfahrgastzelle machte es erforderlich, den Motor im rückwärtigen Bereich hinter den beiden Sitzen einzubauen. Nur so ließ sich die ultrakompakte Bauweise des Smart Fortwo realisieren, der mit seiner Länge von 2,50 Metern vielerorts sogar quer eingeparkt werden konnte.

Mit dem Dreizylinder-Diesel wird der Smart fast zum Dreiliterauto

Das Downsizing des kleinen Mercedes-Selbstzünders zu einem CDi-Motor mit drei Zylindern und nur noch 0,8 Litern Hubraum ermöglichte es, den Smart gut zwei Jahre nach dem Premierenstart erstmals in einer Dieselvariante anbieten zu können. Anfang des Jahres 2000 rollten die ersten Zweisitzer der Baureihe mit der 0,8 Liter Maschine auf die Straße. Der Diesel lieferte dem City Car eine Leistung von bis zu 33 kW (45 PS) und trieb die Fortwo bis auf 135 Stundenkilometer an. Ihre Vorteile zeigten die Common-Rail-Technik und der kleine Hubraum vor allem bei den Verbrauchswerten: Im Testbetrieb ergab sich für die Diesel-Smarts ein durchschnittlicher Kraftstoffverbrauch von 3,3 Liter pro 100 Kilometer. Mit einem daraus ermittelten CO2-Wert von 88 g/km erwiesen sich die Euro-4-Diesel nicht nur als die sparsamsten, sondern zugleich als die saubersten Modelle der Marke. Ihre Umweltwerte sicherten den Dieseln der Kleinwagenmarke später auch eine starke Stellung auf dem Markt für Gebrauchtwagen.

Ab dem Baujahr 2009 fahren die Smart Diesel in der Euro-5-Klasse

Während Daimler die überarbeiteten Versionen des Smarts in der Ausstattung mit Benzinmotoren ab dem Baujahr 2003 mit einer höheren Leistung vom Band laufen ließ, veränderte sich in dieser Bauphase bei den Dieseln zunächst nichts. Die zweite Generation des Kleinstwagen rollte dann jedoch ab dem Baujahr 2009 mit einem überarbeiteten Dieselaggregat auf die Straße, das nun die Vorgaben der Schadstoffnorm Euro 5 erfüllen konnte. Und auch bei dem Leistungsvermögen besserten die Techniker nach: Die zweite Dieselgeneration stellte dem Smart nun bis zu 40 kW (54 PS) zur Verfügung. Die CO2-Emission der neuen Modelle wurde nochmals geringfügig um gut 1 g/km reduziert und sicherte den Dieseln so weiter die Rolle als umweltverträglichste Version der Smart-Baureihe. Zum Vergleich: Die sparsamsten Benziner dieser Bauzeit verbrauchten mit rund 4,3 Litern pro 100 Kilometer gut einen Liter Kraftstoff mehr und entließen etwa zehn Gramm mehr CO2 pro Kilometer.

Die Dieselversionen des Smart Forfour laufen ab dem Jahr 2004 vom Band

Aufgrund der Bauweise des zweisitzigen Ur-Smarts hatten die Dieselmotoren der A-Klasse aufwändig umgebaut und für den Einbau in dem Kleinstwagen angepasst werden müssen. Bei der Konstruktion des im Jahr 2004 als neues Modell ins Programm genommenen Viersitzers Smart Forfour erwies sich eine Modifikation dieser Art als unnötig. Die größere Bauweise der Viertürer erlaubte es, den aus der A-Klasse von Mercedes bekannten Einstiegsdiesel fast unverändert als Frontmotor in das Smart-Programm zu übernehmen. Entsprechend größer fiel mit 1,5 Litern der Hubraum aus, und auch in der Leistung waren die Forfour-Diesel den kleineren Kollegen überlegen. Die großen Smarts lieferte der Hersteller in zwei Leistungsklassen mit 50 KW (68 PS) sowie mit 70 kW (95 PS) in der Spitzenversion aus. Ein Dreiliterauto war damit zwar nicht zu realisieren, doch erwiesen sich auch die Viersitzer mit der Dieselmotorisierung bei einem Durchschnittsverbrauch von 4,6 Litern (122 g/km CO2) als Sparmodelle innerhalb der großen Smart-Baureihe. Mit dem Generationswechsel der Zwei- und Viertürer im Jahr 2014 fielen die Selbstzünder aus dem Programm, sodass die Diesel-Smarts nur noch als Gebrauchte zu haben waren.