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Lancia Cabrio

Lancia - anders als die anderen

Seit 1906 existiert der italienische Autohersteller Lancia. In über 100 Jahren hat Lancia immer wieder klar gestellt, dass die eigenwilligen PKW der Marke (die übrigens auch Nutzfahrzeuge herstellte) etwas ganz Besonderes sind.Lancia war immer etwas teurer als der automobile Durchschnitt, etwas geschmackvoller designt, mit hochwertigeren und besser verarbeiteten Materialien. Die Zielgruppe war eindeutig: Kultivierte Autoliebhaber, denen ein Alfa Romeo zu sportlich und ein Maserati zu teuer war.1986 wurde Lancia vom Autoriesen Fiat übernommen, für Fans von Lancia war das ein schmerzlicher Einschnitt. Jedoch gelang es Lancia, trotz der Technik des Massenherstellers stylistisch eigenständig zu bleiben. Während Fiat selbst im Konzern für günstige pragmatische Autos stand und Alfa Romeo die Sportlerfraktion vertrat, blieb Lancia immer der feine, leicht abgehobene Außenseiter - natürlich auch von den Stückzahlen her.Der nächste - vermutlich noch schmerzlichere Wandel für die Fans der Marke - war die Übernahme von Chrysler durch Fiat. Ohne zu zögern, tauften die Konzernbosse bestehende US-Modelle einfach um. Aus dem Chrysler 300 wurde kurzerhand ein Lancia Thema, aus dem Chrysler Voyager ein Lancia Voyager.Die gute Nachricht: Es gibt wieder ein Cabrio von Lancia.

Lancia Flavia - der italienische Ami

Das aktuelle Lancia Cabrio basiert auf dem Chrysler 200. Einem Lancia-Liebhaber tut das natürlich richtig weh. Trotzdem sollte er etwas genauer hinschauen. Denn der Cabrio Lancia ist ausgesprochen ansprechend gezeichnet, er kommt deutlich hübscher daher als die optisch oft etwas hilflos wirkenden Cabrios amerikanischer Marken. Seit Juli 2012 wird der Lancia Flavia verkauft, ein Facelift gab es in diesem kurzen Zeitraum noch nicht.

Vollausstattung und solide Technik

36.900 Euro kostet der Lancia Flavia als Neuwagen. Angesichts der wirklich großzügigen Komplettausstattung ist das ein ausgesprochen fairer Preis. Noch interessanter wird der Lancia allerdings als Gebrauchtwagen. Für einen knapp zwei Jahre alten, gerade einmal 3000 Kilometer gelaufenen Flavia werden nur noch 18.000 Euro aufgerufen. Aber es kommt noch besser: Als Tageszulassung aus dem Juni 2014 (gilt offiziell als Gebrauchtwagen) mit einem (!) Kilometer Laufleistung gibt es den 4,95 Meter langen Italo-Amerikaner zum Schnäppchen-Preis von 22.950 Euro. Angesichts der üppigen Ausstattung (Alufelgen, Ledersitze, Klimaautomatik, Sitzheizung, Getriebeautomatik, Navigationssystem, elektrisches Stoffverdeck) ein sehr verlockendes Angebot.Angst vor anfälliger Technik braucht dabei niemand zu haben. Der Lancia Flavia ist mechanisch solide, auch wenn ihm im Detail die Perfektion eines Audi oder Porsche fehlt. 170 PS leistet der unauffällige 2,4 Liter-Vierzylinder. Knapp 200 Stundenkilometer Höchstgeschwindigkeit sind damit möglich. Mit 9,4 Litern Normverbrauch ist der Lancia eher durstig; bei Cabrios, die normalerweise eine geringe Jahreskilometerleistung haben, fällt das kostenmäßig allerdings kaum ins Gewicht.Übrigens: In den 60-er Jahren des 20. Jahrhunderts gab es schon einmals einen Lancia Flavia. Das bildhübsche Cabrio ist auch auf dem Gebrauchtwagenmarkt vertreten, in gutem Zustand zufälligerweise auch zu Preisen um die 36.000 Euro. Dafür erhält man einen 90 PS starken automobilen Mythos, Erstzulassung 1963, Laufleistung 120000 Kilometer. Die Entscheidung für ein Lancia Cabrio kann so schnell zu einer Gewissensfrage werden. Junger unproblematischer Ami als Lancia-Fälschung oder doch lieber das kapriziöse, ein halbes Jahrhundert alte Original?