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Alpina XD3

Alpina XD3

Der XD3 markiert im Jahr 2013 den Einstieg Alpinas in die SUV-Klasse

Veredelte und leistungsgesteigerte Coupés, Limousinen, Kombis und Cabriolets auf Basis von Großserienmodellen des bayerischen Autoherstellers BMW bestimmten das Programm des süddeutschen Fahrzeugbauers Alpina. Damit waren bei den Allgäuern viele der wichtigsten BMW-Baureihen repräsentiert, die in den verschiedenen Baujahren auch auf dem Gebrauchtwagenmarkt als Sportmodelle gesucht waren. Doch im boomenden Segment der Sport Utility Vehicles (SUV) musste Alpina lange Zeit außen vor bleiben...Weiterlesen

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Denn mit den M-Modellen der Baureihe X5 sorgte BMW im Jahr 2009 selbst dafür, das seine SUV-Flaggschiffe in einer sportlich aufbereiteten Variante zu haben waren. Technische Grundlage für den X5 M waren die modifizierten V8-Benziner aus der Großserie. Ein M-Modell mit Allradantrieb, das war neu und verlangte nach einer zweiten Premiere: Ein Sportmodell der großen X-Serie mit Dieselmotor, das dann 2012 nachgereicht wurde. Die Fahrleistungen konnten dank des von drei Turboladern unterstützten 381-PS-Motors zumindest in der Klasse der Reihensechszylinder schwerlich getoppt werden. Damit blieb die seit den 1960er Jahren mit BMW kooperierende Firma Alpina weiter vom SUV-Markt ausgeschlossen. Dann einigten sich die Partner auf eine Aufgabenteilung: Alpina durfte sich die kompakten SUV der Münchener vornehmen. Die X3 wurden am Unternehmenssitz in Buchloe zum XD3 verwandelt, der im Jahr 2013 den Einstieg von Alpina in die SUV-Klasse markierte.

Die X3 Rallyeversion liefert Ausblicke auf das Alpina-Konzept für den XD3

Wie immer hinter den Kulissen die Aufgabenteilung zwischen den hauseigenen BMW-Tunern und Alpina geregelt wurde, im Ergebnis hatten die Buchloer das Rennen um die Sportvariante des X3 für sich entschieden. Dieser Erfolg mochte auch damit zu tun haben, dass Alpina bereits vor der Markteinführung des XD3 die Arbeiten am Projekt des X3 CC verfolgt hatte, der ab dem Jahr 2005 als Rallyefahrzeug zahlreiche Siege einfuhr. Mit seinem in der Leistung angehobenen Sechszylinder der 2,9 Liter Hubraumklasse und seiner Twin-Turbo-Technik lieferte die Rallyeversion schon einmal einen Ausblick darauf, welches Konzept Alpina bei der technischen Ausstattung des XD3 realisieren würde.

Mit dem XD3 will Alpina neue Maßstäbe in der Klasse der Kompakt-SUV setzen

Nachdem die Allgäuer jahrzehntelang ausschließlich auf Benzinaggregate gesetzt hatten, konnten sie Ende der 1990er Jahre schon Erfahrungen mit der Technik des späteren XD3 sammeln. Zusammen mit Motorenbauern von BMW entwickelten sie für den auf der 5er- Reihe basierenden Alpina D10 einen Selbstzünder mit zwei Turboladern, der 1999 für die Sportlimousinen neue Leistungsdimensionen eröffnete. Seither gehörten die Bi-Turbos zum Programm von Alpina. Und von diesem Know-how sollte auch der XD3 profitieren. Ähnlich wie bei den Sportlimousinen der 90er Jahre erhoffte sich Alpina, dass der XD3 als erstes SUV aus Buchloe neue Maßstäbe in der Klasse der kompakten SUV setzen würde. Eine entsprechend prominente Rolle sollte der XD3 später auch auf dem Markt für Gebrauchtwagen einnehmen.

Der XD3 bekommt Alpina Bi-Turbomotoren mit bis zu 350 PS

Für den XD3 setzten die Ingenieure von Alpina einen auch in der Großserie von BMW verbauten Reihensechszylinder-Diesel mit 3,0 Liter Hubraum ein, der komplett aus dem Leichtbaumaterial Aluminium gefertigt wurde. Nach der Überarbeitung des Aggregats in den Werkstätten von Alpina bezog der XD3 daraus eine Leistung von bis zu 257 kW (350 PS). Zum Vergleich: In der Großserie lieferte das Triebwerk im X3 35d eine maximale Leistung von 230 kW (313 PS). Mit dem modifizierten Alpina-Hochleistungsaggregat konnte der an allen vier Rädern angetriebene XD3 bei den Fahrwerten ordentlich zulegen.

Seine Spurtzeit von 4,9 Sekunden macht den XD3 zum schnellsten SUV der Baureihe

Der BMW-Alpina der X3-Baureihe erreichte eine Höchstgeschwindigkeit von etwas über 250 Stundenkilometer und beschleunigte in knapp unter fünf Sekunden aus dem Stand zur Marke von 100 km/h. Damit unterbot der XD3 das stärkste Großserienmodell um 0,4 Sekunden. Beim kombinierten Verbrauch gab Alpina für den in der Schadstoffklasse Euro 6 eingestuften XD3 einen Wert von 6,6 Liter an, was einem CO2-Ausstoß von 174 g/km entsprach.

Mit dem Verzicht auf Offroad-Optik lässt Alpina den XD3 dezenter auftreten

20 Zoll Bereifung mit Alpina Classic Felgen, eine mit großen Lüftungsöffnungen und Spoiler versehene Frontschürze sowie eine für die Aufnahme von vier Endrohren angepasste Heckschürze charakterisierten den Auftritt des XD3. Auf die in der Großserie verbauten Offroad-Heckelemente in Aluoptik verzichteten die Allgäuer Veredler bei ihrem Sportmodell zugunsten eines in Wagenfarbe lackierten Bauteils, sodass der DX3 in der Rückansicht dezenter wirkte. Wie bei Alpina üblich, waren auch die kompakten SUV mit den Hochleistungsmotoren mit firmentypischen Streifendekoren an Front und Flanken zu haben.

Typische Alpina-Gestaltungsmerkmale für den XD3

Auch im Innenraum zeigte der DX3 die markenspezifischen Besonderheiten der BMW Alpina Modelle. So bekamen die kompakten SUV ein mit Funktionstasten bestücktes Sportlenkrad, in dessen Mitte das rot-blaue Firmenlogo einlegt war. Die vier Rundinstrumente erhielten einen blauen Hintergrund und rote Zeiger, um mit dieser Gestaltung ebenfalls die traditionellen Farben des Allgäuer Veredlers zu repräsentieren. Einstiegsleisten mit dem Alpina-Schriftzug, der auch auf Frontspoiler und Heck angebracht war, unterschieden den XD3 äußerlich ebenfalls von den schwächer motorisierten SUV mit der Baureihenbezeichnung X3.