Erster Test: Porsche 911 GT3 – Mehr GT immer

Nach der Einführung des Basis-Coupés mit verschiedenen Motorisierungen, den Allrad und Cabrio-Varianten folgt nun der wohl spektakulärste Spross der wachsenden 997-Familie: der neue GT3 Nicht häufig bekommt man die Gelegenheit, ein GT3 mal dort zu bewegen, wo er sich besonders wohl fühlt: auf einer abgesperrten Rennstrecke. Und wäre der große Heckflügel nicht auffällig genug, spätestens die Testwagen-Farbe speedgelb schreit nach Aufmerksamkeit. Und die wird uns reichlich zu Teil. Schon auf der Fahrt zum Adria International Raceway werden wir immer wieder Motiv zahlreicher Handyfotos. Auch der Innenraum unterscheidet sich deutlich vom normalen 911er. Wir sitzen auf den optionalen Leichtbauschalen-Sitzen des Carrera GT (4.582 Euro), die in Verbindung mit dem im Clubsport-Paket enthalten Überrollkäfig und 6-Punkt-Gurten echte Rennatmosphäre erzeugen.
Gleicher Hubraum, mehr Leistung
Und spätestens an der Rennstrecke wird klar, dass wir es mit einem echten Clubsport-Fahrzeug zu tun haben. Walter Röhrl lässt die 3,6 Liter Fanfare ertönen. Bei gleich gebliebenem Hubraum entlocken die Ingenieure von Porsche dem 6-Zylinder Boxermotor nun 415 PS und ein maximales Drehmoment von 405 Nm. Dies wird unter anderem durch die Steigerung der maximal Drehzahl auf 8.400 Umdrehungen pro Minute und Modifikationen im Ansaugsystem erreicht. Auch die Abluftanlage wurde komplett überarbeitet und endet nun in zwei mittig angeordneten Auspuffrohren, die an den Golf R32 erinnern.
4,3 Sekunden von null auf 100 - ein beeindruckender Wert. Leider ist der Rundkurs in der Nähe von Venedig heute ziemlich nass und so müssen sich Fahrer darauf konzentrieren, die üppig vorhandene Leistung nicht zu früh vor Kurvenende abzurufen. Nur einem scheint das Wetter richtig Freude zu bereiten. Und so verrät Rallye-Ass Röhrl während des kontrollierten Driftens um die Strecke, dass ihm bei diesen Bedingungen die Kommunikation mit dem Fahrzeug besonders viel Spaß bereitet. Und das merkt man auch.
Auf Straße und Rennstrecke
Viel Spaß wird der GT3 auch seinen neuen Besitzern bringen. Während ein Teil der Käufer den Sportwagen wohl nur auf normalen Straßen bewegen werden und von den Vorzügen des aktiven Fahrwerks (PASM) und dem Traction-Control System profitieren können, gibt es dann noch die Motorsport-Begeisterten auf den Rundkursen. Diese haben bereits beim Serien-GT3 eine Vielzahl von Abstimmungsmöglichkeiten. So können Änderungen an Federbeinen oder Dämpfer vorgenommen, der Sturz den Reifen angepasst oder die Stabilistatoreneinstellungen geändert werden. Die bereits beim Vorgänger eingesetzte Trockensumpfschmierung und die neuen Keramikbremsscheiben (8.491,20 Euro) vervollständigen den GT3 zu einem rennstreckentauglichen Sportgerät.
Auch im normalen Straßenbetrieb überzeugt der GT3 mit gewohnter Porsche-Perfektion. Alcantara auf den Sitzen, am Lenkrad und dem Dachhimmel serienmäßig, dazu eine 20 Seiten umfassende Liste mit Sonderausstattungen. Hier kann jeder Wunsch von Komfort bis Rennsport erfüllt werden. Lediglich die sehr harte Kupplung macht das Fahren im allmorgentlichen Stau zur Fitnessübung. Und etwas ungelenken Fahrern empfehlen wir, auf die tiefen Schalensitze zu verzichten.
Fazit
Der neue GT3 ist ein mehr als würdiger Nachfolger seines 996er Vorgängers. Mehr Leistung bei gleichem Hubraum, Verbesserungen bei der Aerodynamik und der intelligente Einsatz von elektronischen Steuersystemen werden ihn auch diesmal wieder zum Star so mancher Club- und Cup-Wochenenden machen.
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