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Fiat 500 Oldtimer

Informationen zu Fiat 500 Oldtimer

Zu den Raritäten der Oldtimer in der Klasse Kleinwagen gehört zweifellos der Fiat 500, Nachfolger des Fiat 500 Topolino, weshalb die Fiat dem Floh unter den Kleinwagen auch den Zusatz "Nuova 500", also Neuer 500, verlieh. Gebaut wurde der Fiat in den Jahren 1957 bis 1975, also 18 Jahre lang, was den Rückschluss auf eine erfolgreiche Produktion und Verkauf zulässt. Der Zusatz "Nuova" erhielt der Fiat 500 zu Recht, da er keine Gemeinsamkeiten mit seinem Vorläufermodell, dem Fiat 500 Topolino mehr hatte. Insgesamt brachte es der Kleinwagen auf über 3,5 Millionen gefertigte Autos. Für geschickte Autobastler war der Fiat 500 ideal. Sämtliche Unterbodenarbeiten konnte man ohne Grube oder Hebebühne bewältigen, lediglich eine alte Matratze wurde benötigt, um den Kleinen sanft auf die Seite zu legen. Und das ging so: Batterie ausbauen, eine der Türen ganz weit öffnen, diese offene Tür als verlängerten Hebel benutzen, anheben und schon lag der Fiat 500 problemlos auf der Seite und der gesamte Unterbodenbereich war frei zugänglich.

Die Technik des Fiat 500 Oldtimer

Technisch betrachtet hatte der kleine Oldtimer Vor- und Nachteile. Zu seinen Vorteilen zählte eine Einzelradaufhängung und die selbsttragende Karosserie, nachteilig hingegen das unsynchronisierte Vierganggetriebe, das dem Fahrer Geschick beim Schalten abverlangte. Auch die technisch unvollkommen gelöste Übertragung der Kraft der Antriebswellen auf die Radnaben durch die sogenannten Ruckdämpfer (aus Hartgummi geformte Sternkupplungen) trieb den Fiat 500 öfter in die Werkstatt, als es manchem Besitzer lieb war. Der luftgekühlte Heckmotor leistete mit nur 0,5 Liter Hubraum 10 kW (13,5 PS) und wurde er, was durchaus beliebt war, mit modifiziertem Vergaser etwas getunt, so erkannte man das daran, dass der kleine Flitzer oft mit einer leicht geöffneten Motorklappe gefahren wurde, um dem Motor mehr Kühlung zu verschaffen. Regulär lag die Höchstgeschwindigkeit der 13,5 PS-Version bei etwa 85 km/h, die getunte Version brachte es auf etwa 100 km/h. Der Zweizylinder-Reihenmotor war zweifach gelagert und als "Gleichläufer" mit hängenden Ventilen gesteuert. Da die dennoch schwache Motorleistung nicht gerade verkaufsfördernd war, schob Fiat bereits im Herbst 1957 eine etwas stärker motorisierte Version nach. Nun verfügte der Oldtimer über 11 kW (15 PS) und brachte es auf eine Spitzengeschwindigkeit von 90 km/h. Von der italienischen Autotunig Schmiede Abarth erschien auch bald die getunte Version, erkennbar an der Frontpartie durch das rot-gelbe Abarth-Emblem, auf welchem ein stilisierter Skorpion zu sehen ist. Die Fiat Nuova Abarth Version hatte einen aufgebohrten Motor mit nun 594 cm³ und erreichte mit 20 kW (27 PS) eine Spitzengeschwindigkeit von 120 km/h.

Die Ausstattung der Fiat 500 Oldtimer

Die ersten Modelle waren sehr sparsam ausgestattet: Es gab keine Heizung und die Fenster der hinten angeschlagenen beiden Türen konnten sich nicht herunterkurbeln lassen. Lediglich die beweglichen Ausstellfenster sorgten für Frischluftzufuhr, wollte man nicht das für diese Modelle charakteristische Faltdach öffnen, das bis zur hinteren Motorklappe reichte. 1958 kam eine Version des Fiat 500 auf den Markt, die ein kurzes Faltdach besaß, außerdem war das hintere Fenster nun in einem Karosserieblech integriert, das den Fiat in seiner Heckpartie vollständig umschloss. Ein Konstruktionsnovum bis etwa 1965 war der Anlasser, der keinen Magnetschalter besaß, sondern per Bowdenzug ins Kupplungsschwungrad gezogen wurde und sich mechanisch mit der benötigen Spannung und Stromstärke versorgte.Ab dem Jahre 1960 wurden die Oldtimer zur Unterscheidung zum Fiat 500 N als D-Modelle bezeichnet. Die eigentlich nur für Kenner der Fiat-500-Szene bemerkbaren Änderungen waren überwiegend kosmetischer Natur, ein Zierleistchen hier, eines dort, größere Blinker, größere zweifarbige Heckleuchten und hin und wieder mal einen Aschenbecher am Armaturenbrett. Die Ursache lässt sich so erklären: Teils wurden Altbestände der Montageteile aufgebraucht, teils wurden Neuerungen zunächst versuchsweise verbaut.

1965, das Jahr der bemerkenswerten Konstruktionsänderungen

Eindeutig wichtigstes Merkmal der konstruktiv überarbeiteten Fiat-500-Reihe waren nun die vorne angeschlagenen Türen, womit sich die Zulassung in Deutschland wesentlich erleichterte. Hinten angeschlagene Türen waren aus sicherheitstechnischen Gründen nicht mehr zugelassen, was dazu führte, dass bei der Zulassung früherer Modelle eine vom Werk erstellte und vom Bundeskraftfahramt bestätigte Ausnahmegenehmigung notwendig war.

1972, das Ende des Fiat 500

Die letzte Baureihe des Fiat 500 bekam die Bezeichnung R und hatte ein Hubraumvolumen von 0,6 Litern, das 13 kW (18 PS) entwickeln konnte. Die für den Laien nicht erkennbaren Modifizierungen wurden aus Kostengründen, sprich Materialeinsparungen vorgenommen. Zeitgleich mit der Vorstellung der R-Serie präsentierte Fiat auch den Nachfolger des Fiat 500, den Fiat 126.