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Sachs MadAss

Das Unternehmen Sachs Bikes

Die Sachs MadAss gehört zur Kategorie der sogenannten Naked Bikes, ist also ein unverkleidetes Leichtkraftrad des Fahrzeugherstellers Sachs Bikes. „MadAss“ ist nur eine von vielen Verkaufsbezeichnungen der 2004 erschienenen Maschine und bedeutet aus dem Englischen übersetzt nicht etwa „Verrückter Hintern“, sondern „Wilder Esel“. In den USA hört die MadAss auf den Namen „Xkeleton Trickster“, in Kanada auf „AMG Nitro“, während sie von den Herstellern Pierspeed und Tomberlin wiederum unter dem „richtigen“ Namen MadAss angeboten wurde.Trotz der minimalistischen und sportlichen Optik ist die 125er kein Leistungsriese, vergleicht man das Modell etwa mit einer KTM Duke 125 – dafür punktet die MadAss jedoch mit einem geringen Verbrauch und einer für die Leistung relativ hohen Maximalgeschwindigkeit. Basis der Sachs MadAss 125 ist der im Jahr 2000 eingeführte kleinere Bruder der 50-cm³-Klasse, der ebenfalls mit der Bezeichnung Sachs MadAss in die Kategorie der sogenannten „Underbone-Bikes“ gehört – gemeint ist damit die Ausrichtung eines Motorrads auf ökonomischen und praktischen Nutzen und ist nicht zu verwechseln mit der Kategorie der Roller und Mopeds.

Das bayrische Ursprungsunternehmen Fichtel & Sachs wurde 1895 gegründet und wurde ab den 30er Jahren zu einem der wichtigsten Zulieferer von Motoren für die Motorradindustrie. Ein wichtiger Name ist in diesem Zuge das Nürnberger Unternehmen Hercules: So fanden sich beispielsweise in den Modellen Hercules Saxonette und K50 zunächst nicht nur Sachs-Motoren wieder – Fichtel & Sachs kaufte den Hersteller im Jahr 1958 auf, die Übernahme wurde jedoch bis 1962 geheim gehalten, weshalb auch der Herstellername Hercules weiterhin im Marketingkonzept blieb. Ab 1987 folgte die schrittweise Übernahme von Fichtel & Sachs durch Mannesmann, die Produktion von Motorrädern war jedoch weiterhin im Fokus und brachte ab 1990 die ersten Motorräder unter dem Markennamen Sachs auf den Markt. 1995 trat Mannesmann schließlich die Marke Hercules sowie die Fahrradproduktion an die niederländische Accell Group (zu dieser Zeit „ATAG Cycle Group“) ab und etablierte die Sachs Fahrzeug- und Motorentechnik GmbH, die seitdem unter dem Markennamen Sachs Bikes Motoroller, Elektroroller und Motorräder wie etwa die Sachs MadAss produziert.

Motoren der Sachs MadAss

Die kleinere MadAss-Version mit 50-cm³ leistet maximal 1,9 kW (2,6 PS) und erreicht eine Spitzengeschwindigkeit von 45 km/h. Die Sachs MadAss 125 ist hingegen mit einem luftgekühlten Einzylinder von Honda gerüstet – nicht mehr wie einst mit einem Sachs-Motor. Der Viertakter fasst einen Hubraum von 119 cm³, die erzeugte Maximalleistung wird bei 8.400 U/min mit 6 kW (8,2 PS) angegeben, das höchstmögliche Drehmoment mit 9 Nm bei 5.400 U/min. Alles in allem erreicht die Sachs MadAss mit einem Gesamtgewicht von gerade einmal 108 kg (mit vollem Tank) eine durchaus beachtliche Höchstgeschwindigkeit von 96 km/h.

Technik der Sachs MadAss

Der Antrieb der MadAss erfolgt klassisch per Kette, wobei das Getriebe des Modells über vier Gänge verfügt. Die Maschine mit einem Radstand von 1.235 mm ist rundum mit Bremsscheiben ausgerüstet – vorne mit einem Durchmesser von 260 mm und hinten zu 215 mm. Anders als üblich ist der Kraftstofftank der Sachs MadAss fest in den Fahrzeugrahmen integriert bzw. dient der Hohlraum des Rahmens schlichtweg als Tank. Mit einer Tankfüllung von maximal 5,1 Litern dürfte das Modell fast 500 Kilometer weit fahren können, schließlich liegt der Verbrauch der MadAss angeblich bei gerade mal 1,1 Liter pro 100 Kilometer.

Ausstattung der Sachs MadAss

Der zierliche Doppelrohr-Schalldämpfer der Abgasanlage befindet sich direkt unter der Sitzbank und ist aus Edelstahl gefertigt. Der Fahrer sitzt auf einer Höhe von rund 83 cm und hat ein technisch durchaus reizvolles Digitalcockpit sowie zwei übereinander angeordnete Ellipsoid-Scheinwerfer vor sich. Ansonsten verzichtet die Sachs MadAss in Sachen Optik auf so gut wie alles, was zum Fahren nicht unbedingt nötig ist – ein echtes „Underbone-Bike“ eben.