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Husqvarna TE 125

Im Jahr 2005 bringt Husqvarna die ersten 125er der Baureihe TE auf den Markt

Es gibt inzwischen nur noch einige wenige kleine Motorradhersteller auf der Welt, die sich ihre unternehmerische Unabhängigkeit erhalten konnten. Die besten Chancen haben offenbar die oft noch von den Gründern geführten Firmen, die sich auf wenige Baureihen, Modelle einer spezifischen Konstruktionsart oder auf den Bau von Motorrädern für einen besonderen Einsatzzweck konzentrieren. So sind gerade auf den Rennveranstaltungen, bei denen ausschließlich Geländemotorräder antreten, Maschinen von Kleinherstellern aus Südeuropa noch immer prominent vertreten. Doch auch im Offroad-Bereich gibt es Beispiele, die den Konzentrationsprozess in der Motorradbranche widerspiegeln. Der österreichische Zweiradhersteller KTM etwa baute seine Stellung auf dem Markt für Offroad-Bikes in den vergangenen Jahren konsequent aus, indem er bekannte ausländische Marken aufkaufte. Dazu gehörte das schwedische Traditionsunternehmen Husqvarna, das bereits seit dem Beginn des vergangenen Jahrhunderts als Anbieter von robusten Motorrädern präsent war, deren Technik auf den Einsatz der Maschinen bei Geländefahrten abgestimmt war. Mit der Baureihe TE nahm Husqvarna im Jahr 2005 ein für Straße und Offroad konzipiertes Dual-Modell in der Klasse der 125 ccm Motorräder mit Viertaktmotoren in sein Programm auf. In den aktuelleren Baujahren wurde die 125er TE unter der Regie von KTM dann nur noch mit einer stärkeren Ausrichtung auf den Geländeeinsatz als Wettbewerbs-Enduro mit Zweitaktmotor gefertigt.

Die Technik der 125er TE der Dual-Serie stimmt Husqvarna für die Straße ab

Mit der Einführung seiner neuen TE 125 Dual-Modelle versuchte Husqvarna, sein Programm breiter aufzustellen. Ziel war es, eine Enduro zu entwickeln, die einerseits abseits befestigter Wege eingesetzt werden konnte. Andererseits sollte die 125er TE mit ihrer Ausstattung straßenkonform sein und damit junge Kunden ansprechen, die in der Klasse der Leichtkrafträder eine Enduro im Alltag fahren wollten. Entsprechend achteten die Schweden darauf, die TE komfortabler abzustimmen als eine reine Wettbewerbs-Enduro. So bekamen die Husqvarna Dual der Serie TE anstelle des im Enduro-Bau üblichen Kickstarters eine elektronische Starteranlage, große Schutzbleche und eine kleine Cockpitverkleidung mit integriertem Scheinwerfer. Darüber hinaus verbaute Husqvarna moderne Anzeigeinstrumente mit LCD-Technik. Von den Geländemaschinen übernahmen die 125er TE die Feinspeichenfelgen und die großen Räder im Format von 21 Zoll vorne und 19 Zoll hinten. Bestückt waren die Dual TE mit Pneus, die ein grobes Stollenprofil zeigten, wie es auch für die Enduros der Baureihe TE typisch war.

Für die TE 125 Dual verbaut Husqvarna Viertaktmotoren

Technisch unterschieden sich die 125er TE der Dual-Modellreihe allerdings in einigen Aspekten von ihren Enduro-Schwestermodellen. Während die Zweitaktversionen mit längerem Federweg ein eindeutiges Offroad-Profil hatten, verbaute Husqvarna bei den Viertaktvarianten eine kürzere Frontgabel mit einem Federweg von 26 Zentimetern. Das hintere Federbein war für 29 Zentimeter ausgelegt. Durch den Einsatz der im Vergleich zu den Zweitaktern weniger kompakten Viertaktaggregate fielen die Dual-Modelle der 125 ccm Hubraumklasse etwas schwerer aus als herkömmliche Enduros. Husqvarna gab das Trockengewicht mit rund 117 Kilogramm an. Wer eine neue oder gebrauchte 125er TE Dual kaufte, um ins Gelände zu fahren, für den bot der Hersteller entsprechendes Zubehör an. So ließen sich die Maschinen etwa mit einer Racing-Auspuffanlage, Handprotektoren und Lenkerpolster nachrüsten. Durch Grafik-Sets mit Husqvarna Racing-Dekoren ließ sich der Auftritt der TE Dual optisch an den einer Wettbewerbs-Enduro anpassen.

Für das Modelljahr 2016 legt Husqvarna die 125er TE als Zweitakter neu auf

Gebrauchte oder neue TE 125 der Husqvarna Dual-Baureihe waren in der Regel in der firmentypischen weiß-roten Lackierung zu haben. Mit der Wiederauflage der TE Wettbewerbs-Enduros unter der Regie des neuen Markeneigentümers KTM betonte der Hersteller im Jahr 2016 dann jedoch wieder stärker die Ursprünge der Marke. Die neuen 125er TE Enduros liefen in den schwedischen Nationalfarben blau-gelb vom Band. Und auch technisch ließ KTM die Husqvarna TE in einem neuen Licht erscheinen. Die Geländebikes bekamen einen für ihre Klasse typischen Zweitaktmotor mit 125 ccm Hubraum, der so abgestimmt war, dass er seine Leistung im gesamten Drehzahlspektrum optimal entfalten konnte.

KTM-Teile für die 2016er Generation der Husqvarna TE mit der 125 ccm Motorisierung

Auch hinsichtlich der Grundkonstruktion machte sich bei den 125er TE bemerkbar, dass die Enduros nun unter dem Dach von KTM gefertigt wurden. So nutzten die Österreicher für die neue TE 125 Enduro einen gegenüber der ersten Modelle der Baureihe veränderten Stahlrahmen, der wie das Federbein vom KTM-Partner WP hergestellt wurde. Den Heckrahmen der Husqvarna Enduro konstruierten die Ingenieure aus Polyamid, um gleichzeitig Gewicht zu sparen und die Flexibilität des Bauteils gegenüber herkömmlichen Alurahmen zu erhöhen. Tatsächlich brachte die 125er Enduro ab dem Jahr 2016 nur knapp 96 Kilogramm im trockenen Zustand auf die Waage. Damit gehörten die TE-Modelle zu den leichtesten Husqvarna-Motorrädern ihrer Klasse.

Die Konstruktion der 125er TE Enduros optimiert Husqvarna für den Geländemotorsport

So wie die Konstrukteure beim Entwurf der Rahmenelemente und bei der Materialauswahl auf die Relation von Gewicht und Stabilität achteten, so wurden auch andere Bauteile der TE mit der 125 ccm Motorisierung für den Einsatz im Offroad-Sport optimiert. Für die 2016er Modellgeneration stellte Husqvarna die Enduros mit neu abgestimmter Geometrie am Vorderrad und einem modifizierten, voll einstellbaren Federbein mit Umlenkung vor. Ziel der Maßnahmen war es, die Husqvarna Enduros der Baureihe TE besser auf die unterschiedlichen Geländeprofile abzustimmen und die Kontrolle der Maschine bei allen Streckenanforderungen zu erleichtern. Aber auch hinsichtlich Reichweite und Wartungskomfort richtete der Hersteller die TE so ein, dass ihr Einsatz im Motorsport durch einige praktische Details effizienter wurde.

Als Sportgerät kann die 125er TE von Husqvarna mit Zubehör nachgerüstet werden

Mit ihrem elf Liter fassenden Tank verfügten die Zweitaktmodelle von Husqvarna über das größte Reservoir in der Klasse der 125er Wettbewerbs-Enduros, sodass sie auch auf den anspruchsvollen längeren Parcours ohne nachzutanken zum Einsatz kommen konnten. Und mit der schraubenfreien Konstruktion der Luftfilteraufnahme sorgte der Hersteller dafür, dass sich der Filter bei der Husqvarna TE ohne Werkzeug zwischen den Rennen schnell austauschen ließ. Wer seine neue oder gebrauchte 125er Enduro für den Motorsport hochwertiger ausstatten wollte, für den hielt Husqvarna außerdem reichhaltiges Zubehör bereit. So konnten etwa die serienmäßig verbauten Fußrasten durch leichtere Auflagen aus Titan ersetzt werden. Aus dem Leichtbaumaterial Karbon fertigte Husqvarna einen Gabel- oder Bremszangenschutz, mit dem die TE 125 nachgerüstet werden konnten. Bremsscheiben in unterschiedlichen Durchmessern und spezielle Endschalldämpfer für Enduros rundeten das Zubehörprogramm ab.