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Honda VTR 250

Honda VTR 250 - wieselflinker Viertelpfünder in Monster-Optik

Ende der 1980er Jahre brachte der japanische Fahrzeughersteller Honda ein Naked Bike mit dem Namen Honda VTR 250 auf den Markt. Auf den ersten Blick wird der sportliche Zwei-Zylinder, als wäre er den Designern aus einer Ducati-Schmiede entsprungen. Auch wenn der Hubraum ein wenig bescheiden ausfällt, macht schon ihr Anblick reichlich Appetit.

Ein V2-Triebwerk und jede Menge Drehzahlorgien

Angetrieben wird die Honda VTR 250 standesgemäß von einem wassergekühlten 90-Grad-Triebsatz. Die vier schlepphebelgesteuerten Ventile pro Zylinder und jeweils zwei oben liegende Nockenwellen entlocken dem Antriebsaggregat 30 muntere Pferdchen. Um sein feuriges Temperament voll entfalten zu können, braucht der V-Twin ordentlich Drehzahlen. Bereits knapp über der Leerlaufdrehzahl zeigt er das erste Mal, was so alles in ihm steckt. Wer den Hubraum-Bonsai aber in Drehzahl-Regionen jenseits der 8.000/min treibt, kann der VTR 250 richtig Leistung abfordern. Sein maximales Drehmoment erreicht er mit 22 Nm bei 8.500 Umdrehungen pro Minute. Dem munteren Treiben setzt der Begrenzer dann knapp jenseits der 12.000er Marke ein Ende. Anders als bei den Kollegen aus Italien muss man sich solche Drehzahlorgien nicht mit einer immensen Geräuschkulisse erkaufen. Leise und kultiviert lädt der kleine Twin dazu ein, ungeniert am Gashahn zu drehen. Dabei gibt sich das kleine Kraftwerk erstaunlich spritgünstig und verbraucht lediglich ca. 4,5 Liter Kraftstoff auf 100 Kilometer. Auch wenn sich der Motor recht sportiv präsentiert, reagieren die weich abgestimmten Federelemente ungehalten auf schnell überfahrene Bodenwellen.

Zu kurzer Soziussitz

Bei der Entwicklung der Honda VTR 250 haben die Konstrukteure die Mitnahme einer zweiten Person vernachlässigt. Dafür sprechen die recht kurze Sitzbank und auch die Federelemente hinten und vorne neigen voll beladen durchaus dazu, kräftig durchzuschlagen. Das Vorderrad mit 5-Kreuzspeichen ruht in einer 41 mm Teleskopgabel. Die hintere Dämpfung besteht aus einem einstellbaren Federbein mit einem Federweg von 125 mm. Ganz anders sieht es da bei den Bremsen aus. Hydraulische Einscheibenbremsen mit 296 und 220 mm Durchmesser haben einen ordentlichen Biss und sorgen so dauerhaft für eine adäquate Verzögerung. Der 250 Kubik große Motor ruht in einem Stahlrohr-Gitterrahmen. Dadurch bringt die kleine Japanerin vollgetankt ein Gewicht von 161 kg auf die Waage. Das lässt sie zu einem vielseitigen Kurvenräuber werden, der mit einer Sitzhöhe von 760 mm auch für kleinere Fahrer gut geeignet ist.