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Honda Transalp

Im Jahr 1987 zeigt Honda mit der Transalp das Flaggschiff seiner Enduro-Baureihen

In der Anfangszeit des Motorradbaus kamen Biker aufgrund der noch wenig entwickelten Straßeninfrastruktur nicht umhin, ihre Zweiräder im Alltag über holpriges Kopfsteinpflaster und unbefestigte Wegstrecken zu bewegen. Aufgrund mangelnder Dämpfung und eher primitiver Radaufhängungen erforderte das einigen Krafteinsatz. Doch auch wenn die Maschinen wenig Komfort zu bieten hatten, konnten sich die Fahrer auf die Robustheit der Technik verlassen, die ihre Qualitäten bei den ersten Geländerennen wie dem im Jahr 1909 erstmals stattfindenden Six Days Trial in Schottland unter Beweis stellte. Mit der technologischen Weiterentwicklung begannen Hersteller in Europa und Japan, spezielle Geländemotorräder zu konzipieren, die als Trial, Supermoto oder Motocross an die Anforderungen für Offroad-Rennen angepasst waren und in Form von Enduros auch als Straßenmodelle auf den Markt kamen. Der japanische Hersteller Honda gehörte zu den Pionieren beim Bau der wegen ihres breiten Einsatzprofils Dual Sport genannten Motorradtypen, wie sie Ende der 1970er Jahre in den Baureihen Honda XR und XL mit Einzylindermotoren in den Handel kamen. In den 80er Jahren entwickelten die Japaner das Dual-Konzept weiter und präsentierten 1987 mit der Transalp ihr Enduro-Flaggschiff mit einem V2-Motor der 600 ccm Hubraumklasse.

Mit der Transalp erweitert Honda sein Programm um eine große Reiseenduro

Die Honda-Enduros der X-Baureihen mit ihren kompakten Einzylindermotoren ließen sich aufgrund ihres relativ geringen Gewichts gut im Gelände bewegen und betonten somit eher den sportlichen Aspekt des Dual-Konzepts. Auf längeren Strecken im Straßeneinsatz hatte die Technik jedoch einen entscheidenden Nachteil: Die von Honda in den Hubraumklassen von 125 ccm bis 650 ccm realisierten Einzylinder arbeiteten bedingt durch ihre Bauart mit deutlich spürbaren Vibrationen, die ein ermüdungsfreies Fahren erschwerten. Und auch für die Aufnahme von Gepäck waren die Modelle der kleineren Enduro-Baureihen von Honda nur eingeschränkt geeignet. Mit der Transalp wollte der Hersteller dagegen ein Straßenmotorrad mit Offroad-Qualitäten präsentieren, dessen Konstruktion einen Einsatz als Reiseenduro möglich machte, indem es die Eigenschaften von Tourern und Geländebikes kombinierte.

Honda konzipiert die Transalp für Langstrecken und Fahrten auf unbefestigten Wegen

Zweizylindermotoren in V-Bauweise für mehr Laufruhe, eine Cockpitverkleidung mit integriertem Schild für Wind- und Wetterschutz und eine Heckkonstruktion für die Aufnahme von Gepäckträger und Seitentaschen, mit diesen Ausstattungsmerkmalen ließ die Transalp bei ihrer Marktpremiere im Jahr 1987 keinen Zweifel daran, dass Honda bei der Konzeption für eine neue Reiseenduro vor allen Dingen den praktischen Alltagsnutzen im Sinn hatte. Schon optisch grenzte sich die Transalp daher klar von ihrer Vorgängerin XLV 750R ab, die mit ihren reduzierten Verkleidungselementen an der Front sowie den weit über den Reifen angeordneten Schutzblechen sehr viel stärker am klassischen Stil einer Enduro orientiert war. Obwohl sie allein schon aufgrund ihres Gewichts kaum als sportliche All Terrain Maschine eingesetzt werden konnte. Die Transalp hingegen sollte bereits im Auftritt deutlich machen, dass sie als Tourer angelegt war, der einerseits Langstreckenkomfort bot und mit dem sich andererseits aber auch unbefestigte Wegstrecken einer Etappe bewältigen ließen.

Die Transalp laufen bei Honda von 1987 bis 2012 in drei Generationen vom Band

An diesem Konzept änderte der Hersteller im Laufe der Bauzeit der Transalp von 1987 bis 2012 nichts Grundlegendes. Allerdings entwickelten die Honda-Ingenieure die Reiseenduro im Laufe der langen Produktionszeit über drei Generationen optisch und technisch weiter. Die Transalp bekam V2-Motoren mit größerem Hubraum und mit der letzten Überarbeitung im Jahr 2007 zugleich eine sportlichere Karosserie. Die Premierenmodelle XL 600V liefen bei Honda unter der Typenbezeichnung PD mit der 600 ccm Motorisierung bis zum Jahr 1999 vom Band. Es waren später allerdings auch gebrauchte Transalp der 650er Hubraumklasse zu finden, die aus der Produktionsphase der RD-Modelle der Jahre 2000 bis 2006 stammten und die als XL 650V vermarktet wurden. Bis zur Einstellung der Transalp-Baureihe im Jahr 2012 stattete Honda seine große Reiseenduro dann mit 680 ccm Zweizylindern aus. Diese Version kam unter der Bezeichnung XL 700V in den Handel. In erster Linie für die asiatischen Märkte legte Honda zudem eine Einstiegsversion mit 400 ccm Hubraum auf, die bis Mitte der 90er Jahre für kurze Zeit das Transalp-Programm ergänzte und in Europa nur in einzelnen Ländern eingeführt wurde.

Im Laufe der Bauzeit stylen die Honda-Designer die Transalp sportlicher

Wer sich auf dem Markt für gebrauchte Motorräder nach einer Transalp umsah, der konnte die Entwicklung der Honda-Reiseenduro nachverfolgen. Aus der eher behäbig wirkenden Dual Sport XL 600V mit ihrem hohen Windschild und ihrer breiten Seitenverkleidung wurde ein zunehmend sportlicher gestyltes Tourenmotorrad. In der Generation der XL 650 V bekam die Transalp eine pfeilartig zugespitzte Verkleidung an Flanken und Cockpit. Dieser Trend setzte sich mit der XL 700V fort, die ein verkürzte Windschild und eine weiter reduzierte Seitenverkleidung bekam. Da dort nun der Platz für die vorher in die Karosserie integrierten Blinker fehlte, verlegte Honda diese wie bei vielen Tourenmotorrädern üblich an das Lenkgestänge neben den Frontscheinwerfer, der im Gegensatz zu den frühen Transalp mit rechteckigem Gehäuse bei den 700ern eine runde Form bekam.

Im Jahr 2007 bringt Honda die Transalp mit neuen V2-Motoren und ABS auf den Markt

Die wichtigste Veränderung betraf jedoch die Technik: Mit der Einführung der 700er Modelle im Jahr 2007 stattete Honda die Transalp mit einem Katalysator aus, sodass die V2-Motoren nun die Vorgaben der Abgasnorm Euro 3 erfüllten. Außerdem war für die großen Reiseenduros des japanischen Herstellers nun ein ABS verfügbar. Darüber hinaus sorgte Honda mit verändertem Felgenformat, größeren Rädern, kürzerer Frontgabel, einer modifizierten Doppelsitzbank sowie mit einer neuen Dämpferabstimmung dafür, dass die Transalp auf langen Strecken mehr Komfort bieten konnte. Damit folgten die Japaner dem Trend bei Reiseenduros, die zunehmend den Charakter von Tourern erhielten.

Honda legt die 700er Transalp für eine Reisegeschwindigkeit von gut 180 km/h aus

Der Hintergrund dieser Entwicklung: Zumindest in Europa nutzten die meisten Käufer Maschinen wie die Transalp als Reisemotorräder auf Autobahnen und Landstraßen. Mit bis zu 55 PS Leistung bei den Wanderenduros des Typs Honda XL 700V und einer Reisegeschwindigkeit von gut 180 Stundenkilometern brachte die Transalp dafür schließlich auch die Voraussetzungen mit. Fahrten auf unbefestigten Wegen waren hingegen für die im Laufe der Bauzeit von gut 180 Kilogramm auf über 200 Kilo im Gewicht angestiegene Transalp eher die Ausnahme.