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Hercules Prima GT

Die Hercules Prima GT - die Ausnahme unter den Primas

Die Hercules Prima GT bzw. ihr Schwestermodell Prima GX war ein Sport-Mofa der Nürnberger Hercules-Werke, das von 1986 bis 1995 gebaut und später als Sachs Prima weiter vermarktet wurde. Die ersten Hercules-Mofas entstanden Mitte der 70er Jahre, wobei zu dieser Zeit nur der Rahmen sowie diverse Kleinteile aus der Hand von Hercules selbst stammten: Neben Fahrwerk, Felgen und anderen Bauteilen, die von Zulieferern stammten, war das Herzstück der Hercules Prima-Reihe ein 50-cm³-Motor (505) der heutigen ZFSachs AG (damals „Fichtel & Sachs“). Zu den vergleichbaren Mofas der Konkurrenz zählten beispielsweise die Modelle CX 25, CS 25 oder ZD 25 TS von Zündapp, die Modelle SM 25 und Bora 25 von KTM – diese waren sogar mit dem gleichen Motor ausgestattet – sowie die Puch Racing 25 oder die Modelle G 3, Prima Presto und Prima Pronto von Hercules selbst.

Die Prima GT ist gewissermaßen das schwarze Schaf unter den Primas, denn optisch hat es nicht viel von der klassischen Mofa-Optik ihrer Prima-Schwestern: Es gibt keinen Fußdurchstieg, sondern einen wie beim Motorrad durchgängigen Tank, der bis hin zur Sitzbank reicht und in diese übergeht, so dass die Prima GT tatsächlich auch weit mehr einem Motorrad oder allenfalls noch einem Mokick ähnelt. Optisch scheint die GT nicht zu den Primas 1 bis 5 zu gehören.

Motor der Hercules Prima GT

Das luftgekühlte 505er Aggregat der eigentlichen Hercules Prima-Serie leistet mit seinen 49 cm³ Hubraum bis zu 1,1 kW (1,5 PS) bei einem maximalen Drehmoment von 3,2 Nm. Dieser Sachs-Motor kam von Anbeginn bei der Prima-Serie zum Einsatz – so auch bei der Prima GT/GX, allerdings mit einer abgewandelten Variante des üblichen 505er-Motors, genannt Sachs 506/3B(Y). Dieser ist mit schrägstehenden Zylinderflachkolben aus Leichtmetall ausgestattet, leistet bei 3.500 U/min maximal 1,15 kW (1,6 PS) und überträgt bei 2.500 U/min ein Drehmoment von bis zu 3,8 Nm. Mit diesem modifizierten und ebenfalls luftgekühlten Aggregat bestückt, kommt die GT/GX auch mit Steigungen von bis zu 35 Prozent ohne Weiteres klar. Dass es dabei nie schneller als 25 km/h gehen wird, ist nun mal der Wermutstropfen eines Mofas.

Technik der Hercules Prima GT

Das Schalten der drei Gänge erfolgt über einen in der Kupplungswelle verschiebbaren Ziehkeil, der durch Einrasten drehstarr mit der Antriebswelle verbunden wird. Dasselbe Schaltgetriebe, allerdings mit vier statt drei Gängen, kommt bei der Hercules Supra 4 zum Einsatz. Das Fahrwerk der Prima GT setzt sich aus einer verstärkten Teleskopgabel mit vorverlegtem Federweg von 90 mm sowie einer offenen Sport-Federbein-Schwinge zu 65 mm Federweg zusammen. Diese werden von einem verwindungssteifen Zentralrohrrahmen mit Unterzügen getragen. Das Bremssystem besteht aus dem klassischen Handzug am Lenker sowie einer Rücktritt-Pedalbremse, die vorne und hinten an je einer Innenbacken-Trommelbremse mit 90 mm Durchmesser greifen. Die Stromversorgung der Prima GT erfolgt über eine kontaktgesteuerte Lichtmaschine von Motoplat.

Ausstattung der Hercules Prima GT

Die Hercules Prima GT ist auffällig rot-weiß lackiert – der besagte durchgezogene Tank mit einem Fassungsvermögen von 8,5 Litern bietet hierfür verhältnismäßig viel Fläche für Gestaltung. Die Räder bestehen aus Aluminium-Druckgussfelgen in Sportoptik, der Radstand beträgt 1.200 mm. Vorne ist die Prima GT mit einem großen Breitwand-Scheinwerfer ausgestattet, hinten mit einem Sicherheitsrücklicht – das Bremslicht ist hier bereits mit integriert. Darüber hinaus verfügt das Mofa über einen Tachometer sowie über einen Gepäckträger mit Packtaschenbügel.