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Ducati Sport 1000

Ducati Sport 1000 - die Reminiszenz an die 70er Jahre

Als Ducati 2003 auf der Motorradmesse in Tokio zwei Retro-Bikes der ersten Stunde in die Hallen schiebt, bleibt der Fachwelt der Atem stocken. Klassisch zeitlos besticht die Modellreihe durch konsequente Anleihen an die Formensprache der Zweiräder aus den 70er-Jahren. Neben den beiden Standard-Varianten legt Ducati auch noch ein Sondermodell namens „Paul Smart 1000 LE“ auf.

Retrodesign von gestern und Technik von heute

Der Mensch schwelgt gerne in Erinnerungen. So muss es auch Ducati gegangen sein, als eine Einbahnstraße in der Design-Sprache der Italiener drohte. Anfang 2003 hatten sich viele Ducati-Fans an der grandiosen Formensprache der legendären 998 sattgesehen. Die vertikal angeordneten Scheinwerfer der 999R irritierten viele Fans der Marke. Also kramt das Design-Team 2004 in den Schubladen und konzipiert die Linie Ducati Sport 1000. Ab 2006 gibt es die erste Version der Ducati Sport 1000 in Deutschland zu kaufen. Sie zeichnet sich durch die etwas ruppige, aber für Renneinsätze perfekt abgestimmte Trockenkupplung aus. Ein Jahr später folgt die Ducati Sport 1000 S. Hier installieren die Macher bei Ducati eine Halbschalenverkleidung. Wer möchte, kann im Zubehör eine Vollverkleidung im Stile alter Rennmaschinen dazukaufen und die 1000 S zu dem machen, was die Designer eigentlich mit ihr vorhatten – nämlich ein Rennmotorrad entwerfen, das direkt aus dem Jahr 1970 zu stammen scheint. Eine Reminiszenz an jene Zeit stellt das Sondermodell „Paul Smart 1000 LE“ dar. Sie baut auf der Ducati Sport 1000 S auf und wird um eine Halbschalenverkleidung ergänzt. Ihr Rahmen ist türkisfarben lackiert und die Sitzbank als monoposto – also als Einzelsitzanlage – ausgeführt. Damit bekommt sie die Extravaganz, die die Marke Ducati so besonders macht.

Kein wirtschaftlicher Erfolg trotz zahlreicher Loblieder

Schon auf der Messe in Tokio 2003 verliebten sich viele Menschen in die Ducati 1000 und ihre Schwester mit dem Zusatz „S“. Erst dieser enorme Schwall an positiver Rückmeldung veranlasst Ducati dann zur Serienproduktion. Denn eigentlich waren die Maschinen nur Fingerübungen der Designer. Doch trotz des modernen L-Motors mit kräftigen 92 PS und der hochwertigen Fahrwerks-Komponenten wollen sich beide Versionen nicht gut verkaufen. Auch die Ducati Sport 1000 GT, die sich speziell an Tourenfahrer richtet, hat den schlechten Verkauf nicht mehr ankurbeln können. Das Feuer war zu schnell verflogen.