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BMW R 45

BMW R 45: Boxer in Kompaktausführung

Im Jahr 1978 führte BMW die R 45 ein, um das Motorradprogramm auszuweiten und auch in der mittleren Hubraumklasse etwas im Angebot zu haben. Man bot mit der R 45 und der R 65 zwei Maschinen an, die technisch weitgehend identisch waren und sich nur im Hubraum und in der Leistung unterschieden. Zu dieser Zeit war BMW noch auf Boxermotoren fixiert. Im Design waren sich die neuen Mittelklassemodelle und die größeren Motorräder recht ähnlich. Einer der größeren Unterschiede ist die andere Form des Tanks, der die seitlichen Einbuchtungen für die Fahrerknie nicht hat. Sonst sind die Unterschiede eher gering; selbst die Gussräder haben die gleiche Form.

Die BMW R 45 wurde in zwei Versionen angeboten: als R 45 N mit 27 PS und als R 45 S mit 35 PS. Die 27 PS der N-Version sind zugeschnitten auf die damalige Versicherungsklasse mit dieser Leistung, die erheblich billiger war als die nächsthöhere Klasse bis 50 PS. Deswegen wurde in Deutschland überwiegend diese Ausführung gekauft. In der höheren Versicherungsklasse bis 50 PS war das Modell R 65 einfach attraktiver, da es mit 50 PS Leistung die Versicherungsklasse ausschöpfte. Eine „Entdrosselung" von 27 PS auf die volle Leistung, wie sie bei anderen Modellen oft praktiziert wird, wäre bei der BMW 45 N sehr aufwendig. Dafür müsste man die Nockenwelle ausbauen, was sich in der Regel nicht lohnt.

Gut geeignet für Touren

Wie gewohnt bei BMW ist die Verarbeitung sowie der Federungs- und Sitzkomfort, auch für Beifahrer, sehr gut. Eine Rarität bei kleineren Motorrädern ist der wartungsfreie Endantrieb per Kardanwelle. Mit 27 PS bei 205 kg Leergewicht hält sich das Temperament natürlich in Grenzen; dafür ist die BMW R 45 eine der besten Tourenmaschinen unter den kleineren Motorrädern. Motorräder von BMW sind bekannt für ihre Langlebigkeit und hohe Laufleistungen der Boxermotoren, sodass auch ältere gebrauchte Maschinen wie die BMW R 45 sich noch gut für längere Ausfahrten eignen.

Eine erste Modellpflege erlebten die Maschinen 1981, wobei es nur um technische Details ging. So erhielten die Motoren Laufbuchsen aus Nikasil statt aus dem schwereren Grauguss, um Gewicht zu sparen. Die Ölwanne wurde vergrößert, die Kupplung leichtgängiger ausgelegt. Sonst gab es keine wesentlichen Veränderungen an dem Modell bis zur Einstellung 1984.