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Aprilia Habana

Aprilia Habana: Der Retro-Roller aus Italien

Wer sich mit dem erstmals 2000 präsentierten Retro-Roller Aprilia Habana beschäftigen möchte, wird früher oder später auf die Bezeichnung Aprilia Mojito stoßen. Der Grund der Namensänderung liegt in einem Rechtsstreit, bei dem der italienische Hersteller sich geschlagen geben musste. Aprilia ist ein traditionsreiches Unternehmen, dessen Anfänge bis in die 50er-Jahre zurückreichen. Zunächst als Fahrrad-Hersteller erfolgreich, wurde nach der Übernahme durch Ivano Beggio, den Sohn des Gründers Alberto Beggio, damit begonnen, Motorräder zu entwickeln. Ende der 60er wurden die ersten Modelle präsentiert. Der Erfolg stellte sich schnell in Form zahlreicher Weltmeister-Titel ein, die in den verschiedensten Hubraum-Klassen erzielt wurden. Mit dem Aprilia Habana Roller wurde die gesamte Modell-Palette konsequent erweitert, um der Nachfrage auf dem Markt nachzukommen. Als Vorgänger gilt der Aprilia Scarabeo, der 1993 seine Premiere feierte.

Aprilia Habana: Kuba und England lassen grüßen

Was den Aprilia Habana so besonders macht, ist ganz klar das gelungene Retro-Design, das über die Generationen hinweg immer wieder neu modifiziert wurde. Allerdings kam es nach einer einjährigen Pause 2003 zu einem kleinen Stilbruch, da bei diesem Modell auf Details wie den ausladenden Lenker oder Chrom-Applikationen verzichtet wurde. Ein Jahr später wird dieser gestalterische Fauxpas wieder revidiert. Der Roller kommt in zwei Motorvarianten mit jeweils 50 cm³ und 125 cm³ auf den Markt und erinnert tatsächlich wieder an nostalgisch angehauchte US-Fahrzeuge, die noch heute lässig auf den Straßen Kubas auf und ab flanieren. Hervorzuheben ist in diesem Zusammenhang der Aprilia Habana 125 Custom Roller, allerdings längst namentlich ein Mojito wie alle anderen auch. Stilistisch gesehen zeichnet sich der Scooter durch den geschwungenen und extrem ausladenden Lenker aus, der zudem durch die verchromten Spiegel links und rechts optisch noch Highlights setzt. Ergänzt wird der Anblick durch die ebenfalls verchromten Rundscheinwerfer. Vielleicht erinnert sich der eine oder andere an dieser Stelle an den Film "Quadrophenia" von der Band „The Who“, in dem die sogenannten Mods aus England ihr Lebensgefühl speziell in den 60ern durch maßgeschneiderte Kleidung und extrem aufgehübschte Roller zum Ausdruck brachten.

Was der Aprilia Habana Roller alles zu bieten hat

Vor allem bietet der Aprilia Habana Roller eines: viel Platz für den Fahrer dank der sehr breiten und zudem bequemen Sitzbank. In Verbindung mit dem ausladenden Lenker kommt sofort das Gefühl auf, auf einem gemütlichen Cruiser Platz genommen zu haben. Genau so fährt sich der Roller auch und macht auf diese Art den Unterschied aus. In der kleineren Variante ist der Scooter mit einem 49,4 cm³ Einzylinder-Zweitaktmotor ausgestattet, der es auf 4,3 PS (3,16 kW) bringt und eine Geschwindigkeit von bis zu 45 km/h erlaubt. Der große Bruder kommt dagegen mit einem Einzylinder-Viertakter daher, der Hubraum liegt bei exakt 124 cm³. Mit 10,2 PS (7,5 kW) erreicht er eine Höchstgeschwindigkeit von um die 90 km/h. Wer sich ein wenig dem Nostalgie-Faktor hingeben möchte und gerade das gemütliche Cruisen als Fortbewegungsart bevorzugt, liegt mit dem Aprilia Habana alias Aprilia Mojito genau richtig.