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Ford Mustang Oldtimer

Informationen zu Ford Mustang Oldtimer

Der galoppierende Mustang als chromblitzendes Emblem mitten auf dem Kühlergrill ist das Markenzeichen eines amerikanischen Sportwagens, der seit seinem Erscheinen 1964 bis heute Automobilgeschichte geschrieben hat. Zwar durfte wegen Patentstreitigkeiten zwischen Ford, den USA und den deutschen Unternehmen Krupp und Kreidler der Mustang in Deutschland nicht unter seinem Modellnamen vertrieben werden - er wurde als "Ford T5" auf dem hiesigen Markt angeboten - das tat aber seiner Beliebtheit keinen Abbruch. Heute erreicht ein gut erhaltener Ford Mustang Oldtimer Spitzenpreise bis zu 50.000 Euro.

Der erste Ford Mustang ab 1964 (Mustang I)

Mit dem Mustang löste Ford das Modell Thunderbird ab, das Mitte der 50er Jahre die Antwort auf die Herausforderung von Chevrolet mit seinem Modell Corvette war, das 1953 auf den amerikanischen Markt kam. Die erste Modellreihe der Mustang-Serie war genau zugeschnitten auf die amerikanische Jugend und die sportive Mittelschicht.

Ford hatte den damaligen Trend der Zeit erkannt und präsentierte einen nahezu reinrassigen Sportwagen, der durch viele Ausstattungsmerkmale sowohl als Einzelextras als auch in Form von Zusatzpaketen genau auf die Zielgruppen zugeschnitten waren, die Ford mit bemerkenswerten Marketing- und Werbestrategien angepeilt hatte. Da gab es den spartanisch ausgestatteten Sechszylinder, das kleine und handliche Luxuscoupé oder die Sportversion, die zunächst von einem 4,3-Liter-V8-Motor, wenig später dann von einem 4,7-Liter-V8-Motor getrieben wurde. Der 4,3-Liter-Motor mit 121 kW (164 PS) stammte wie auch die technische Basis des Mustangs aus der Ford Falcon Modellreihe. Allen Mustangs der Baujahre 1964 ½ / 1965 gemein war eine weiße Lackierung mit knallrotem Interieur, in der Luxusausführung war es dann rotes Leder. Die eher wenigen Mustang-Modelle, die noch vor 1964 gefertigt worden waren, wurden als Modelljahr 1964 ½ bezeichnet, beziehungsweise dieser seltsam anmutenden Zeiteinteilung zugeordnet.

1965 erhielt der Ford Mustang andere Motoren. Der bisherige 2,8 Liter Sechszylinder wurde durch einen 3,3-Liter-Sechszylinder-Reihenmotor ersetzt und den V8-Motor gab es in etwas schwächeren Versionen mit 147 kW (200 PS) oder 165 kW (225 PS) Leistung. Scheibenbremsen vorne waren gegen Aufpreis optional. In den ersten drei Jahren produzierten die amerikanischen Ford-Werke knapp 1,3 Millionen Mustangs, etwa 174.000 davon in der Ausführung Cabriolet und 113.000 Stück in der Fließheckversion.

Die sogenannten Shelby-Mustangs (1965 und 1966)In den Jahren 1965 bis 1967 entwickelte Caroll Shelby, ein ehemaliger Rennfahrer und mit Ford durch den Bau der Shelby-Cobra eng verbunden, auf der Basis der Mustang-Modelle die als Shelby-Mustangs bezeichneten und zunächst überwiegend für den Automobilrennsport konzipierten und hochmotoirisierten Fahrzeuge. Für den zivilen Straßenverkehr gab es parallel zu den Mustang-Rennversionen hochgezüchtete Straßenversionen.

Ein Novum in der Geschichte der Mustang Oldtimer sind die Shelby-Modelle, die durch eine schwarze Lackierung mit goldenen Zierstreifen auffielen und im freien Verkauf nicht zu erwerben waren. Der Grund war die Exklusiv-Fertigung für einen großen amerikanischen Autoverleiher, dessen Firmenfarben Gelb und Schwarz waren. Für dieses Unternehmen wurden knapp 1.000 Exemplare gebaut.

Die zweite Version des Ford Mustang I (1967 und 1968)

Ein gänzlich überarbeiteter Ford Mustang wurde 1967 vorgestellt. Diese Modellreihen wiesen äußerlich nur geringfügige, kosmetische Änderungen auf. Insgesamt aber waren die 67er-Modelle etwas größer als die Vorgänger, insbesondere gab es im Motorraum mehr Platz für die kommenden, stärkeren Motoren, die im Folgejahr 1968 verbaut wurden: Der 4,7-Liter-V8-Motor wurde gedrosselt und erhielt nun eine Doppelvergaseranlage.

Den im Jahr zuvor vorgestellten 6,4-Liter-V8-Motor gab es nun in zwei Versionen: Die Normalversion brachte 206 kW (280 PS) Leistung und die GT-Version verfügte über 239 kW (325 PS). Neu hinzugekommen waren die Motoren in den Versionen 4,9 Liter-V8 mit 169 kW (230 PS) sowie zwei 7,0-Liter-Versionen, darunter eine eigenständig konstruierte Hochleistungsmaschine, die 287 kW (390 PS) auf die Straße brachte. Auch unterschieden sich die 67er- und 68er-Shelby-Mustangs in ihrem Aussehen nun deutlich von den bisherigen Mustang-Modellen. Zunächst ausschließlich als Fastback-Coupé-Modelle lieferbar, besaßen diese Oldtimer Lufteinlässe und Verriegelungsbolzen auf der Motorhaube, Doppelrundscheinwerfer im modifizierten Kühlergrill und breitere Heckleuchten, ähnlich den Ford-Cougar-Modellen.

1968 kamen schließlich auch die Cabriolet-Versionen auf den Markt.Die dritte Version des Ford Mustang I (1969 und 1970)In dieser Zeit entwickelte Ford den Mustang Grande, eine Luxusversion des Stufenheck-Coupés mit Vinyldach und Holzimitationen im Armaturenbrettbereich. Zur selben Zeit wurden auch die Shelby-Mustang-Modelle in ähnlichen Weisen modifiziert. Die produzierten Stückzahlen lagen in nicht nennenswerten Bereichen, weshalb es von diesen Oldtimern nahezu keine Exemplare mehr auf dem freien Markt mehr gibt. Die Produktion des Shelby-Mustangs wurde 1970 eingestellt.

Die vierte Version des Ford Mustang I (1971 bis 1973)Die Jahre 1971 bis 1973 charakterisieren die Ford Mustang Automobile. Ford glaubte an die Vision "größer, stärker, wuchtiger", was aber nicht zu den gewünschten Erfolgen in verkauften Stückzahlen führte, sondern eine Menge Kritik von den amerikanischen Automobilexperten hervorrief. In der Motorisierung gab eine Reihe von Änderungen: Die Grundversion war nun ein 4,1-Liter-Reihensechszylinder, der den 3,3-Liter-Motor ablöste. Der 4,9-Liter-Motor wurde in der Leistung gedrosselt und im Jahr 1972 kam das letztgültige Aus für die 7,0-Liter-Maschinen. Die 1973er Cabriolet-Version des Mustangs war für die kommenden neun Jahre die letzte offene Version des Oldtimers.

Der Ford Mustang II (1974 bis 1978)

Bedingt durch die Kritik an den Modifikationen der Ford Mustang I Serie zog der Hersteller nun mit der Vorstellung des ersten offiziellen Nachfolgers das Fazit und stellte auf der Basis seiner Ford-Pinto-Modelle den neuen Ford Mustang II vor. Ihn gab es als Stufen- und Fließheck-Coupé mit zunächst Vier- und Sechszylinder Motoren, später in 1975 kam dann ein 4,9-Liter-V8-Motor hinzu, den es jedoch nur gegen Aufpreis gab, und der im Gegensatz zu den früheren V8-Versionen "nur" über 91 kW (124 PS) verfügte. Außer geringfügigen, meist kosmetischen Änderungen in dieser Zeit gab es 1978 ein neues Mustang-Sondermodell: Ford stellte den Mustang II King Cobra vor, der mit besonderen Front- und Heckspoilern, Aluminiumfelgen und verbreiterten Kotflügeln hinten ausgestattet war. Insgesamt brachte es der Ford Mustang II immerhin auf 1,1 Millionen produzierte Einheiten in den fünf Jahren seines Autolebens.

Der Ford Mustang III (1979 bis 1993)

Mit der dritten Modellgeneration ging Ford neue Wege. Basierend auf den Ford-Fox-Plattformen wurde neben anderen Mustang-Varianten nun wieder eine Luxusversion angeboten. Hier handelt es sich um die Version Mercury Capri in der zweitürigen Stufenheckversion und auch in der dreitürigen Schrägheck-Coupé-Version.

Die 1979er Modelle gab es nun in Basis- und Ghia-Versionen mit 2,3-Liter-Vierzylindermotoren, die eine Leistung von 85 kW (89 PS) besaßen sowie den in Deutschland gebauten 2,8-Liter-Sechszylindermotor, der über 82 kW (111 PS) verfügte, aber im Laufe des Jahres durch einen 3,3-Liter-Sechszylinder-Reihenmotor abgelöst wurde. Optional wurde auch ein leistungsstarker V8-Motor mit fünf Litern Hubraum und einer Leistung von 104 kW (142 PS) angeboten. Die Zeitspanne 1973 bis 1993 brachte neben den bereits erwähnten Modifikationen überwiegend kosmetische Veränderungen im Hinblick auf Front- und Heckpartie, Spoiler und Schürzen, Lackierungen und Dachvarianten, außerdem kamen Neuerungen im Sicherheitsbereich hinzu wie etwa Dreipunktgurte hinten und Airbags vorne, nicht zu vergessen sind die 16-Zoll-Leichtmetallfelgen.

Der Ford Mustang IV (1994 bis 2004)

1994 konnte Ford auf 30 Jahre Mustang-Produktion zurückblicken. Grund genug, eine neue Generation des Sportwagens vorzustellen. Zweitürige Coupés und Cabriolets in den Versionen Basis, GT und Cobra waren nun die Flaggschiffe des Unternehmens. 3,8-Liter-V6- und 5,0-Liter-V8-Motoren trieben die Basis- und GT-Versionen an. Darüber hinaus gab es anlässlich des Firmenjubiläums eine limitierte Ford Mustang Cobra-Version, von der 5.000 Coupés und 1.000 Cabriolets hergestellt worden waren. Entwickelt wurden diese Modelle von einem "Special Vehicle Team (SVT)" von Ford. Da ein echter Ford Mustang Oldtimer aber mindestens 30 Jahre Autoleben auf dem Buckel haben muss, endet hier die Betrachtung bis wieder einige Jahre ins Land gezogen sind.