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KTM Ponny

KTM Ponny - das Allerskönnermoped aus Mattighofen

KTM konstruierte und baute sie - Hercules und Rabeneik übernahmen die Pläne und bauten in Lizenz eigene Versionen: Die Ponny war das große Moped, das mit einem kleinen 50 Kubikzentimeter Sachs-Zweitaktmotor vom Band lief. Als direkter Nachfolger des ersten Mopeds von KTM, der Mecky, erblickt die KTM Ponny sympathisch knatternd 1960 die Welt der noch jungen Bundesrepublik. In den Wirtschaftswunderjahren kaufen Familien sich statt eines Zweitwagens - oder überhaupt eines Autos - ein Zweirad. Die Gunst der Stunde schlägt für Roller mit ordentlichem Fußraum und langer Sitzbank mit Platz für Kind und Kegel. Der große Erfolg gibt KTM Recht. Schon zwei Jahre nach Marktstart wird die leicht verbesserte Ponny II nachgeschoben, die es in zwei Versionen gibt. Stilistisch wird sich die Simson Schwalbe an der Ponny orientieren, die ab 1967 sehr erfolgreich über ostdeutsche Straßen fährt.

50 Kubikzentimeter für die Freiheit auf zwei Rädern

Einfache Zweitakttechnik, wartungsfreies Fahrwerk und ein langer Radstand prädestinieren die KTM Ponny als echtes Alltagsfahrzeug. Mit organisch runden Formen gezeichnet, liegt sie voll im Designtrend der jungen 1960er Jahre. Der Vorteil dieser Formensprache: Mit Hoch- und Tiefziehformen kann einfaches Stahlblech relativ schnell zu ansehnlichen Karosserieformen gestaltet werden. Der gewonnene Platz bietet jede Menge Stauraum für Dinge, die ein Mopedfahrer im alltäglichen Verkehr mit sich führen muss. Werkzeuge, kleinere Ersatzteile wie z. B. eine Zündkerze oder für den Fall der Fälle, dass die Tankstelle kein 1:25 Gemisch vorrätig hat, eine kleine Flasche bestes Motoröl zum Selbermixen. Der einfache Aufbau des Zweitakters erfordert, dass die Schmierung des Kolbens im Zylinder über den Kraftstoff sichergestellt werden muss. Für eine externe Ölversorgung, wie sie heute Standard ist, sieht man bei der KTM Ponny anno 1960 noch keinen Bedarf. Von Abgasbestimmungen war noch lange keine Rede. Trotz des eher einfachen Motoraufbaus leistet er bis zu 4,3 PS. Das genügt für eine Höchstgeschwindigkeit von knapp 70 Stundenkilometer – die auch heute noch dank Bestandsschutz mit einem herkömmlichen Versicherungskennzeichen gefahren werden dürfen. Als Mokick wird die Leistung des Sachs Motors der KTM Ponny auf 1,8 PS reduziert.

An der Farbgebung das Baujahr abschätzen

Sofern eine gebrauchte KTM Ponny gefunden wird, sind sie oft restaurationsbedürftig. Die Ersatzteilsuche gestaltet sich tendenziell eher schwierig. Gerade Blechteile sind rar und es empfiehlt sich, eher Zeit in eine Aufarbeitung der vorhandenen Karosserie zu stecken, als sie für die Suche nach oft schlechten Nachbauteilen zu verwenden. Auch Zylinder und Kolben gibt es nur sehr teuer – einen wenig gelaufenen Austauschmotor aufzuarbeiten ist oft die bessere Wahl. Unter Liebhabern der KTM Ponny ist besonders die rot-weiße Lackierung beliebt. Schließlich zeugt sie davon, dass das Moped aus der ersten Serie stammt. Ab 1963 wechselt KTM zur blau-weißen Farbgebung; ab 1968 ist Silber die Trendfarbe. Die kleine Version der KTM Ponny in Kobaldblau-Metallic wurde bis 1979 gebaut.