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Cagiva Elefant 900

Cagiva Elefant 900 - eine erfolgreiche Enduro

Der italienische Motorradhersteller Cagiva feierte mit dieser Enduro seine größten Erfolge im Rallye-Rennsport. Die Cagiva Elefant 900 geht auf die Elefant 650 zurück, mit der Cagiva als dritter Hersteller nach Honda und BMW erstmals eine Enduro mit Zweizylinder-Motor produzierte. Als Motor kam ein V2-Motor von Ducati mit 50 PS zum Einsatz. Die Cagiva Elefant 900 entstand als Rennmaschine für die Teilnahme an der Rallye Dakar und ist ein hochwertiges Konkurrenzprodukt zu den Reiseenduros Yamaha XTZ 750, BMW R 100 oder Honda XRV 750. Produziert wurde die Maschine ab 1991. Verfügten die Vorgänger noch über einen Vergaser, ist die Elefant 900 mit elektronischer Einspritzung ausgestattet.

Wüstensieger bei der Rallye Dakar

1990 wurde Edi Orioli bei der Rallye Dakar Erster und Alessandro De Petri fuhr auf einer Cagiva Elefant 900 auf den dritten Platz. Das Lucky-Explorer-Design wurde daraufhin auf die Werksmaschinen übertragen. Zusätzlich wurden eine Marzocchi-Gabel, das Öhlins-Federbein und eine elektronische Magneti Marelli Einspritzanlage integriert. Das Vorderrad ist 19" groß - damals recht ungewöhnlich. Die Verkaufszahlen waren gering, mit einem Neupreis von rund 18.500 DM war die Cagiva Elefant 900 deutlich teurer als beispielsweise die Honda XRV 750 (10.500 DM). Insgesamt wurden etwa 1.000 Exemplare der Lucky-Explorer-Edition hergestellt, im Originalzustand sind nur wenige erhalten geblieben. Ein weniger aggressives Design mit dezent grauer Lackierung bekam das Nachfolgemodell, die Cagiva Elefant 900 i.e. GT. Bei dieser sind die Federwege kürzer, die Lichtmaschine ist stärker und die Sitzhöhe fällt niedriger aus. Zudem erhielt der Motor einen sechsten Gang hinzu.

Motorleistung und Komfort

Der V2-Motor zeigt sich gerade im mittleren Drehzahlbereich sehr lebendig, sein Schwachpunkt hingegen sind die Auslass-Ventilführungen im Zylinderkopf. Haltbarere Zylinderköpfe wurden ab 1995 verbaut. Kritisiert wird bei der Elefant 900 zudem die vordere Bremsanlage, die gerade bei Bergabfahrten zu Fading neigt. Die Sitzbank ist zwar groß genug, jedoch sei diese nach Meinung einiger Fahrer auf Dauer zu hart und zu unbequem. Deshalb wurde ab 1996 auch die Polsterung verbessert.

Fazit

Die Cagiva Elefant 900 hat Seltenheitswert auf deutschen Straßen. Für gebrauchte Exemplare sind die Preise recht hoch, auch Ersatzteile kosten vergleichsweise viel. Die italienische Edel-Enduro bereitet ihren Besitzern immens viel Spaß - das notwendige Taschengeld vorausgesetzt.