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Aprilia Dorsoduro

Der italienische Motorradproduzent Aprilia - erst seit 1968 am Markt vertreten und damit einer der jüngsten Zweiradhersteller - pflegt in seiner Modellpolitik einen ganz eigenen Stil. So ganz verkehrt kann dieser Stil nicht sein, mit 1322 Neuzulassungen von Januar bis September 2010 liegt Aprilia deutlich vor den italienischen Traditionsmarken Moto Guzzi (659 Neuzulassungen) und MV Agusta (345 Neuzulassungen). Aprilia liefert solide Qualität zu nicht allzu übertriebenen Preisen - im Gegensatz zu den preislich abgehobenen "Altmeistern" BMW (produziert seit 1923 Motorräder), Harley Davidson (seit 1903) und Triumph (seit 1902). Salopp ausgedrückt: Bei Aprilia bekommt man noch etwas fürs Geld. Manchmal leider auch vollkommen missglücktes Design. Die Aprilia SMV 750 Dorsoduro ist so ein Fall. Optisch lehnt sich die 8.913 teure Dorsoduro an das Supermoto-Design an, technisch sie eine Aprilia Shiver 750, die das Konto jedoch nur mit 7.813 Euro belastet. Die 1.100 Euro günstigere Shiver kommt optisch gefälliger daher, leistet vier PS mehr (95 PS), ist 10 km/h schneller (210 km/h) und bietet mit 810 Millimeter Sitzhöhe gegenüber 870 Millimetern den angenehmeren Arbeitsplatz. Also schlechte Karten für die Dorsoduro? Eigentlich ja - sie ist eindeutig ein Fall für Fans. Die greifen aber dann gleich zur 9.613 Euro teuren Dorsoduro Factory, die mit edlen Karbonteilen aufgewertet ist und dadurch kaschiert, dass sie eigentlich hässlich ist. "Dorsoduro" bedeutet wörtlich übersetzt "harter Rücken". Den bekommt man auf der Dorsoduro garantiert nicht, denn sie ist mit ellenlangen Federwegen gesegnet, die sie überraschend komfortabel machen. Im Test der Fachzeitschrift MOTORRAD erreichte die Aprilia Dorsoduro 624 von 1000 möglichen Punkten, das ist die zweitbeste Aprilia-Note nach der Tuono. Die Dorsoduro 1200 ist die große Schwester der 750-er, älter, aber hübscher und um einiges kräftiger. 130 PS macht der große Zweizylinder locker, und er macht das auf die typische Art eines dicken Twins: Etwas ruppig, bei jeder Drehzahl brutal, und immer mit Gänsehautcharakter und Suchtpotenzial. Die 1200-er ist eine typische "Wenn schon, denn schon"-Maschine. 11.513 Euro will der Aprilia-Händler für die 1200-er sehen, den Aufpreis zur 750-er ist sie allemal wert.

gebrauchte Aprilia Dorsoduro und deren E10 Verträglichkeit

Eine Aprilia Dorsoduro kann man getrost gebraucht kaufen. Eine 750-er von 2009 gibt es mit nur 4000 Kilometern auf dem Tacho für knapp 7.000 Euro. Das ist ein sicherer Kauf. Die 1200-er ist neu und teuer. 9.300 Euro verlangt ein Händler für ein Vorführzeug von 2011 mit 1.000 Kilometern auf der Uhr. Das ist kein Schnäppchen, aber fair. Zur Frage der E 10 Benzin-Verträglichkeit der Aprilia Dorsoduro: E 10 noch nicht frei gegeben!