Kurztest: Opel Antara 2.0 CDTI Flex-Fix – Mit dem Radl im Antara

Ein halbes Jahr nach der Markteinführung hat Opel dem Diesel-Antara endlich die Anfahrschwäche ausgetrieben. Ab Herbst ist das SUV zusätzlich mit dem bereits vom Corsa bekannten Fahrradträger Flex-Fix ausrüstbar.

Ende letzten Jahres hat Opel die ersten Antara-Testfahrzeuge an Motorjournalisten ausgegeben und erntete nicht nur Lob. Vor allem die eklatante Anfahrschwäche des Zwei-Liter-Selbstzünders bescherte den Rüsselsheimern harte Kritik. Bis Mai haben die Ingenieure getüftelt, um den Fahrkomfort des Selbstzünders zu steigern.

Verbesserter Diesel

Überarbeitet wurde vor allem die für die Motorsteuerung zuständige Software. Aber auch die Kupplung – die immer noch einen sehr langen Kupplungsweg aufweist – wurde modifiziert. Zudem sind die niedrigen Gänge des manuellen Fünfgang-Getriebes kürzer übersetzt, um den 150 PS starken Diesel schneller auf Touren zu bringen.

An den Kennzahlen des Aggregats hat sich nichts geändert. Bei 4.000 Umdrehungen liegt die maximale Leistung an, bei 2.000 Touren gehen 320 Newtonmeter an die vier Räder. Ein intelligentes Allradsystem verteilt die Kraft flexibel zwischen Vorder- und Hinterachse.

Deutlich komfortabler

Wer erwartet, dass der Antara wie ein junges Reh los sprintet, wird immer noch enttäuscht. Dennoch setzt sich der Crossover spürbar angenehmer in Bewegung. Auch die Rate des versehentlichen Abwürgens dürfte deutlich zurückgehen. Richtig zur Sache kommt der Vierzylinder erst jenseits der 2.000 U/min, dann schiebt er – begleitet von einem wehmütigen Seufzen des Turboladers - den 1,8 Tonnen schweren Opel kraftvoll an.

Legt man auf den Diesel-Einstiegspreis von 31.930 Euro noch mal 650 Euro drauf, bekommt man ab Herbst das vom Kleinwagen Corsa bekannte Fahrradträger-System Flex-Fix: Eine Schublade im hinteren Stoßfänger, die bei Bedarf ausgefahren werden kann und bis zu zwei Drahtesel aufnimmt (maximale Beladung 40 Kilogramm).

Komplex aber gut

Wer sich zum ersten Mal mit dem Trägersystem auseinandersetzt, wird seine Probleme damit haben. Spätestens nach zwei, drei Mal üben aber geht das Ein- und Ausklappen des Mechanismus schnell und leicht von der Hand. Fest verankert können die Fährräder dann mit in den Urlaub fahren.

Wird das System nicht gebraucht, verschwindet es inklusive der extra Rückleuchten wieder unauffällig in der Stoßstange. Neben Fahrrädern lässt sich auch eine Box installieren, die all das aufnimmt, was nicht in den Innenraum soll. Einziges Manko: Die Parksensoren funktionieren nicht, wenn der Träger ausgeklappt wird.

Fazit

Der Antara ist mit Kinderkrankheiten gestartet, die Opel so langsam kuriert. Die überarbeitete Version des Diesels fährt sich deutlich angenehmer als der Vorgänger. Wer gerne mit dem Rad in den Urlaub fährt, wird sich über das praktische Flex-Fix-System freuen.

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