Vorstellung: Land Rover Range Rover – Aluminium-Diät

Nach mehr als 40 Jahren stellen manche Hersteller schon die siebte Generation einer Baureihe vor. Land Rover hingegen zeigt auf dem Pariser Autosalon (29. September bis 14. Oktober 2012) mit dem neuen Range Rover erst die vierte Auflage des Geländewagen-Klassikers.

Nicht nur die langen Laufzeiten bezeugen Land Rovers Hang zur Tradition. Auch dass der neue Range Rover optisch nur dezent weiterentwickelt wurde, spricht für einen verantwortungsvollen Umgang mit der eigenen Historie. Schließlich gilt der Range nicht weniger denn als Wegbereiter der modernen SUVs.

Neue Lichter

Neu und auffällig sind vor allem die in die Flanken gezogenen Scheinwerfer und Rückleuchten, die mit einer sich über die gesamte Seite ziehenden Fuge verbunden sind. Auch wenn die neuen Lampen an den kleinen Bruder Evoque erinnern; sein bulliges Auftreten haben die Designer dem Range Rover bewahrt. Je drei lamellenartige Kiemen an den Vordertüren sollen sogar die vermutlich wieder knapp fünf Meter lange Neuauflage optisch noch ein wenig strecken.

Nicht zugelegt sondern abgespeckt hat der Range Rover dagegen beim Gewicht. Das war auch bitter nötig, denn die noch aktuelle Generation bringt aberwitzige 2,6 Tonnen auf die Waage. Um der Masse Herr zu werden, setzt Land Rover als erster Hersteller im Geländewagensegment auf Aluminiumkarosserie und -fahrwerk. Das soll beeindruckende 420 Kilogramm einsparen. Auch wenn der Neue damit immer noch über zwei Tonnen schwer ist, soll der leichte Werkstoff doch für eine Spriteinsparung von mindestens einem halben Liter sorgen.

Mehr Fahrdynamik

Zusammen mit dem überarbeiteten Fahrwerk, dem verbesserten Terrain-Response-System, das den permanenten Allradantrieb an den jeweiligen Untergrund anpasst und einer optimierten Luftfederung wird sich das Mindergewicht zudem positiv auf die Fahreigenschaften des Range Rovers auswirken. Bislang war der große Brite kein Meister der Fahrdynamik sondern eher schwerfällig unterwegs.

Wie schon in der zweiten Range-Rover-Generation soll auch die Neuauflage wieder mit einem rund 300 PS starken Sechszylinder-Diesel ausgestattet werden; ein entsprechendes Aggregat bietet bereits die Konzernschwester Jaguar unter anderem für den XJ. Die aktuell ausschließlich feilgebotenen V8-Motoren, als Selbstzünder und als über 500 PS starker Kompressor-Benziner, werden auch in Zukunft in der Preisliste stehen.

Teurer als andere

Genaue Leistungs- und Verbrauchsdaten nennt Land Rover derzeit ebenso wenig wie Preise. Aktuell müssen mindestens 89.100 Euro für den TDV8 bezahlt werden. Mit der Wiedereinführung des Sechszylinders dürfte der Einstiegspreis aber auf rund 80.000 Euro sinken. Das ist etwas mehr, als die Einstiegspreise für den neuen Mercedes-Benz GL (ab 72.470 Euro) oder Toyota Landcruiser V8 (ab 74.500 Euro) und liegt deutlich über den Mindestpreisen für einen Audi Q7 (ab 52.500 Euro) oder Porsche Cayenne (ab 58.525 Euro) – mit teilweise allerdings deutlich schwächeren Basisaggregaten.

Wollen Sie jetzt durchstarten?

Alle Artikel

Neuer Toyota Mirai wird salonfähig

News

Auch der Maserati der Zukunft fährt elektrisch

News

Ab Frühjahr geöffnet: Erste Bilder vom Aston Martin Vantage Roadster

News
Mehr anzeigen