Zum Transport von Massengütern oder für die weiteren zahlreichen Einsatzmöglichkeiten moderner LKWs wurden die Grundkonstruktionen ihrer Aufbauten heute weitgehend standardisiert und vereinheitlicht, so dass unterschiedliche Varianten sogenannter Standardaufbauten lieferbar sind.

Standardaufbauten von LKWs

Dazu zählen beispielsweise Pritschen-Aufbauten, geschlossene Kastenvarianten und Tankaufbauten, die bereits in ihren Grundformen während des Gebrauchs der Pferdekutschen existiert haben. Weitere Standardaufbauten heutiger LKWs sind der Kipper- oder Muldenkipper-Aufbau, Isolier- und auch Kühlaufbauten oder Aufbauten für die Nutzung von Wechselbehältern, beispielsweise für Container. Standardaufbauten von LKWs zeichnen sich daher durch eine hervorragende Eignung für den Transport bestimmter jeweiliger Güterarten aus. Eine dieser Formen des Standardaufbaus bei Lastkraftwagen ist der sogenannte geschlossene Kasten. Hierbei muss die Ladefläche völlig von festen Wänden umschlossen und sogar fest überdacht sein. Meist befinden sich an der Rückseite oder aber auch an den Seitenwänden Türen.

Der Kofferaufbau

Eine beliebte Unterform dieses geschlossenen Kastens ist der sogenannte Kofferaufbau. Der Name ist auf die äußerlich typische und separate Form des Aufbaues, des Koffers, zurückzuführen. Dieser Koffer ist kastenförmig ausgeführt, rundum komplett geschlossen, überdacht, wobei der separate Laderaum nicht mit dem Führerhaus verbunden ist. Der Kofferaufbau ist lediglich auf das Chassis des Fahrzeuges aufgesetzt und fest mit diesem verbunden. Jedoch existieren auch Varianten dieser Koffer-LKWs, bei denen die Kofferaufbauten gewechselt werden können. In diesem Fall nennt MAN die Aufbauten Wechselkoffer oder auch Container.

Ausführungen des Kofferaufbaues

Ein Kofferaufbau besitzt meist ein Grundgerüst in Gestalt eines Leiteraufbaues aus Stahl. An diesem Gerüst sind stabile und feste Seitenwände aus Holz, aus Aluminium oder aber auch aus Kunststoff befestigt. Die Kofferaufbauten können in Abhängigkeit von ihrem Einsatzzweck variieren. Man trifft simple Sperrholzausführungen ebenso wie in leichter Sandwichbauweise ausgeführte Aluminium- oder sogar isolierende Thermokoffer. In der Regel bilden der Kofferaufbau und das Führerhaus eines Koffer-LKWs zwei baulich vollständig voneinander abgetrennte Räume. Bei kleineren LKW existiert jedoch auch gelegentlich eine Tür zwischen Kofferaufbau und Führerhaus, wie bei den Zustellfahrzeugen von Hermes oder DHL üblich. Kühlkofferaufbauten, die oft auch als Iso- oder Thermokoffer bezeichnet werden, sind speziell isolierte Aufbauten, deren Wände meist aus Polyurethanschaum beziehungsweise aus glasfaserverstärktem Kunststoff um ein Holzgerüst herum gegossen und in Sandwichbauweise ausgeführt wurden. Die Maximalbreiten für Kofferaufbauten von LKWs sind durch den Gesetzgeber limitiert und betragen in Deutschland 2,55 Meter. Da Kühlkofferaufbauten eine Isolierung benötigen, dürfen solche Koffer 2,60 Meter breit sein. Koffer ermöglichen den temperaturgeführten und witterungsgeschützten Transport von Wirtschaftsgütern. Sie ermöglichen ferner den festen Einbau diverser Lagersysteme, wie Regale oder Hängevorrichtungen.
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