Was ist eine Sämaschine

Diese Maschine wird benutzt, um Saatgut in den Boden einzubringen. Es sind zwei Punkte bei der Saat zu beachten: die Saattiefe und die Saatdichte (Körner pro Fläche).

Aufbau

Eine Sämaschine besteht im Grunde aus folgenden Teilen:

Einem Vorratsbehälter, in diesem werden die Saatkörner aufbewahrt und von dort werden sie weiter verteilt. Dort wird mit Hilfe einer Dosierung, Nocken- oder Zellenrädern, die Menge festgelegt (wie viel Körner pro Hektar).

Anschließend wird die Menge auf die einzelnen Säschare aufgeteilt. Der Transport von dem Vorratsbehälter zu den Säscharen kann über zwei Wege geschehen. Zum einen, dass der Vorratsbehälter direkt über den Scharen ist und die Körner dort hineinfallen. Die andere Möglichkeit besteht darin, dass die Körner mit Hilfe von Luft in einem Schlauchsystem verteilt werden. Bei diesen Pneumatiksystemen kommt es häufig vor, dass die Körner während des Transportes in einem Verteilungskopf in die einzelnen Schläuche für jedes Schar verteilt werden. Bei der mechanischen Sämaschine wird das Korn direkt am Vorratsbehälter für jedes Schar einzeln dosiert, so hat jedes Schar ein eigenes Dosierorgan.

Die Säschar schlitzt den Boden auf und dahinter fällt dann das Korn in den Boden. Die Tiefenführung für das Säschar kann man mit Hilfe einer Mechanik einstellen. So kann jedes Schar eine eigene Aufhängung mit einem Rad als Tiefenführung haben oder alle Schare werden mit Hilfe einer Mechanik über ein Rad in der richtigen Tiefe gehalten. Die Form des Säschares ist variabel. So gibt es für jeden Bodentyp und Form der Saat (z.B. Mulchsaat) eine optimiertes Schar. Zum einen gibt es den Schlitzschuh, der eine Furche in den Boden zieht. Zum anderen gibt es noch ein Doppelscheibenschar, was die Furche in den Boden hineinschneidet und die Erde zur Seite drückt. Diese Scheiben können auch verschiedene Formen haben, so gibt es einfache runde Scheiben, oder Scheiben mit einer Wellenform.

Nachdem das Korn im Boden abgelegt wurde, wird mit Hilfe von Andruckwalzen die Erde wieder auf das Korn gedrückt und wieder verfestigt. Abschließend wird mit einem Striegel die oberste Erdschicht noch einmal angekratzt, um die Wasserkapillaren im Boden zu zerstören, so dass das Wasser aus dem Boden schlechter verdunsten kann.

Hersteller

Die bekanntesten Hersteller sind Horsch mit seinen Pronto und Sprinter Serien. Väderstad ist mit seinen Reihen "Spirit" und "Rapid" mit auf dem Markt. Weiterhin ist Lemken mit seiner Solitair Baureihe vertreten. Weitere Anbieter sind noch Amazone, Rabe, Pöttinger und Kverneland.
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