Hoflader, auch als Hofschlepper oder Hoftracs bezeichnet, sind spezielle landwirtschaftliche Nutzfahrzeuge, die auf Bauernhöfen, aber auch anderen Einrichtungen und Betrieben, zum Beispiel in städtischen Betriebshöfen oder im Garten- und Weinbau, Verwendung finden und sich steigender Beliebtheit erfreuen. Die Hoflader wurden von ihren Herstellern speziell für das Agieren und Arbeiten in durch Platzmangel und Enge charakterisierten Gegebenheiten entwickelt. So sind sie eigens für den Zweck ausgelegt, um mit engen Durchfahrten und niedrigen Deckenhöhen, wie sie oft in Ställen, Scheunen und Wirtschaftsgebäuden anzutreffen sind, zurechtzukommen. Ähnlich wie bei den elektrisch betriebenen Gabelstaplern, die im beengten Innenbereich von Lagerhallen arbeiten müssen, hatte die räumliche Enge auch erhebliche Auswirkungen und Einflüsse auf die Bauart und die Konstruktion der Hoflader, die sich dadurch erheblich von den sonst üblichen Radladern unterscheiden.

Hoflader sind Kompaktladern sehr ähnlich

Am ehesten ist der Hoflader wohl mit dem Kompaktlader verwandt, der sich gleichfalls durch geringe Abmessungen und eine extrem große Wendigkeit auszeichnet. Im bäuerlichen Umfeld werden Hoflader vorwiegend zu der Verrichtung der typischen landwirtschaftlichen Arbeiten auf den Höfen eingesetzt. Dies sind beispielsweise mechanisierte Arbeiten bei der Fütterung, beim Ausmisten der Ställe und alle auf den Höfen anfallenden Transportarbeiten, wie beispielsweise von Milchkannen oder Heuballen, aber auch bei Verladearbeiten, wie beispielsweise bei der Heu- und Strohernte oder der Bergung von Windbruch.

Größte Flexibilität durch Anbaugräte

Um möglichst universell einsetzbar zu sein, lässt sich der Hoflader, ähnlich wie der Gabelstapler, durch diverse Anbau- und Zusatzgeräte dem jeweiligen Aufgabenbereich ideal anpassen. Solche Anbaugeräte können das sogenannte Krokodilgebiss, aber auch Ladeschaufeln, Ballenzangen zum Erfassen von gepressten Stroh- oder Heuballen sowie sein, die dem Erfassen und Heben einfacher Transportpaletten dienen. Analog zu seinem größeren Verwandten, dem Radlader, besteht auch ein Hoflader aus folgenden fünf Bestandteilen: sofern vorhanden aus dem Knickgelenk, aus einem Hubrahmen, aus den vorderen Anbaugeräten, aus dem Motor und dem Fahrerplatz oder der Fahrerkabine. Aus Gründen der Wendigkeit werden die meisten Hoflader heute mit der bewährten Knicklenkung hergestellt, dennoch sind bei den Fahrzeugen auch andere Lenksysteme üblich, wie beispielsweise die Panzerlenkung. Hierbei existiert keine lenkbare Fahrzeugachse, sondern die Drehung des Fahrzeuges nach links oder rechts resultiert aus den jeweils auf diesen Seiten unterschiedlich drehenden Rädern. Insgesamt ist die Konstruktion auf hohe Wendigkeit ausgelegt. Die dafür in Kauf genommene schmale Spurbreite macht den Hoflader bei großer Last jedoch etwas instabil und kippanfällig. Daher ist es aus Sicherheitsgründen eingerichtet, dass die Hoflader Fahrerkabinen, zumindest aber jedoch feste Überrollbügel über dem Fahrerplatz besitzen.
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