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MZ

Das MZ Motorradwerk Zschopau im Erzgebirge ist aus dem ehemaligen DKW-Werk hervorgegangen. Zunächst wurden bei MZ noch DKW-Konstruktionen wie die RT 125 verwendet. Sehr bald folgten Eigenentwicklungen mit 125, 150, 175, 250 und 300 Kubikzentimetern. Bis zur Wende 1989 hatte sich MZ vollkommen dem Zweitaktmotor verschrieben. Die einfachen schlitzgesteuerten Zweitakter erreichten eine für damalige Zeit sehr hohe Reife und Zuverlässigkeit. MZ Motorräder genossen lange Zeit - besonders in den sozialistischen Ländern einschließlich Kuba - einen ausgezeichneten Ruf. Auch in der Bundesrepublik wurden die zweirädrigen Arbeitstiere gern gefahren, speziell von nicht allzu begüterten Motorradfans wie Studenten. Den Import nach Westdeutschland übernahm zunächst der Versandhändler Neckermann, dann der Motorradzubehörhändler Hein Gericke. Die Preise lagen weit unter denen japanischer oder sonstiger Mitbewerber. So kostete beispielsweise 1973 eine MZ TS 150 gerade einmal 1675 D-Mark. Auch die Ersatzteilpreise waren extrem niedrig, desgleichen die Versicherungsprämien. Die einzigen wirklichen Kosten, die eine MZ überhaupt in der Lage ist, zu verursachen, sind die Kraftstoffkosten. So kann eine scharf gefahrene 250-er MZ schon einmal sechs Liter Benzin auf 100 Kilometer verbrennen, mit Beiwagen werden schnell acht Liter daraus. Eine 125-er braucht allerdings - verhalten bewegt - gerade einmal drei Liter.
Entgegen landläufiger Stammtischmeinungen waren die MZ Motorräder nicht unzuverlässiger als andere Motorräder auch. Kleine Defekte wurden schnell unterwegs mit dem Bordwerkzeug behoben. Einziger wirklicher Schwachpunkt waren die Kurbelwellenlager aus DDR-Produktion. Sie hielten meist nur 35000 Kilometer. Nach der Umrüstung auf "Westlager" war dann im wahrsten Sinn des Wortes Ruhe.
Was viele nicht wissen: Zeitweilig war das Motorradwerk MZ in Zschopau die größte Motorradfabrik der Welt. Das war, bevor die japanischen Hersteller überhaupt beachtet wurden. Kurios: Die ersten Suzuki-Konstruktionen, speziell die Rennmaschinen, basierten auf MZ-Motoren. Der erfolgreiche MZ-Werksrennfahrer Ernst Degner hatte einen Auslandsaufenthalt genutzt, der DDR den Rücken zu kehren und Suzuki seine Dienste anzubieten. Noch mehr Weltmeistertitel als im Straßenrennsport heimste MZ übrigens im Geländesport ein.


Gebrauchte MZ Motorräder und deren E10 Verträglichkeit


Soll man ein MZ Motorrad gebraucht kaufen? Es bleibt keine Wahl. Wie es mit MZ weitergeht, wenn überhaupt, steht im Moment - wieder einmal! - in den Sternen. Neue MZ Motorräder gibt es zurzeit nicht, also muss es ohnehin eine Gebrauchte sein. Natürlich ist eine 500-er mit Viertaktmotor aus der Nach-Wende-Zeit das bessere und schnellere Motorrad. Das echte MZ-Feeling bringt sie allerdings nicht hinüber. Das kann nur ein Zweitakter, mit der charakteristischen blauen Wolke hinter dem Auspuff. Am besten eine 250-er, mit bis zu 21 PS und über 130 Stundenkilometer Höchstgeschwindigkeit. Welches Modell nehmen? Oldtimer-Freaks bevorzugen die ES 250 mit Vollschwingen-Fahrwerk in Zweifarblackierung blau-weiß, eines der bequemsten Motorräder, das es je gab. Selten und begehrt ist auch die ETS 250 mit riesigem 23-Liter-Tank. Massenware - auch heute noch! - ist die TS 250. Die drei genannten besaßen schwächliche Sechs-Volt-Lichtmaschinen, besonders mit Beiwagen ein echtes Problem. Besserung brachte erst die ETZ 250 mit Zwölf-Volt-Anlage. Die besaß dann auch schon eine Scheibenbremse im Vorderrad. Was darf man für eine MZ anlegen? Wer handwerklich begabt ist, kann mit 300 Euro auskommen. Ersatzteile gibt es günstig und im Überfluss. Achtung: Eine MZ verträgt viel - aber kein E 10!


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