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BMW R71

Die BMW R71 – die Großtouren- und Beiwagenmaschine

1938 präsentiert BMW die R 71. In dem geschweißten Rahmen sitzt ein 750 ccm Motor. Die BMW-Modelle R 51, R 61 und R 66 basieren auf demselben Rahmen und unterscheiden sich lediglich im Hubraum der verbauten Motoren. Die Ingenieure vereinen vier Klassen in einem Rahmen. Die Palette reicht vom Einstiegsmodell R 51 mit 500 ccm bis zum Spitzenmodell R 71, das BMW als Motorrad für stärkste Belastung beworben hat. Bis zum Produktionsende 1941 verlassen 3.458 Einheiten das BMW-Werk.

Der Motor der BMW R 71

Als Top-Motorisierung hat BMW den Zweizylinder-Viertakt-Boxermotor ausgewählt. Der Motor ist längs in den Rahmen verbaut und leistet 22 PS bei 4900 U/min. Die Nockenwelle wird über ein Stirnradpaar von der vorderen Kurbelwelle angetrieben und öffnet über Gleitstößel die Ventile. Die stehenden Ventile, auch unter der Bezeichnung Flathead bekannt, befinden sich seitlich neben den Zylindern und kommen beim Viertaktmotor zum Einsatz. Die Bauweise des Zylinderkopfes ist besonders niedrig. Er enthält keine Teile des Ventiltriebs mehr. BMW verbaut die abnehmbaren Zylinderköpfe aus Leichtmetall mit radial angeordneten Kühlrippen. Der Zylinder ist aus Grauguss gefertigt. Auf dem Getriebegehäuse sitzt der Luftfilter, der die zwei Graetzin-Vergaser versorgt. Im Gegensatz zu den Schwestermodellen, die durch die hohe Verdichtung ein Benzin-Benzol-Gemisch benötigen, reicht für die R 71 handelsübliches Benzin aus. Erreicht wird dies durch eine Verdichtung von 5,5:1. Die Firma Bosch entwickelt die Batteriezündung. Gemeinsam mit der Zündspule und dem Verteiler ist der Unterbrecher der Batteriezündung unter einer Schutzhaube auf der Nockenwelle angeordnet. Je nach Belastung und Drehzahl erfolgt die Einstellung des Zündzeitpunktes über einen Hebel an der linken Lenkerhälfte. Über dem Motorgehäuse liegt die Lichtmaschine, die Gleichstrom mit einer Spannung von 5 Volt und 75 Watt Leistung produziert.

Der Antrieb und das Getriebe der BMW R 71

Das Vier-Gang-Getriebe wird mit dem Fuß geschaltet. Der zusätzliche Handhebel an der rechten Seite ist laut BMW vorhanden, um den Leerlauf möglichst rasch zu finden. Untergebracht ist das Getriebe in einem Tunnel-Gehäuse, das an den Motor angeflanscht ist. Ein Kardanantrieb überträgt die Leistung auf das Hinterrad. Der Kardanantrieb ist gegenüber der herkömmlichen Kraftübertragung per Kette wartungsärmer. Das kontinuierliche Nachstellen der Kette entfällt.

Das Fahrwerk und der Rahmen der BMW R 71

BMW verwendet einen verschweißten Doppelschleifenrahmen. Die Verbindung der einzelnen Teile erfolgt über eine Schweißnaht. Die BMW ist vollgefedert, die Teleskopgabel des Vorderrades ölhydraulisch gedämpft. Das Hinterrad verfügt über eine Geradwegfederung. Sowohl das Hinterrad als auch das Beiwagenrad bei montierten Beiwagen lassen sich über eine Steckachse austauschen.

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