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Bei der Entwicklung eigener SUV hält sich VW lange zurück

Mit geländegängigen Fahrzeugen kannte sich der Wolfsburger Autohersteller Volkswagen eigentlich schon seit Beginn seiner Firmengeschichte in den 1940er Jahren aus. Allerdings beschränkte sich die Produktion ausschließlich auf Fahrzeuge, die für den Einsatz beim Militär konstruiert waren. Der VW Kübelwagen und der in den 1970er Jahre vorgestellte VW Iltis waren dafür Beispiele. Nur seinen Kurierwagen der 1970er Jahre versuchte der Hersteller auch als ziviles Fahrzeug für den Freizeiteinsatz oder als Fun Car zu etablieren. Während andere europäische Hersteller in den 1990er Jahren eifrig an neuen Baureihen arbeiteten, um eigene Angebote in den boomenden Segmenten der Sport Utility Vehicles (SUV) und Geländewagen machen zu können, klinkten sich die Niedersachsen aus dieser Entwicklung zunächst aus. Mit dem VW Taro kam zwar zum Übergang in die 1990er Jahre ein Pickup mit Offroad-Fähigkeiten in den Handel, doch stammte die Technik vom japanischen Fahrzeugproduzenten Toyota. Der nutzte die Bauplattform zwar auch für eines seiner SUV-Modelle. Doch eine SUV-Version des mit offener Ladefläche gebauten Taro schwebte den Wolfsburgern ihrerseits offenbar nicht vor.

Ein Golf als Vorläufer der VW Kompakt-SUV

Eine Art Crossover oder Kompakt-SUV gab es in den 1990er Jahren als Umbau des VW Golf, der unter dem Zusatz Country beim österreichischen Allradspezialisten Steyr vom Band lief. Doch blieb der Vorläufer der Kompakt-SUV nur gut ein Jahr im Programm. Zu seiner Zeit ein Exot im VW-Programm, machte das geländegängige Golf-SUV später eher als Gebrauchter Karriere. Das mit höherem Fahrwerk, Allradantrieb und einem außen am Heck montierten Reserverad wie ein Offroader ausgestattete Fahrzeug gehört heute zu den seltensten Modellen der Baureihe VW Golf, die auf dem Markt für Gebrauchtwagen angeboten werden. Der Grund: Der Vorläufer der kompakten VW SUV blieb nur bis zum Baujahr 1991 im Programm.

Mit dem Touareg kommt im Jahr 2002 das erste VW SUV auf den Markt

Mit dem Wechsel zum neuen Jahrtausend überdachten die Niedersachsen ihre Produktstrategie. War VW als Volumenhersteller bis dahin eher für Kleinwagen, Kompakte und Mittelklassemodelle sowie Nutzfahrzeuge zuständig, sollte die Marke künftig stärker auch in anderen Segmenten wahrgenommen werden. Es war also kein Zufall, dass im Jahr 2002 gleich zwei Premieren in Fahrzeugklassen anstanden, in denen VW bisher nicht vertreten gewesen war. So kam in diesem Jahr mit dem VW Phaeton das erste Oberklassemodelle des Herstellers auf den Markt, und fast zeitgleich startete Volkswagen mit dem VW Touareg in der SUV-Klasse. Das VW SUV Touareg wird gemeinsam mit Porsche und Audi entwickelt Der Touareg trat im Jahr 2002 als erstes VW SUV an und nahm auch hinsichtlich seines Designs eine eigenständige Stellung ein. Technisch jedoch teilte sich das SUV von VW Plattform und Komponenten mit den Schwestermodellen Porsche Cayenne und Audi Q7. Der Hintergrund: Die Entwicklung des VW SUV wurde zusammen mit den Ingenieuren der Schwestermarken des Konzerns vorgenommen. Während Porsche seinem Cayenne einen zum Image passenden sportlicheren Auftritt gab und Audi seinen Q7 massig und muskulös in die eigene Modellfamilie einfügte, trat der VW Touareg relativ bescheiden auf. Kühlergrill, Front- und Rückscheinwerfer zeigten den typischen VW-Stil dieser Jahre und kaschierten mit ihrer dezenten Gestaltung etwas, dass das VW SUV mit einer Länge von 4,75 Metern und einer Breite von knapp 1,93 Metern zu den größten Exemplaren gehörte, die von seiner Art in Europa produziert wurden. Dort galt der allradangetriebene Touareg daher durchaus als Full-Size-SUV, während die Amerikaner ihn eher als Mid-Size-SUV bezeichnet hätten.

Im Jahr 2010 stellt VW die zweite Generation seines großen SUV vor

Gut acht Jahre nach dem Start in der SUV-Klasse präsentierte der Hersteller die zweite Generation des Touareg, der sich äußerlich mit schmaleren Scheinwerfern und seinem überarbeiteten schmaleren Kühlergrill eleganter als der direkte Vorgänger gab. Da fiel es kaum auf, dass er zugleich in der Länge nochmals um gut vier Zentimeter zugelegt hatte und die Konstrukteure die Karosserie auch rund zwei Zentimeter breiter angelegt hatten, während der Radstand um vier Zentimeter auf nun knapp 2,90 Meter wuchs. Die größten Veränderungen zeigte das VW SUV unter der Motorhaube: Die bei Volkswagen BlueMotion genannte Spartechnik sollte dafür sorgen, dass der Touareg der zweiten Generation auch mit hubraumstarken V6-Motoren sparsamer im Betrieb war. Deswegen wurden die VW SUV der zweiten Generation bereits als junge Gebrauchte beliebt, nachdem auf dem Markt für Gebrauchtwagen bis 2010 nur die durstigeren Vorgänger zur Verfügung gestanden hatten. Selten jedoch war die sparsamste Version des VW SUV als gebrauchtes Fahrzeug zu finden: Der Touareg mit Hybridmotor, der mit 279 kW (380 PS) eine satte Leistung ablieferte und sich laut Hersteller dennoch mit nur 8,2 Litern auf 100 Kilometer begnügen sollte.

Mit dem Baujahr 2007 ergänzt ein kleines SUV das VW-Programm

Ob der Touareg als Full-Size- oder Mid-Size-SUV einzustufen war, darüber ließ je nach Autokultur streiten. Fest stand, dass es neben dem großen VW SUV genug Raum für ein kleineres Modell der SUV-Klasse gab. Im Baujahr 2007 präsentierten die Wolfsburger ihr erstes SUV mit kompakten Abmessungen, das aus dem eigenen Baukastenprogramm entwickelt worden war und den Namen Tiguan erhielt. Front und Heck zitierten zwar Designelemente des Touareg, doch mit seinen Abmessungen von rund 4,42 Metern Länge und einer Breite von etwa 1,81 Metern fügte sich das kleine VW SUV optisch eher in die Pkw-Palette des Herstellers ein. Besonders deutlich war das beim Gewicht zu spüren: Während der VW Touareg spielend weit über zwei Tonnen auf die Waage brachte, begnügte sich der von Golf und Passat abstammende Tiguan mit rund 1,5 Tonnen.

Auch das kleine VW SUV gibt es mit Allradantrieb

So sehr sich die VW SUV je nach Baureihe in Gewicht und Dimensionen unterschieden, in einem Punkt gab es doch eine Gemeinsamkeit. So bekam auch das kleine SUV der Baureihe Tiguan die Chance, als Allradler aufzutreten, wenn die bei VW 4Motion genannte Antriebstechnik als Option bestellt wurde. Ein richtiger Geländegänger wurde das kleine VW SUV damit zwar nicht. Doch bot Volkswagen für sein SUV-Einstiegsmodell immerhin eine Track & Field genannte Ausstattungsvariante an, die nach dem Facelift des Jahres 2011 durch den Track & Style ersetzt wurde. Wichtigster Unterschied zu den anderen SUV-Modellen der Baureihe: Ein Stoßfänger mit größerem Böschungswinkel sollte für bessere Offroad-Eigenschaften sorgen.
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