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VW Cabrios werden eher als Alltagsauto mit Spaßfaktor wahrgenommen

Für Sportwagenproduzenten und Premium-Hersteller gehören die meist von den Coupés abgeleiteten offenen Bauformen traditionell zum Programm, und die Konstrukteure achten darauf, ihren Cabriolets auch das entsprechende Image von Luxus und Leistung zu geben. Anders sieht das Konzept meist bei den Volumenherstellern aus, die manchmal ganz auf Fahrzeuge mit Frischlufterlebnis verzichten oder aber Modelle und Plattformen ihrer Kleinwagen- und Kompaktbaureihen für die Konstruktion von Cabrios verwenden. Eine ähnliche Strategie verfolgte der deutsche Autobauer Volkswagen seit Ende der 1940er Jahre. Die zunächst bei externen Karosseriebauern gefertigten offenen VW sollten Kunden eher als Alltagsauto mit Spaßfaktor ansprechen und weniger durch sportliche Motorleistungen auf sich aufmerksam machen. Diese von den VW Käfer Cabrios und den offenen Karmann Ghia begonnene Tradition setzten die Wolfsburger ab den 1970er Jahren mit den Stoffdach-Versionen des VW Golf und den Käfer-Nachfolgern Beetle fort.

Käfer und frühe Golf werden zu Klassikern der Cabrio-Baureihen von VW

Eine Ausnahme blieben die in Kooperation mit Porsche entstandenen offenen Sportwagen, die bis Mitte der 70er unter dem Namen VW-Porsche bekannt wurden. In aktuelleren Baujahren waren die Niedersachsen dann mit einem Coupé-Cabrio in Stahldachbauweise am Markt präsent, der als VW Eos in einer eigenständigen Baureihe präsentiert wurde. Die erprobte Alltagstechnik und die im Vergleich zu Sportwagen niedrigeren Preise verschafften den VW Cabrios der unterschiedlichen Generationen eine starke Stellung auf dem Markt für Gebrauchtwagen. Vor allem als Zweitwagen waren die gebrauchten Cabriolets von Volkswagen gesucht. Der Käfer, die Karmann-Ghia sowie die erste Generation des Golf Cabrios entwickelten sich zu Klassikern, die als Gebrauchte in gutem Zustand Spitzenpreise erzielen konnten.

Der VW Käfer liefert die Basis für den Cabrio-Klassiker der Wolfsburger

Das erste und lange Zeit einzige VW Cabrio im Programm entstand seit 1949 auf Basis des VW Käfer beim Osnabrücker Karosseriebauer Karmann, der bis zur Jahrtausendwende die Cabrio-Produktion für die Wolfsburger übernahm, bevor das Unternehmen in den VW-Konzern eingegliedert wurde. Von 1949 bis 1980 liefen bei Karmann rund 330.000 VW Käfer Cabrios vom Band. Als Gebrauchter ist das mit einem Stoffverdeck ausgestattete Käfer-Cabrio in jedem Fall ein Klassiker, zumal die unterschiedlichen Generationen eine große stilistische Kontinuität bewahrten und sich nur in Details wie den im Laufe der Zeit modifizierten Rückleuchten veränderten. Auf dem Markt für Gebrauchtwagen sind vor allem die auf dem VW 1303 basierenden offenen Modelle zu finden, die zwischen Mitte der 1970er Jahre bis 1980 in Osnabrück produziert wurden. Sehr viel seltener sind die frühen Modelle der 1950er sowie die VW Cabrios der Käfer-Baureihe aus den 1960er Jahren zu finden.

Die VW Cabrios der Baureihe Karmann-Ghia von 1957 bis 1974

Zweiter Klassiker der VW Cabrios ist der Karmann-Ghia, den die Osnabrücker Karosseriebauer für Volkswagen auf Basis des Käfers selbst entwickelten. Die offenen Varianten des ab 1955 zunächst als Coupé gefertigten Ghia liefen von 1957 bis 1974 vom Band. Wie der Käfer fiel das VW Cabrio der Ghia-Baureihe nicht durch seine Fahrleistungen auf, da die Antriebe des Käfers zum Einsatz kamen. Die Boxermotoren leisteten in der Spitzenversion nicht mehr als höchstens 40 kW (54 PS). Da die Konstrukteure jedoch ein Design im Stil eines Sportwagens entwickelt hatten, wurden die offenen Ghia als die elegantesten Cabrios von VW bekannt und traten in Konkurrenz zu den viel teureren und schnelleren Sportwagen anderer Hersteller. Heute erzielen gebrauchte VW Karmann-Ghia Spitzenpreise, und es gibt zahlreiche Fanclubs, die sich um den Erhalt dieser Classic Cars von VW kümmern, die nur insgesamt rund 80.000 mal gebaut wurden.

Mit dem Golf-Cabrio stellt VW 1979 eine neue Generation offener Modelle vor

Erdbeerkörbchen wurde das VW Cabrio genannt, das die Niedersachsen ab dem Jahr 1979 wiederum bei Karmann als offene Variante des vier Jahre zuvor auf den Märkten eingeführten VW Golf präsentierten. Den Beinamen bekam das VW Cabrio der ersten Golf-Generation wegen seines fest stehenden Überrollbügels, der nach dem Zurückklappen des Stoffverdecks wie ein Henkel in der Konstruktion sichtbar wurde. Wird ein Modell mit einem Kosenamen bedacht, ist das meist der erste Schritt auf dem Weg zum Klassiker. Und genau dahin entwickelte sich das VW Cabrio, das später auch in den folgenden Golf-Generationen immer wieder neu aufgelegt wurde. Auf dem Markt für Gebrauchtwagen sind noch zahlreiche Golf-Cabrios der ersten Generation zu finden, die als Ur-Typ gelten und daher inzwischen eine feste Fangemeinde gefunden haben. Als Gebrauchter ist der Golf mit Stoffdach aber auch in den aktuelleren Baujahren in zahlreichen Ausstattungsvarianten zu finden. Jedoch gibt es eine Lücke im Angebot: Zwischen 2002 und 2011 lief das VW Cabrio der Golf-Klasse nicht von Band. Erst in der sechsten Generation des Kompakten nahm VW die Produktion der Stoffdach-Cabriolets am historischen Fertigungsstandort in Osnabrück unter eigener Regie wieder auf, nachdem Karmann als Erfinder des Erdbeerkörbchens in den Volkswagen-Konzern übernommen worden war.

Das Retromodell Beetle baut VW seit 2003 auch als Cabriolet

Sechs Jahre nachdem Volkswagen mit dem New Beetle 1997 eine Neuauflage des VW Käfer auf den Markt gebracht hatte, nahmen die Niedersachsen 2003 eine offene Version ihres Retromodells ins Programm. Wie der kultige Vorgänger lief das VW Cabrio der Baureihe New Beetle mit einem klassischem Textilverdeck ausgestattet vom Band. Als VW Beetle kehrte das Cabriolet mit dem vom offenen Käfer bekannten, hinten sichtbar aufliegenden Verdeck in der zweiten Retro-Generation ab dem Jahr 2012 wieder auf den Markt. Etwas sportlicher als der Käfer durfte das VW Cabrio jetzt allerdings sein: In der Topausstattung erhielt das Beetle Cabrio 2013 einen Turbomotor mit 2,0 Litern Hubraum und bis zu 155 kW (210 PS). An die Cabrio-Tradition der Vorgänger erinnerte eine Sonderedition unter dem Namen VW Beetle Cabriolet Karmann.

Mit dem Eos zeigt der Hersteller das erste VW Cabrio mit mobilem Stahldach

Nachdem Volkwagen jahrzehntelang auf die klassische Cabrio-Konstruktion mit Stoffverdeck gesetzt hatte, folgten die Wolfsburger dem Trend zu Coupé-Cabrios mit einer mobilen Stahldachkonstruktion. Das erste VW Cabrio dieser Bauart kam im Jahr 2006 in der neu geschaffenen Baureihe Eos ins Programm und zeigte die für diese Fahrzeugklasse typischen Merkmale wie ein stark ausgestelltes Heck, in dem das Dach Platz finden musste. Im Jahr 2010 erhielt das VW Cabrio eine Modellpflege, die vor allem an der Frontgestaltung sichtbare Änderungen mit sich brachte.