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Der Jaguar MK II: eine solide Sportlimousine

Von 1959 bis 1969 produzierte das britische Autohaus Jaguar den Jaguar MK II. Es handelt sich bei diesem Modell um eine viertürige Limousine, die für die obere Mittelklasse konstruiert wurde. Der Jaguar MK II weist eine Länge von 4572 mm, eine Breite von 1702 mm und eine Höhe von 1473 mm auf. Sein Radstand misst 2718 mm und sein Leergewicht beträgt 1440 kg. Die sportliche Limousine gilt als Nachfolger der Modelle Jaguar 2.4 Litre und Jaguar 3.4 Litre. Die inoffizielle Bezeichnung, die diesen beiden Jaguar-Modellen nach Erscheinen des Jaguar MK IIs zuteilwurde, lautet Jaguar MK I. An der neuen Karosserie nahm man diverse Retuschen und Detailverbesserungen vor. Allen voran die Fensterflächen, die nun wesentlich größer waren. Auch der Abstand zwischen den beiden Radaufstandspunkten der Achse war beim Jaguar MK II um einiges breiter als bei seinem Vorgänger. Die Leistung ohne Nebenaggregate belief sich beim Jaguar MK II 2.4 mit 2483 Kubikzentimeter Hubraum auf 120 bhp. Der Jaguar MK II 3.4 wies weiterhin 210 bhp auf. Der Jaguar MK II 3.8 mit 3781 Kubikzentimeter Hubraum brachte es sogar auf stolze 220 bhp. Die Hinterräder wurden optional über ein Vierganggetriebe mit Mittelschaltung, mit einem Overdrive-Getriebe des amerikanischen Automobilzulieferers BorgWarner oder mit einer Dreigang-Automatik angetrieben. Die Höchstgeschwindigkeit belief sich, je nach Modell, auf 155 bis 195 km/h.

Ab 1966 begann die Abmagerung der Modelle. Der Jaguar MK II wurde ab Herbst 1967 unter den Bezeichnungen Jaguar 240 und Jaguar 340 produziert, wobei es der 340 3.8 lediglich auf ca. ein Dutzend Exemplare brachte. Der Motor des 2.4 wurde mit einem leistungsfähigen Straight-Port-Zylinderkopf ausgestattet und kam auf beachtliche 133 bhp. Durch die schmaleren Stoßfänger konnte man die 240- und 340-Modelle leicht erkennen. Für amerikanische Kunden produzierte Jaguar einige Exemplare mit breiteren Stoßfängern. Bis 1967 baute das britische Unternehmen 25.173 Fahrzeuge des 2.4 Litres, 28.663 Wagen des 3.4 Litres und 30.140 Autos vom 3.8 Litre. Des Weiteren produzierte man 4446 Fahrzeuge des Jaguar 240s sowie 2788 Exemplare des Jaguar 340s mit 210 bhp.

Der Zwillingsbruder des Jaguar MK II

Im Frühjahr des Jahres 1960 übernahm Jaguar die Daimler Motor Company mit der Konsequenz, dass von Oktober 1962 bis Juli 1969 der Daimler 250 V8 angeboten wurde, welcher die gleiche Karosserie wie der Jaguar MK II aufwies. Lediglich in puncto Motor unterschied sich das Daimler Modell: Es bekam den des Daimler SP250s - ein V8-OHV-Motor, der auf Daimlers Chefingenieur Edward Turner zurückgeht.

Die sportlichen Erfolge

1962 gewann Bob Jane den Australian Touring Car Championship in einem Jaguar MK II 3.8 Litre. Mit diesem Wagen konnten auch Michael Parkes und Jimmy Blumer im selben Jahr beim Motor Six Hours International Saloon Car Race den Sieg einholen. Auch Peter Nöcken gewann damit im Folgejahr die European Touring Car Challenge, während Bob Jane bei den Australian Touring Car Championships mit einem Jaguar MK II 3.8 Litre glänzte. Ebenfalls 1963 siegten Roy Salvador und Denny Hulme in diesem Wagen beim Brands Hatch 6 Hours-Rennen.

Das Erbe des Jaguar MK II

Einen direkten Nachfolger kann der Jaguar MK II nicht aufweisen. Mit der Einführung des Jaguar XJS reduzierte der britische Autokonzern sein Angebot an Limousinen auf ein Basismodell. Da der XJ jedoch als Modell für die Oberklasse konstruiert wurde, ist er höher positioniert als der Jaguar MK II. Von daher eignet er sich eher als unmittelbarer Nachfolger des Jaguar 420G - dem Grandseigneur unter den Sportlimousinen. Erst mit der Produktion des Jaguar S-Types im Jahr 1999 kehrte das Automobilhaus in die Liga der oberen Mittelklasse zurück. Die Optik der neuen Karosserie war stark an die des Jaguar MK II angelehnt.

Auftritt in den Medien

Der Jaguar MK II genießt sowohl unter Verbrechern als auch unter Strafverfolgern einen ausgezeichneten Ruf. Vor allem das 3.8 Litre-Modell ist mit seinen 220 PS besonders schnell und bietet dennoch Platz für fünf erwachsene Personen. Häufig als Fluchtauto eingesetzt, griff auch die britische Polizei zu diesem Modell, um für eine Verfolgungsjagd auf dem Highway gewappnet zu sein. Der Wagen ist auch aus der TV-Serie „Inspector Morse“ mit John Thaw bekannt. Ein Jaguar MK II kam ebenfalls 1987 bei dem britischen Filmstreifen „Withnail and I“ zum Einsatz.