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Das Elektroauto Chevrolet Volt kommt 2010 auf den Markt

Der General Motors Konzern gehörte mit zu den Pionieren bei der Entwicklung alltagstauglicher Elektroautos. Bereits Mitte der 1990er Jahre stellten die Amerikaner eine serienreife Version vor, die als General Motor EV1 in einer Auflage von knapp 1.000 Exemplaren vor allem für den kalifornischen Markt mit seinen strengen Abgasgesetzen gebaut wurde. Damals setzte der Hersteller auf Nickel Metallhydrid Batterien, die dem Elektro-Coupé immerhin eine Reichweite von knapp über 200 Kilometern gaben und eine Höchstgeschwindigkeit von gut 130 Stundenkilometern ermöglichten. Im Jahr 1999 verschwand der Elektro-GM aus dem Programm und es sollte gut zehn Jahre dauern, bis wieder ein Elektroauto von General Motors zu haben war: der Chevrolet Volt, dessen Schwestermodell in Europa als Opel Ampera eingeführt wurde.

Ein Ottomotor verlängert die Reichweite des Chevrolet Volt

Mit dem eher experimentellen Coupé EV1 hatte der im Herbst des Jahres 2010 auf dem US-Markt eingeführte Chevrolet Volt nur noch wenig Gemeinsamkeiten. Während das Elektroauto der 1990er Jahre aufgrund seiner aerodynamisch optimierten Karosserieform durchaus futuristisch anmutete, deutete bei dem als Limousine konstruierten Chevrolet Volt von Außen nichts darauf hin, dass unter der Motorhaube und am Fahrzeugboden Zukunftstechnologie steckte. Genauer gesagt: Ein Akkupack mit über 200 Lithium-Ionen Zellen, die dem Chevrolet Volt bis zu 111 kW Leistung zur Verfügung stellten. Das reichte für eine Höchstgeschwindigkeit von etwa 160 km/h und eine Reichweite von über 50 Kilometern. Um den Chevrolet Volt angesichts dieses beschränkten Radius nicht zu einem reinen City Car werden zu lassen, verbauten die GM-Ingenieure im Chevrolet Volt zudem einen kleinen Verbrennungsmotor. Dieser verlängerte die Reichweite der Limousine, sodass General Motors den Chevrolet Volt als Elektroauto mit Reichweitenextension vermarktete.

Im Kombibetrieb legt der Chevrolet Volt über 500 Kilometer zurück

Trotz dieser Kombination aus Akku und Ottomotor wurde der Chevrolet Volt tatsächlich rein elektrisch angetrieben. Der Hintergrund: Im Gegensatz zu anderen Herstellern von Hybridfahrzeugen, bei denen der Verbrennungsmotor auch direkt für den Antrieb genutzt wurde, entwickelte GM für den Chevrolet Volt eine Hybridvariante, bei der ein Verbrennungsmotor bei zu schwacher Batterie nicht den Motor direkt antrieb, sondern einen Stromgenerator speiste. Dieser erzeugte dann die Energie für den Elektromotor. Dank dieser Kombi-Technologie mit Akku plus einem 1,4 Liter Benzinmotor mit 63 kW (84 PS) schaffte der Chevrolet Volt eine Strecke von etwa 500 Kilometern. Erst dann musste nachgetankt werden. Die Akkus waren je nach Anschluss in zirka vier Stunden wieder aufgeladen.