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Im Jahr 2012 beginnen bei Audi die Planungen für das Kompakt-SUV Q1

So wie sich Technik und Design im Autobau ständig weiterentwickeln, so ändern sich zugleich Erwartungen und Vorlieben von Autokäufern. Es entstehen Trends, die sich mit mehr oder weniger zeitlicher Verzögerung auf das Fahrzeugangebot in den nationalen Märkten auswirken. Den Projektentwicklern in den Autokonzernen kommt bei diesen Prozessen eine wichtige Aufgabe zu: Sie müssen einschätzen, welche Neuerungen und Moden das Potential haben, die Entwicklung zukünftiger Automodelle nachhaltig zu beeinflussen. Und natürlich beobachten die Strategieabteilungen dabei ganz genau, mit welchen Innovationen die Konkurrenz erfolgreich ist. Im Rahmen der langfristig angelegten Modellpolitik eines Herstellers wird bei der Entwicklung von Neuwagen also ständig nachjustiert. Wie das Prinzip funktioniert, lässt sich beispielhaft am Boom der Sport Utility Vehicles (SUV) ablesen, deren Bauform die Konstrukteure inzwischen auch in den kompakten Fahrzeugklassen umsetzen. Diesem Konzept folgte der zum Volkswagenkonzern gehörende Hersteller Audi. Im Jahr 2012 war erstmals öffentlich vom Projekt eines Audi Kompakt-SUV die Rede, das in der Planungsphase lange Zeit unter dem Namen Q1 lief.

Aus dem Q1-Projekt wird im Jahr 2016 vorerst das Serienmodell Audi Q2

Im Sektor der SUV waren die Ingolstädter nach der Premiere ihrer Oberklassemodelle der Baureihe Q7 bereits ab dem Jahr 2005 prominent vertreten. Und auch der drei Jahre später präsentierte Q5 gehörte zumindest nach europäischen Maßstäben zu den großen SUV. Was bei Audi lange Zeit im Programm fehlte, das waren die kompakten Varianten in SUV-Bauweise. Über einen Zeitraum von über 15 Jahren, gerechnet ab Einführung des ersten SUV mit den markentypischen Ringen auf dem Kühlergrill, bauten die Bayern eine komplette Q-Familie auf. Diese sollte am Ende zwar auch üppig dimensionierte Luxusvarianten umfassen. Doch aufgrund rasant steigender Absatzzahlen bei kleineren Modellen, setzte Audi zugleich auf volumenstarke Kompakt-SUV. Die Rolle als Einstiegsversion der Audi SUV-Baureihen sollte dabei der Q1 übernehmen. Besonderheit in dessen Entwicklungsgeschichte: Seit den Jahren 2012/13 zunächst unter dem Projektnamen Q1 geplant, änderten die Ingolstädter vor der Markteinführung kurzerhand noch die Modellbezeichnung. Ihre bis dahin kleinste Q-Variante kam dann im Herbst 2016 als Audi Q2 in den Handel.

Verschiedene Audi-Zukunftsszenarien für die Verwendung des Modellnamens Q1

Eine Erklärung für die Umbenennung des Q1 kurz vor dem Beginn der Serienproduktion im Jahr 2016 sahen Marktbeobachter vor allem in strittigen Namensrechten. Es wurde darauf verwiesen, dass der italienische Konzern Fiat-Chrysler zunächst die Rechte an der Bezeichnung Q2 geltend gemacht habe. Audi selbst lieferte keine offizielle Begründung für die unerwartete Q1-Umbenennung oder für eine Auseinandersetzung mit den Italienern. Dafür machte die VW-Tochter kein Geheimnis daraus, dass die vorerst entfallene Modellbezeichnung Q1 später noch einmal genutzt werden sollte. So war es denkbar, dass der Konstrukteur ein noch unterhalb des Q2 angesiedeltes Mini-SUV unter dem Kürzel Q1 in sein Programm aufnahm. Dafür hätte etwa die Plattform des Kleinwagens A1 zur Verfügung gestanden. Darüber hinaus entstanden jedoch für die Zukunftsperspektiven des Q1 auch Szenarien, die den nach Einführung des Q2 zunächst nicht genutzten Namen eher einem kompakten Zweitürer zuschrieben, der im Stil eines sportlichen Crossovers womöglich als Variante des kompakten Q3 in Serie gehen konnte.

Der Q1 soll den Auftakt für die Modelloffensive von Audi im SUV-Segment bilden

In jedem Fall gingen die Produktstrategen von Audi in ihren Planungen davon aus, bis zum Jahr 2020 eine weitere Ausdifferenzierung des Q-Programms vorzunehmen. So arbeitete der Hersteller daran, aus dem ursprünglichen Q1-Projekt ein kompaktes SUV-Coupé zu entwickeln, dass innerhalb der Q2-Baureihe angeboten werden sollte. Coupé-Formen schwebten den Audi-Ingenieuren außerdem für die größeren Mitglieder der Q-Familie vor, die als Q4, Q6 und Q8 das Programm nach oben abrunden sollten. Vor diesem Hintergrund wurde deutlich, dass das als Q1 entwickelte und dann 2016 als Q2 an den Start gebrachte Kompakt-SUV nur den Auftakt für die von langer Hand vorbereitete Modelloffensive von Audi im Segment der boomenden kompakten SUV-Varianten bildete.

Mit dem Q1-Projekt will Audi die Messlatte für Kompakt-SUV höherlegen

Tatsächlich hatten die Ingolstädter da Nachholbedarf. Im Neuwagen-Programm der Konkurrenz und selbst auf dem Markt für Gebrauchtwagen waren Kompakt-SUV schon zahlreich vertreten. Denn asiatische und französische Hersteller, die deutschen Töchter von US-Autobauern sowie heimische Konkurrenten machten in der Klasse der kompakten SUV bereits zahlreiche Angebote, als der Q1 bei Audi noch in den Planungen steckte. Das serienreife Q2-Modell konnte der Konstrukteur erst auf dem Genfer Autosalon im Frühjahr 2016 vorstellen. Die Verzögerung beim Ausbau der SUV-Familie hatte vor allem mit internen Umstrukturierungen und der noch einmal komplett überdachten Modellpolitik der Marke zu tun. Immerhin brachte die zeitliche Verspätung hinsichtlich der schließlich im Q2 verbauten Technik auch Vorteile: Das aus dem Q1-Projekt entstandene Kompakt-SUV Q2 sollte mit seiner Technologie gewissermaßen das State of the art in seinem Segment sein und damit die Messlatte für die Ausstattung von kompakten SUV höherlegen.

Für die Q1-Assistenzsysteme greift Audi auf Oberklassetechnik zurück

In seinem Marketing hob der Hersteller etwa Ausstattungsmerkmale hervor, die eigentlich eher mit einem Fahrzeug der Oberklasse in Verbindung gebracht wurden. Das betraf insbesondere die verfügbaren Fahrerassistenten, zu denen das serienmäßig verbaute radarunterstützte Notbremssystem gehörte, das durch optionale Hilfen wie einen Tempomat mit automatischer Abstandskontrolle oder einen Stau- und Parkassistenten ergänzt werden konnte. Darüber hinaus setzte der Hersteller auf Kommunikations- und Vernetzungsmöglichkeiten an Bord der Audi Q2 Neuwagen.

Audi plant den Q1 für eine junge Zielgruppe mit Individualisierungswünschen

Virtual Cockpit nannte Audi das für den Q1 entwickelte Konzept, das mit einem über zwölf Zoll großen Bildschirm sowie Head-up-Display zur Anzeige wichtiger Daten auf der Windschutzscheibe kombiniert werden konnte. Und ein im Navigationssystem integrierter WLAN-Hotspot stellte über mobile Geräte einen Zugang zum Internet inklusive Daten-Flatrate zur Verfügung. Damit wurde deutlich, welche Zielgruppe Audi mit dem Q1-Projekt ins Visier nahm: Die jüngeren Käufer, denen zugleich Individualisierungswünsche etwa hinsichtlich der farblichen Gestaltung von Karosserieelementen erfüllt wurden. Als Motorisierungen standen zum Marktstart des knapp 4,20 Meter langen und in der typischen Optik kompakter Crossover gestalteten Audi Q2 drei Benziner und drei Diesel im Programm. Den Einstieg bildete ein 1,0 Liter Dreizylinder mit 85 kW (116 PS). Besonderheit beim Antrieb: Die bei den Spitzenmodellen mit bis zu 140 kW (190 PS) serienmäßig verbaute Audi Allradtechnik quattro boten die Ingolstädter optional auch für die 1,4 Liter Motorisierung an.