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Die ersten Kombis der Baureihe Audi A6 kommen 1994 auf den Markt

Es ist ein Trend der aktuelleren Baujahre, dass die großen deutschen Autoproduzenten inzwischen mehr oder weniger das gesamte Spektrum an Karosserieformen und Fahrzeugklassen in ihren jeweiligen Programmen abdecken. Einen Grund dafür liefern die im Vergleich zu vergangenen Jahrzehnten flexibler einsetzbaren Bauplattformen. Aber auch der Wandel der Unternehmenskulturen und der strategischen Einschätzung des Automarktes spielen dafür eine große Rolle. Denn noch in den 1970er Jahren gingen die Autobauer davon aus, dass eine Spezialisierung oder Schwerpunktsetzung nicht allein den größeren wirtschaftlichen Erfolg versprach, sondern auch für die eindeutige Imageausrichtung einer Marke unverzichtbar war. So war etwa der bayerische Fahrzeugproduzent Audi-NSU innerhalb des Volkswagen-Konzerns zu dieser Zeit der einzige, der ein Angebot in der oberen Mittelklasse machte. Mit dem Audi 100 kamen seit Ende der 1960er Jahre klassische Stufenhecklimousinen, Kleinserien-Coupés und später Avant genannte fünftürige Schrägheckmodelle auf den Markt. Kurz bevor der Hersteller seine Baureihen umbenannte, nahmen die Ingolstädter in der oberen Mittelklasse erstmals einen Fünftürer in Kombiform ins Programm, der im Jahr 1994 in einer leicht modifizierten Version als Audi A6 Kombi auf die Straße rollte.

Die Kombis entwickeln sich zu den populärsten Audi A6 Modellen

Im Laufe ihrer Bauzeit entwickelten sich die Kombis zu den populärsten Modellen in der Baureihe Audi A6. Einer der Gründe dafür: Die Fünftürer wurden regelmäßig in jeder neuen Generation in großer Anzahl als Dienstwagen und Flottenfahrzeuge geordert. Damit war die Marke Audi auf den Straßen deutlich präsenter, als zu Zeiten der Audi 100 Limousinen. Darüber hinaus sorgte der hohe Anteil an gewerblichen Neuwagenbestellungen dafür, dass die Audi A6 Kombis als Jahreswagen oder Gebrauchte auch auf dem Gebrauchtwagenmarkt prominent vertreten waren. Aufgrund ihrer verzinkten Karosserie galten selbst ältere Jahrgänge der großen Audi-Kombis als wenig rostanfällig sowie insgesamt als langlebig und wertstabil. Eine besondere Stellung sowohl bei den Neuwagen als auch bei den Gebrauchten nahmen die in Kleinserien gefertigten Sportmodelle der Baureihe Audi S6 und RS6 ein, mit denen die Bayern den Beweis antraten, dass auch Fahrzeuge in der Bauform eines ladefreundlichen Kombis durchaus für sportliche Ansprüche eingerichtet werden konnten.

Der Audi A6 orientiert sich immer stärker an den Sportkombis der Baureihe

Die als Ausnahmemodelle gebauten Sportkombis wurden nicht nur zu Imageträgern für die Kombis der Baureihe A6. Sie dienten in den aktuelleren Generationen vielmehr immer stärker auch als Vorbild, an dem sich die Entwicklung der Großserienkombis zu orientieren hatte. Liefen die A6 Fünftürer bis zum Jahr 2004 mit ihrer konventionell gestalteten Karosserie noch fast im Stil der 1990er Jahre Familienautos vom Band, so traten sie in der dritten Generation ab Frühjahr 2005 deutlich selbstbewusster und dynamischer auf. Das war zum einem dem neuen Audi-Markengesicht mit dem mächtigen Single-Frame-Kühlergrill und veränderten Details wie den umgestalteten Scheinwerfern und der breiteren Frontschürze zu verdanken. Andererseits legten die Audi A6 Kombis in dieser Bauphase aber auch in ihren Dimensionen einen sichtbaren Abstand zwischen sich und die Vorgänger. In der Generation der 2011er-Modelle waren die Fünftürer auf eine Länge von gut 4,93 Metern und eine Breite von 1,87 Metern gewachsen. Zum Vergleich: Ein gebrauchter Audi A6 Kombi der 1990er Jahre war nicht einmal ganz 4,80 Meter lang und lag fast zehn Zentimeter schmaler auf der Straße.

Die Benzinmotoren stehen anfangs bei den Audi A6 Kombis im Mittelpunkt

Wirkliche Powerdiesel waren in den 1990er Jahren noch nicht entwickelt. Deshalb setzte Audi bei den frühen A6 Kombis vor allem auf Benzinmotoren, die in einem breiten Hubraumspektrum von 1,8 bis 2,8 Litern angeboten wurden. Als Gebrauchtwagen waren insbesondere die V6-Modelle begehrt, die eine Leistung von bis zu 142 kW (193 PS) ablieferten. Mit dem Baujahr 2001 kam ein neues Spitzenmodell der Großserie mit 4,2 Litern Hubraum und 220 kW (300 PS) in den Handel. In den aktuelleren Baujahren ab 2011 leisteten bereits die Einstiegsbenziner 132 kW (180 PS), während sich im oberen Leistungsspektrum der nun mit 3,0 Liter Sechszylindern ausgestatteten Modelle weniger änderte. Bei den Dieseln mussten sich die Kunden anfangs mit maximal 103 kW (140 PS) zufriedengeben. Ab dem Baujahr 2001 kamen dann TDI-Antriebe mit immerhin bis zu 132 kW (180 PS) zum Einsatz. Mit den modernen Common-Rail-Aggregaten standen die Diesel der Baureihe A6 dann in den Leistungsstufen von 100 kW (136 PS) bis zu 230 kW (313 PS) in der Spitzenausführung mit Bi-Turbo zur Verfügung. Zusammen mit den starken Motoren verbauten die Ingolstädter auf Wunsch einen Allradantrieb in den Kombis.

Die Sportversionen und Cross-Modelle auf Basis der Audi A6 Kombis

Auf Basis des Audi A6 Kombis entstanden seit den 1990er Jahren Sport- und Crossversionen, die mit veränderter Technik und Optik eigenständige Akzente setzten. Der erste allroad quattro mit Offroad-Anbauteilen kam 1999 auf den Markt. Fünf Jahre zuvor waren bereits die ersten S6 Kombis an den Start gegangen. Im Baujahr 2002 wurde der RS6 neues Spitzenmodell bei den Kombis der Baureihe Audi A6. Eine Neuauflage des Flaggschiffs gab es 2008 und 2013.